Virtuelles Denkmal "Gerechte der Pflege"

"... die tolldreisten, machthungrigen Horden, sie konnten den Geist nicht morden!"


Gertrud Aufhäuser

 

Die Krankenschwester Gertrud Aufhäuser wurde 1914 in Augsburg geboren. Ihr Vater Albert Aufhäuser, geboren 1877 in Oettingen, leitete ein Familienunternehmen, die Augsburger Likörfabrik „Adolf Rosenfelder“ in der Hermanstraße 23. Ihre Mutter, die 1885 in München geboren wurde, hieß Elsa, geborene Guttman. Gertrud hatte noch einen fünf Jahre älteren Bruder namens Hans. 1933 legte sie in der Maria-Theresia-Schule das Abitur ab.

 

Die Ehe der Eltern zerbrach. Gertrud und ihre Mutter emigrierten in die USA. Ihr Vater starb 1942 in Theresienstadt. Gertrud Aufhäuser starb 1993 in New York.

 

Quelle: Werner M. Loval, der Cousin von Gertrud Aufhäuser


 

Ernestine Aufricht

 

Ernestine Aufricht wurde nur Erna genannt und war die jüngere Schwester von Johanne Aufricht. Sie wurde am 13.1.1882 in Budapest, Ungarn, geboren. Bereits 1883 starb ihre Mutter, sodass sich Erna an ihre Mutter im Gegensatz zur älteren Schwester nicht erinnern konnte. Der Vater gab die beiden Mädchen in die Obhut eines evangelischen Internates in Budapest. 1887 erteilte er die Erlaubnis zur Taufe der Mädchen und übertrug alle Erziehungsrechte an die Heimleiterin und ihre Mitarbeiterin. Schon früh reifte bei den Schwestern der Wunsch, Diakonissen zu werden. Am 4.7.1898 trat Erna Aufricht als Diakonissenschülerin in die Kaiserswerther Diakonie ein und wurde 1903 eingesegnet. Als Kaiserswerther Diakonisse erhielt sie die deutsche Staatsbürgerschaft.

 

Erna Aufricht ließ sich als Volksschullehrerin ausbilden und arbeitete nach der bestandenen Prüfung für das Lehramt 1902 in Hilden, Horchheim und Kaiserswerth in den dortigen Diakonieschulen und angeschlossenen Heimen. Bei den Schülerinnen war sie sehr beliebt und wurde zwar als streng und energisch beschrieben, aber auch als gut und liebevoll. Zur Pflege kam sie durch den I. Weltkrieg. Von 1914 bis 1918 half sie im Lazarett in Hilden. Für ihre Arbeit in der Verwundetenpflege in Hilden erhielt sie eine staatliche Auszeichnung.

 

In der Schwesternschaft spielte ihre jüdische Abstammung keine Rolle und war vermutlich vielen Mitschwestern auch gar nicht bekannt. Nach der Machtübernahme interessierten sich die neuen Machthaber zunächst nicht für die Diakonissen, sodass Erna und Johanne Aufricht die ersten Jahre unbehelligt blieben. Wodurch die Schwestern in das braune Mühlwerk gerieten, ist heute nicht mehr eindeutig feststellbar. Johanne hatte 1941 in einem Fragebogen wahrheitsgemäß ihre jüdische Abstammung angegeben. Aber Erna war bereits vorher bei der Gestapo aktenkundig geworden. Der Spionageabteilung der Gestapo war in der Postkontrolle eine Karte in die Hände gefallen, die Erna an einen evangelischen Pastor in Ungarn geschickt hatte. Zwar wurden die Vorgänge durch die Gestapo als harmlos eingestuft, aber man war aufmerksam geworden und hatte in diesem Zusammenhang herausgefunden, dass ihre Schwester Johanne ebenfalls in der Kaiserswerther Diakonie war.

