Virtuelles Denkmal "Gerechte der Pflege"

"... die tolldreisten, machthungrigen Horden, sie konnten den Geist nicht morden!"


Piroska Blau

 

Über Piroska Blau existieren so gut wie keine Informationen. Die jüdische Krankenschwester soll aus einem jugoslawischen Land stammen, obwohl ihr Vorname eher auf eine ungarische Herkunft hindeutet. Eventuell war es aber auch nur eine Art Spitzname der ungarischen Juden, mit denen sie im Frühsommer in Gmünd in Niederösterreich eintraf.

 

Zu Fuß waren die etwa 1700 Menschen in mangelhafter Bekleidung und unzureichender Nahrung von Budapest nach Gmünd getrieben worden, wo man sie in einem alten Getreidespeicher unterbrachte.

 

Piroska wurde von Zeitzeugen als sehr engagierte Krankenschwester beschrieben, zum Beispiel von Jolan Klein, eine ehemalige Zwangsarbeiterin aus der Gmünder Kartoffelfabrik. Im März 1945 sollten die Gefangenen in ein Vernichtungslager deportiert werden.

 

Mit Hilfe des ansässigen Amtsarztes Dr. Arthur Lanc, seiner Frau und dem Oberförster Christ gelang Piroska Blau vor der Deportation die Flucht.

 

Quellen: Die Gerechten Österreichs: Dr.med. Arthur und Maria Lanc - 1986


 

Samuel Bleekrode

 

Samuel Bleekrode, geboren am 17.6.1893, seine Ehefrau Vrouwtje Bleekrode-Presser, geboren am 28.10.1892 und sein Sohn Mozes Bleekrode, geboren am 29.9.1924, wurden in Amsterdam geboren. Zuletzt lebten sie in der Transvaalstraat 117 bovenhuis in Amsterdam.

 

Der Krankenpfleger und seine Frau wurden am 11.2.1944 in Auschwitz ermordet, sein Sohn kam dort bereits am 30.9.1942 um.

 

Quelle: Joods Monument


 

Jeannette Blits

 

Die Krankenschwester Jeannette Blits, geboren am 22.12.1897 in Amsterdam, lebte in Amsterdam in der Plantage Kerklaan 10 II mit Aleida und Aaltje Blits zusammen. Das Verwandtschaftverhältnis ist noch nicht klar.

 

Die Frauen wurden von den Nazis nach Sobibor verschleppt. Alle Drei wurden dort ermordet, Jeannette Blits am 9.7.1943.

 

Quelle: Joods Monument


 

Sara Blitzer

 

Sara Blitzer wurde am 5.7.1913 in Chzarnow in Polen geboren. Die Krankenschwester war verheiratet und hatte sich scheiden gelassen. Als staatenlos erklärt wurde sie im belgischen SS-Sammellager Mechelen interniert. Von dort wurde sie am 29.8.1942 mit dem VI Deportationszug unter der Nummer 2 in das KZ Auschwitz-Birkenau gebracht. Deshalb muss befürchtet werden, dass sie den Holocaust nicht überlebte.

 

Ich danke für die Recherche Frau Laurence Schram vom Jüdischen Deportations- und Widerstandsmuseum (JDWM) in der ehemaligen Mechelner Dossinkaserne.


 

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