Virtuelles Denkmal "Gerechte der Pflege"

"... die tolldreisten, machthungrigen Horden, sie konnten den Geist nicht morden!"


Anna Bozena „Zenka“ Chadaj-Koter

 

Anna Bozena wurde am 14.1.1921 geboren. Ihre Eltern waren Pawel und Wiktoria, geborene Effenberger. Die gelernte Krankenschwester beteiligte sich am Warschauer Aufstand und arbeitete zunächst im Gesundheitszentrum des Polnischen Roten Kreuzes. Danach gehörte sie zur Kampfgruppe "Krybar" und arbeitete im Feldlazarett. Anna Bozena Chadaj-Koter starb am 26.2.1985.

 

Quellen: Wirtualne Muzeum Pielęgniarstwa Polskiego; Encyklopedia Medyków Powstania Warszawskiego


 
Selma Ruth Chadwick
 
Von der Krankenschwester fehlen sämtliche Lebensdaten. Sie kämpfte in den Internationalen Brigaden (siehe dort) auf Seiten der Republikaner.
 
Quelle: Martin Sugarman, AJEX - Jewish Military Museum

 
Mariam Chiluschi-Chiliischi
 
Mariam Chiluschi-Chiliischi wurde am 1.10.1905 in Kichineff geboren. Sie war verheiratet mit Lazar Faiman. Als angebliche Staatenlose wurde sie im SS-Sammellager Mechelen interniert. Von dort transportierten die Nazis die Krankenschwester mit dem Deportationszug XII unter der Nummer 829 am 10.10.1942 nach Ausschwitz-Birkenau. Vermutlich überlebte sie nicht.
 
Bei dem Namen handelt es sich um die rumänische Schreibweise des Namen Kilijski. Russisch heißt es Килийский bzw. Килийская bei einer Frau.
 
Ich danke für die Recherche Frau Laurence Schram vom Jüdischen Deportations- und Widerstandsmuseum (JDWM) in der ehemaligen Mechelner Dossinkaserne.

 
Léa Chirjner
 
Léa Chirjner war Krankenschwester und Hebamme. Sie wurde am 15.5.1896 in Orch geboren. Ihr Ehemann war Alexander Slepak. Die Nazis erklärten Léa Chirjner als staatenlos und internierten sie im belgischen SS-Sammellager Mechelen. Am 8.9.1942 wurde sie mit dem Transport VIII unter der Nummer 694 nach Auschwitz deportiert. Vermutlich hat sie nicht überlebt.
 
Ich danke für die Recherche Frau Laurence Schram vom Jüdischen Deportations- und Widerstandsmuseum (JDWM) in der ehemaligen Mechelner Dossinkaserne.

 
Marie-José Chombart de Lauwe
 
Marie-José Chombart de Lauwe aus Frankreich wurde am 31.5.1923 in Paris geboren. 1940, mit 17 Jahren, schloss sie sich in der Bretagne der Résistance an. Die Widerstandsgruppe, der sie angehörte, nannte sich „Georges France-31“.
 
Am 22.5.1942 wurde sie und ihre Familie von der Gestapo verhaftet. Nach Gefängnisaufenthalten in Rennes, Angers, Santé und Fresnes wurde sie mit der Mutter als „Nacht und Nebel Gefangene" in das Konzentrationslager Ravensbrück deportiert. Ihr Vater kam ins KZ Buchenwald, das er nicht überlebte.
 
Die Medizinstudentin arbeitete im Krankenrevier als Pflegerin. Zu der Zeit, als in diesem KZ die Neugeborenen systematisch in Wassereimern ertränkt wurden, half sie mit, ein Neugeborenes zu verstecken, dass dann bei jeder Inspektion der Baracken von Hand zu Hand gereicht wurde, um es vor der Entdeckung zu schützen. Kurz vor Kriegsende am 2.3.1945 wurden Mutter und Tochter in das Konzentrationslager Mauthausen verschleppt. Dort konnten beide im April 1945 durch eine Aktion des Roten Kreuzes befreit werden. Nach dem Krieg arbeitete sie in der Kinderpsychologie.
 
Quellen: Fondation pour la mémoire de la Déportation

 
Helga Christensen, geb. Kalisch
 
Die Krankenschwester Helga Kalisch wurde am 21.7.1925 in Berlin geboren. Ihr Vater, der Jurist, Publizist und spätere Sprachlehrer Dr. Arnold Kalisch, geboren am 22.1.1882 in Berlin, und ihre Mutter Erna, geborene Schröder am 26.5.1889 in Berlin, engagierten sich während der Weimarer Republik mit federführend in der deutschen Friedensbewegung. Sehr schnell begriffen die Eltern, dass sie und ihre Tochter nach Hitlers Machtergreifung als überzeugte Pazifisten und Juden gefährlich lebten.
 
Die Familie besaß ein kleines Haus in Rönshoved in Dänemark und flüchtete bereits im April 1933 dorthin, nachdem in der Berliner Wohnung eine polizeiliche Hausdurchsuchung stattgefunden hatte. Da der Vater befürchtete, dass sie auf Suchlisten der Gestapo verzeichnet waren, überschritten sie illegal mit einem Fischkutter die Grenze. Die Flucht mag für Helga Kalisch als Siebenjährige noch ein Abenteuer gewesen sein. Doch zunehmend geriet die Familie in wirtschaftliche Not, da die Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten für den Vater nicht ausreichten. Er versuchte, die kleine Familie als Sprachlehrer mit Privatschülern zu ernähren. Am 14.7.1933 wurde Helga Kalisch mit ihren Eltern die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen.
 
Durch die steigende Kriegsgefahr ordnete die dänische Regierung an, dass die Flüchtlinge aus Deutschland aus dem direkten Grenzgebiet der dänisch-deutschen Grenze wegziehen. Familie Kalisch zog nach Vejle. Vermutlich machte Helga Kalisch hier ihre Ausbildung zur Krankenschwester. Mit der Besetzung Dänemarks durch die Wehrmacht geriet die Familie erneut in akute Bedrohung. Im Februar 1943 wurde der Vater verhaftet. Im Oktober 1943 entkam die Familie den Nazihäschern. Die Juden in Dänemark sollten deportiert werden, als, eingefädelt durch den deutschen Diplomaten Georg Ferdinand Duckwitz, in einer Nacht- und Nebelaktion 7000 der 8000 dänischen Juden die Flucht ins rettende Schweden ermöglicht wurde.
 
Helga Kalisch blieb in Schweden und heiratete am 24.2.1945 in Stockholm den aus Dänemark stammenden Erik Christensen, der wie sie ebenfalls ein Naziflüchtling gewesen war.
 

 

Maria "Maria" Cieslak-Wnuk

 

Die polnische Krankenpflegerin und Sanitäterin wurde am 7.9.1913 in Krotoszyn geboren. Maria Cieslak-Wnuk gehörte zur Armia Krajowa und arbeitete während des Warschauer Aufstandes im Krankenhaus am Luftwaffenstützpunkt „Luzyce“ mit Anna Dyrlacz zusammen.

 

Quelle: Encyklopedia Medyków Powstania Warszawskiego


 
 
 
 
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