 

Die Leitung der Kaiserswerther Diakonie war sich der Gefahr bewusst, in der sich die Geschwister Aufricht befanden. Auch deshalb, weil sie sich nicht sicher waren, ob in der großen Diakonieeinrichtung nicht auch Nazianhänger oder –spitzel waren. Zwar fühlten sich die Beiden weder zu alt noch arbeitsunfähig, aber man entfernte die 65- und 59jährigen Schwestern aus dem Berufsleben, in der Hoffnung, sie so der Öffentlichkeit zu entziehen und damit auch dem Interesse des braunen Mobs. Erna hatte bereits vorher ihre Beschäftigung als Lehrerin und Erzieherin aus Sicherheitsgründen aufgeben müssen. Nun konnte sie auch nicht mehr den Bürodienst ausüben. Die Hoffnungen, mit diesen Maßnahmen die Schwestern zu schützen, wurden enttäuscht.

 

Mitverantwortlich für die folgenden Ereignisse war Georg Pütz, damaliger Kriminaloberassistent und Leiter des sogenannten Judenreferates in Düsseldorf. Pütz, ein brutaler Fanatiker, machte regelrecht Jagd auf Juden. Dabei überschritt er oft die Grenzen des Erlaubten, nahm auch sogenannte geschützte "Halbjuden" oder Juden aus Mischehen fest und ließ sie sogar wider Nazirichtlinien und Gesetzen deportieren. Die Geschwister Aufricht gehörten in seinen Zuständigkeitsbereich. Es war klar, dass sie von dieser Seite keine Menschlichkeit zu erwarten hatten. (Pütz wurde 1949 zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt und im Juni 1952 auf Bewährung entlassen. Gnade für den Täter, während überlebende Opfer um ihre Ansprüche kämpfen mussten.) 

 

Aus den Erinnerungen von Schwester Karin von Ruckteschell, damalige Oberin:

"....kam die Aufforderung an unsere beiden Schwestern, sofort vor der Gestapo in Düsseldorf zu erscheinen. Wir nahmen ein Taxe, und ich fuhr mit ihnen hin. Wir hatten wohl alle drei die gleiche Angst. Wir verabredeten: ´Ich geh auf jeden Fall als erste zur Verhandlung - zunächst allein.´ Wir mußten in einem offenen Vorraum - einer kleinen Halle – unten im Hause warten. Da erschien auf der Treppe ein Mann (Georg Pütz), sah auf uns herunter und rief mich sehr unfreundlich an: ´Sind Sie auch aufgefordert, hierher zu kommen?´ - ´Nein, aber ich bitte darum, daß Sie mich zuerst anhören, ehe Sie mit diesen Schwestern sprechen.´ - ´Ist unnötig - Sie können nach Hause gehen.´ Damit verschwand er......" Die Vorsteherin blieb und ging nach Aufruf der Schwestern zunächst alleine in den Verhandlungsraum. ".......Ich merkte ihnen die Wut an, daß ich´s gewagt hatte, gegen seinen Befehl doch zu kommen. Er tat, als sei ich Luft und blieb ohne Gruß an seinem Schreibtisch sitzen. Ich stellte mich vor, als Vorsteherin der Kaiserswerther Anstalten, setzte mich ihm gegenüber auf den Stuhl, der dort stand und fing an, ihm zu sagen, weshalb ich mitgekommen sei ..."

 

Bei Pütz stießen die Erklärungen, Bitten und Eingaben für die Schwestern auf taube Ohren. Sein unentwegter Kommentar lautete nur: "Sie sind aber doch Juden!" Karin von Ruckteschell erkannte: "....da drinnen saßen unsere Feinde – Todfeinde – und auch das wurde mir damals klar: Wenn wir den Krieg gewinnen sollten, so wird es uns, den bekennenden Christen, ebenso gehen wie den Juden jetzt......." Immerhin konnte Schwester Karin deutlich machen, dass die Geschwister Aufricht nicht alleine waren. Und nicht nur sie versuchte sich für Erna und Johanne stark zu machen. Pastor von Lüttichau begab sich zur Gestapo in Düsseldorf und Berlin. Er ließ persönliche Beziehungen spielen, sodass es ihm gelang, zu dem Hauptverantwortlichen für die Deportationen, Obersturmbannführer Eichmann, vorzudringen.

 

Er kehrte niedergeschlagen nach Kaiserswerth zurück, da er lediglich unverbindliche Zusagen erhalten hatte. Am gleichen Tage ließ er die Diakonissen des Feierabendheimes II zusammenrufen, wo Erna und Johanne lebten. Die Diakonissen wurden befragt, ob sie damit einverstanden seien, mit den jüdischen Mitschwestern im gleichen Haus zu wohnen. Hintergrund dieser Befragung war ein Gesetz, dass regelte, dass es für "arische" Volksgenossen nicht zumutbar sei, mit Juden unter einem Dach zu leben. Einstimmig waren die Diakonissen einverstanden. Die Geschwister Aufricht verließen nicht mehr das Haus. Pastor von Lüttichau hatte sich dafür verbürgt, dass sie sich nicht in der Öffentlichkeit zeigten, um zu erreichen, dass durch diese Maßnahmen die drohende Deportation ausgesetzt würde.

 

Schwester Johanne schrieb dazu: "... Herr Pastor von Lüttichau hatte inzwischen sein Möglichstes getan, daß wir in Ruhe im Feierabendhaus bleiben konnten. Dann kam eine bittere Zeit über uns. – Wir durften das Haus nicht verlassen. Erna war tapfer – wir nahmen alles aus Gottes Hand..........Wie dankbar waren wir für jeden Besuch. Auch hatten wir das Radio – allmorgendlich unsere Andacht und Sonntag den Gottesdienst. Erna hatte weiter ihre Schreibarbeit und ich sorgte für heile Strümpfe fürs Lazarett. So saßen wir oft in Ernas Zimmer ..."

 

Am 27.2.1942 erschien Pütz in Begleitung eines anderen Gestapobeamten in Kaiserswerth, um die Geschwister Aufricht zu kontrollieren. Pastor von Lüttichau begleitete die Beiden zu den Schwestern. Angesichts seiner Beziehungen und Intervention in Berlin benahmen sich diesmal die Gestapobeamten korrekt. Dem Pastor wurde beim Abschied von Pütz versichert, dass die Isolierung der Schwestern ausreichend, alles in Ordnung sei und sie verbleiben könnten. Diese Versicherung war anscheinend nur ein Manöver, um die Betroffenen in Sicherheit zu wiegen und ihre Helfer davon abzubringen, weitere Schritte zu ihrem Schutz zu unternehmen. Denn in Kaiserswerth hatte man bereits überlegt, Erna und Johanne ins rettende Ausland zu bringen, obwohl eine Ausreise für Juden 1942 fast unmöglich war.

 

Der Pastor war in Schlesien im Kurzurlaub, als die Katastrophe hereinbrach. Obwohl sich die Geschwister an die Auflagen gehalten hatten, erhielten sie am 13.7.1942 entgegen der Zusagen die Aufforderung, sich am 20.7.1942 auf dem Derendorfer Bahnhof in Düsseldorf einzufinden.

 

Pastor von Lüttichau erreichte diese Nachricht erst am 17.7., umgehend telefonierte er mit den maßgeblichen Stellen in Berlin. Doch diesmal konnte er nichts zugunsten der Schwestern erreichen. Nachdem auch Karin von Ruckteschell einsehen musste, dass alle Fürsprachen und Interventionen sinnlos waren, versuchten die Diakonissen fieberhaft, Erna und Johanne, die nicht in ihrer Diakonissentracht reisen durften, anständig auszustatten. Sie ahnten nicht, dass diese Bemühungen vergebene Mühe waren, da den Schwestern bereits auf dem Derendorfer Bahnhof Geld, Wertsachen und Koffer abgenommen wurden.

 

Im städtischen Schlachthof warteten sie unter Bewachung auf ihre Deportation nach Theresienstadt, wo sie mit dem Transport VII/1 am 22.7.1942 ankamen. Unter der Nummer VII/1 24 wurde Erna Aufricht im Ghetto Theresienstadt registriert.

 

In Theresienstadt widmete sich Erna wie ihre Schwester Johanne der Pflege. Sie wurde in dem Zimmer, in das man sie, die Schwester und zehn Frauen aus Düsseldorf eingewiesen hatte, zur Zimmerältesten bestimmt. Ihre Tatkraft, Freundlichkeit und liebevolle Art machte sie bei den Leidensgenossinnen außerordentlich beliebt.

 

Im Dezember 1942 kam Schwester Johanne durch einen Unfall ins Revier. Nun lastete die Arbeit und Verantwortung für die Pflege der kranken Hausgenossen alleine auf Erna. Sie beklagte sich nicht, aber ihre Überarbeitung unter den widrigen Lebensumständen wurde sichtbar. Ihre Typhuserkrankung im Januar 1943 war wohl auch eine Folge der Überanstrengung. Im März wurde sie aus dem Krankenhaus entlassen, konnte ab April auf eigenen Wunsch wieder arbeiten. Ende des gleichen Monats bekam Erna Aufricht von der Ghettoverwaltung die Bestätigung als Krankenschwester. Ihre Schwester hatte sich nicht bestätigen lassen, damit sie nicht getrennt würden.

 

Im Januar 1944 erkrankte Schwester Erna an einer Lymphangitis. Mehrere Operationen musste sie über sich ergehen lassen, sie nahm erheblich ab, ein echter Heilungsverlauf stellte sich nicht ein. Bereits im August 1944 sollte Erna "verschickt" werden. Johanne und andere unbekannt gebliebene Menschen setzten sich dafür ein, dass Erna zurückgestellt wurde. Im Oktober wurde sie in ein anderes Revier verlegt und von da einem Transport nach Auschwitz zugeteilt. Nachdem dieser Abtransport nicht verhindert werden konnte, versuchte ihre Schwester Johanne vergeblich, ebenfalls in den Transport zu kommen. Bis zuletzt hoffte und betete Johanne, ihre Schwester Erna wiederzusehen. Vergeblich. Als Todestag von Erna Aufricht wurde der 19.10.1944 bestimmt.

 

Todeserklärung für Schwester Erna Aufricht - Übersetzung - Auszug:

 Praha, den 8. 11. 1946

Bestätigung

Das Ministerium für Soziale Fürsorge bestätigt auf Ihr Ersuchen und nach erfolgter Erhebung, daß Ernestine Aufricht geb. am 13. 1. 1882, wohnhaft zuletzt in Düsseldorf, am 19. 10. 1944 aus sog. Rassegründen deportiert worden ist aus Theresienstadt nach Osviedcim, und es ist wahrscheinlich, daß sie dort getötet worden ist, denn alle Personen, die über 50 Jahre alt waren oder unter 14 Jahre, die aus sogenannten Rassegründen nach dem Osten transportiert worden waren, wurden später von den Deutschen getötet. Diese Bestätigung wird nach der Bestimmung des Paragraphen 17, Abschnitt 2 des Dekrets des Präsidenten der Republik ausgestellt, womit die Bestimmung über die Totmeldung geregelt worden ist, als Ausweis für des Todeserklärung.

Für den Minister

Unterschrift

 

Auf dem Diakonissenfriedhof erinnert an Erna Aufricht eine Gedenktafel. Eine Straße auf dem Kaiserswerther Diakoniegelände trägt heute den Namen: "Geschwister-Aufricht-Straße".

 

Quellen: Ich danke für diese gründliche Recherche und Bildmaterial dem Archiv der Fliedner Kulturstiftung Kaiserswerth. Sehr zu empfehlen: "ist verpflichtet den judenstern zu tragen - eine dokumentation über johanne und erna aufricht kaiserswerth theresienstadt auschwitz" von Ruth Felgentreff, Herausgegeben im Auftrag der Schwesternschaft des Diakonissenmutterhauses Kaiserswerth, Diakoniewerk Kaiserswerth 1973, Aussaat Verlag Wuppertal.


 

Johanne Aufricht

 

Johanne Aufricht war Ernestine, genannt Erna, Aufrichts Schwester. Sie wurde am 10.8.1876 zu Preßburg in Ungarn geboren. Bereits 1892 war Johanne Probeschwester in der Kaiserswerther Diakonie. Aus gesundheitlichen Gründen musste sie jedoch wieder ausscheiden.

 

Sie erholte sich und konnte so mit ihrer Schwester Erna am 4.7.1898 endgültig in die Diakonissengemeinschaft eintreten.

 

Ab 1900 arbeitete sie im Deutschen Diakonissenhospital in Kairo. 1908 erwarb Johanne Aufricht ihre Anerkennung als staatlich geprüfte Krankenpflegerin. Aufgrund eines Gehörleidens wechselte sie später als Helferin in die Apotheke.

 

Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges war sie ab 1914 in der Mutterhausapotheke für das Lazarett beschäftigt, ab 1916 arbeitete sie als Apothekerschwester in der Apotheke des Evangelischen Krankenhauses Mülheim-Ruhr. In Anerkennung ihrer Kriegsverdienste in der Verwundetenfürsorge wurde ihr die Rote-Kreuz-Medaille verliehen.

 

Ende 1941 berief die Mutterhausleitung sie nach Kaiserswerth zurück. Ausschlaggebend für die dortige Abberufung waren Bedenken zur Sicherheit der Diakonisse. Vorrausgegangen war ein Fragebogen, in dem Johanne Aufricht wahrheitsgemäß ihre jüdische Abstammung angab.

 

Später schrieb dazu Johanne: "November 1941 mußte ich mein altes Arbeitsfeld, wo ich 26 Jahre gearbeitet hatte, verlassen, um meinen Feierabend zu nehmen. Nicht weil ich nicht mehr konnte, sondern weil wir wähnten vor Gestapo sicherer zu sein."

 

Wie berechtigt die Sorgen waren, zeigte ein Einschreiben vom 16.2.1942 von der Jüdischen Kultusvereinigung `Synagogengemeinde Düsseldorf` an "Fräulein Johanna Sara Aufricht", in dem sie über ihre Pflicht, den Judenstern zu tragen, aufgeklärt wurde. Beiliegend drei Judensterne, die ihr mit 0,30 RM berechnet wurden.

 

Alle Interventionen halfen nicht. Über ihre Einweisung in das Sammellager im Düsseldorfer Schlachthof berichtete später Johanne: "... Als wir kamen, waren schon Tausende da. Die armen Menschen waren eingepfercht wie die Heringe. Beim Empfang nahm man uns alles Geld ab und die Regenmäntel. Es war dort ein menschenunwürdiges Dasein. In der Nacht wurden alle aufgerufen. Die Feder sträubt sich, diese Elendsnacht und die Vormittagsstunden aufzuschreiben. Am Morgen regnete es in Strömen und wir mußten im Regen warten, bis wir in die bestimmten Wagen eingeteilt wurden. Ein alter Herr, Ehrenbürger aus Essen, sprach uns allen Mut zu. Wir fuhren und fuhren ins Dunkle, Ungewisse, aber Gott begleitete uns, sonst wären wir auf dieser Nacht- und Tagesfahrt zerbrochen ..."

 

Unter der Nummer VII/1 25 wurde Johanne Aufricht im Ghetto Theresienstadt registriert. Über ihre Ankunft schrieb sie: "... Die Ankunft in der toten Stadt ist kaum zu beschreiben. Alle mußten sich registrieren lassen. Wir waren jetzt nur Nummern. Dann wurde man nochmals nach Gold und Wertsachen und Batterien untersucht und alles wurde fortgenommen. Unsere Koffer haben wir überhaupt nie zu Gesicht bekommen. Nach stundenlanger Wartezeit bekam man einen Wohnungsschein.

 

Theresienstadt war ausgestorben. Im Trauerschritt zogen wir in die Stadt hinein. Man begegnete eben niemandem, weil alle Einwohner die Stadt verlassen hatten und ließen uns nicht einmal einen Nagel. Bitter war der Anfang. Erna und ich kamen in ein kleines Haus, 140 Personen, sonst wohl zehn. Wir bekamen ein Zimmer mit zehn Düsseldorfer Frauen, eine davon war sehr krank. Als Gepäck hatten wir nur, was wir mitnehmen konnten: unsere Decke, Mantel und Kissen. So lagen wir nun nachts auf der Erde und deckten uns mit dem Mantel zu. Am Tag saßen wir auf dem Gepäck.... Bald fingen verschiedene Männer an, sich kleine Bänkchen zu zimmern. Erna und ich kauften uns zuerst einen Nagel um eine Schnitte Brot. So konnten wir unsere Mäntel aufhängen, später ein Bänkchen um Brot, Butter und Zahnpasta ..."

 

"... Von der ersten Nacht an haben wir unsere Kranken betreut.....Bald kannten wir alle Insassen des Hauses. Erna und ich hatten den Tag über vollauf zu tun. Gab es doch unter der großen Zahl mehrere Kranke. Nach und nach hatte die Stadtverwaltung Blockärzte eingesetzt, die die Patienten täglich besuchen mußten. Jedes Haus bekam eine Schwester zur Pflege für die Patienten. Die Not wurde groß, da vorerst keine Wäsche, kein heißes Wasser zu haben war. Mit der Zeit wurde es etwas besser.....Wir machten täglich Visite mit dem Arzt. Dann holte Erna die Arzneien aus der Gerichtskaserne - oft nüchtern, da unsere Brotration nicht reichte. Dennoch hielten wir länger aus als viele und blieben gesund."

 

Am 6.12.1942 erlitt Schwester Johanne bei der Arbeit einen Unfall. "... Im Schnee und Eis holten wir von der Pumpe Wasser. Eines Morgens hatte ich gerade die Waschschüssel für eine Kranke gefüllt, da kam ein Mann, stieß mich beiseite, und ich kniete auf der Eisplatte - Kniescheibe kaputt. Gleich ins Krankenhaus. Nun wurde es meiner Schwester zu viel. Sie bekam keine Hilfe, und sie wurde immer elender. Doch sie gab es nicht zu ..."

 

Hunger, Mangel, Not, Kälte, schwere Arbeit, eigene Erkrankung konnten Schwester Johanne und ihr Gottvertrauen nicht erschüttern, solange sie mit ihrer Schwester Erna gemeinsam das Elend ertrug. In ihren Aufzeichnungen über Theresienstadt beschrieb sie Erna als ihre Schwester, Freundin und Heimat. Die jüngere Schwester war auch eine wichtige Stütze für sie in der Kommunikation angesichts ihrer hochgradigen Schwerhörigkeit.

 

Nach Ernas Deportation nach Auschwitz im Oktober 1944 litt sie unter Einsamkeit. Sie schrieb: "... Am 17. Oktober kam das Verhängnis über uns. Erna kam ganz früh in unser Haus. Ich erstaunt: ,Was ist, Erna?' ,Ich muß fort.' Ich sagte: Dann gehe ich mit.' Machte sofort eine Eingabe, aber mein Bitten half nichts. Ein Schreiben erhalten: ,Altersgrenze überschritten.' Dennoch habe ich auch meine Sachen gepackt. Ich bin mit ihr in die Kaserne, wo sich wohl schon 1000 Menschen versammelt hatten. Wir fanden ein nettes Zimmer mit mehreren Personen und warteten auf alles gefaßt. Erna sagte: ,Ich fürchte mich nicht. Gott geht mit.' Zusammen beteten wir noch: Jesu geh voran. Am Abend kam ich noch einmal mit einer Grazer Diakonissin. (Anmerkung: Margit Frankau) Erna empfing mich mit den Worten: ,Ich bin jetzt ruhiger, weil Du in sechs Wochen nachkommst.' Wohin?? Am nächsten Morgen wollte ich mich endgültig verabschieden. Der Zug fuhr schon in der Nacht fort. Wer ermißt meinen Schmerz! ... Nun bin ich allein unter 40 000 Menschen ..."

 

Kurz darauf stürzte Johanne im dunklen Treppenhaus und brach sich den Arm. Im Krankenhaus erfuhr sie acht Tage lang etwas Trost in ihrer Einsamkeit durch Margit Frankau bis zu deren schwerer Erkrankung und Tod.

 

"19. (11.1944) Margit heimgegangen. - Heut früh um 7 Uhr. Erna und ich hatten am 17.10. als Abschiedsgeschenk ein Gesangbuch von ihr mit den Worten: ,Gottes Willen kennt kein Warum.´ Wie weh ist's ihrer Schwester (Paula Presinger) und mir ums Herz. Was wird noch über uns kommen. Herr hilf tragen und trösten."

 

Zu Kriegsende wurde die Lage im Ghetto immer unerträglicher. Die Nahrung wurde noch knapper, fehlendes Verbandszeug und Medikamente plus zusätzliche Wasserknappheit verschärften die Arbeitsbedingungen in der Pflege.

 

Dazu kamen nicht endenwollende Transporte neuer Häftlinge, die krank und verlaust mehr tot als lebendig eintrafen. Erst am 5.5.1945 hatte der Wahnsinn insoweit ein Ende, dass das Ghetto befreit wurde. Johanne Aufricht erlebte ihre Befreiung im allgemeinen Freudentaumel: "....Ich ging mit meiner Mahlzeit nach oben in meine Ecke und weinte. Armes Deutschland! Wo ist meine Erna?"

 

Am 11.5.1945 schrieb sie nach Kaiserswerth an Pastor von Lüttichau:

"... Als wir am 20. Juli 1942 von unserem Mutterhaus schweren Herzens scheiden mußten, dachten wir, es wäre für immer. Durch Gottes Fügung ist es anders geworden. Seit der Zeit haben wir hier und Sie drüben viel, viel Herzeleid erfahren. Dennoch waltete Gottes Gnade über all dem Jammer. Mein größter Kummer ist, daß ich nicht weiß, wo meine Erna ist ...... Theresienstadt ist im Zeichen der Rücktransporte. Böhmen und Mähren werden teils mit Autos abgeholt. Wann wir drankommen, ist unbestimmt ..."

 

Der Abtransport der Lagerinsassen vollzog sich nur schleppend. In der überfüllten Stadt war noch durch die letzten Transporte Flecktyphus eingeschleppt worden. Das wenige pflegerische und medizinische Personal war restlos überfordert, das Krankenhaus gnadenlos überbelegt, die zugesagte medizinische und pflegerische Hilfe durch die Rote Armee ließ auf sich warten. Dadurch blieben Erkrankte oft in den Zimmern. Auch Schwester Johanne pflegte mit ihren 68 Jahren eine Typhuskranke in ihrem Zimmer, argwöhnisch beobachtet von den Zimmergenossinnen, die eine Ansteckung kurz vor der Freiheit fürchteten.

 

Dazu notierte sie: "... auf mich achten die Frauen, ob ich auch ganz vorschriftsmäßig bin." Am 1.6.1945 stellte sie fest: "... Man lebt hier arg eng zusammen und bleibt doch fremd. Schade, schade. Einer hilft dem anderen nur unter Bedingungen. ... Koffer sind gepackt. Nur fort! Bin gespannt, wie ich fortkomme. ER sorgt für mich. Wenn ich nur Erna treffe."

 

Diesmal wurde ihr Gottvertrauen nicht enttäuscht. Bereits zu Beginn der Verfolgung verhielt sich die Diakonie in Kaiserswerth eindeutig zu ihren Schwestern und versuchten sie zu schützen. Eher eine Ausnahme in dieser Zeit. Und im Gegensatz zu anderen Einrichtungen hatte man die eigenen Verfolgten nicht vergessen. Im Kaiserswerther Mutterhaus setzte man alle Hebel in Bewegung, um die Geschwister nach Hause zu holen. Kein leichtes Unterfangen angesichts der zerstörten Infrastruktur. Durch einen glücklichen Zufall konnte die Vorsteherin von Kaiserswerth durch einen Nachbarn Johanne Aufricht aus Theresienstadt herausholen.

 

Aus den Aufzeichnungen von Johanne Aufricht: "6.6. Früh morgens stand ich im Hof und wusch einige Wäschestücke. Plötzlich steht eine junge unbekannte Frau vor mir und sagt: ,Guten Morgen, Schwester. Sie werden nach Kaiserswerth abgeholt.´ Die Worte nicht fassend: ,Ich, nach Kaiserswerth? Von wem denn?´ Ach Erna wärst du hier! ,Ein Herr aus Kaiserswerth holt seine Frau ab und da sollen Sie beide mit.´ Natürlich ließ ich alles liegen und lief mit der Frau zu Frau Sch. aus Kaiserswerth, die in der Magdeburger Kaserne wohnte. In meiner Erregung lief ich mit der nassen Schürze los. Lieber Gott, hilf! Freud und Leid, Dankbarkeit und Angst arbeiteten in mir. Schwer war es, zu Frau Sch. zu gelangen. Tausende Menschen standen auf den Treppen vor den Türen, da die Kaserne nicht nur Wohnstätte für viele Hunderte war, sondern auch Hauptamt für alles ... Endlich fanden wir Frau Sch's. Zimmer, das sie mit vier anderen bewohnte. Sie war mir keine Fremde und war sehr freundlich und sagte, wir müßten sorgen bis morgen alles erledigt zu haben. Wie gut, daß ich alles gepackt habe. Vieles habe ich anderen Transportlern verschenkt. Noch kann ich die wunderbare Hilfe nicht begreifen. Ich darf zurück ins Mutterhaus. Ob ich Erna irgendwo treffe?"

 

Über ihre Heimreise berichtete sie: "... Da wir kein Benzin haben, werden wir an ein.....Auto gehängt.... Hinaus in die Freiheit. – Mein Gott, wie dank ich Dir, wenn nur Erna bei mir wäre."

 

Drei Tage dauerte die Fahrt von Theresienstadt zur Stadt Hof. Johanne Aufricht befand sich in einem derartig desolaten Zustand, dass sie erst in Hof gepflegt und aufgepäppelt wurde, um die Heimreise nach Kaiserswerth zu überstehen.

 

Am 2.8.1945 traf sie endlich in Kaiserswerth ein, wo sie ihren Lebensabend verbrachte. Ihre Erlebnisse schrieb sie dann auf Bitten der Vorsteherin nieder. Ansonsten schwieg sie eher zu den Vorkommnissen in Theresienstadt. Am 18.8.1963 starb Johanne Aufricht kurz nach ihrem 87. Geburtstag.

 

Quellen: Ich danke für diese gründliche Recherche und Bildmaterial dem Archiv der Fliedner Kulturstiftung Kaiserswerth. Sehr zu empfehlen: "ist verpflichtet den judenstern zu tragen - eine dokumentation über johanne und erna aufricht kaiserswerth theresienstadt auschwitz" von Ruth Felgentreff, Herausgegeben im Auftrag der Schwesternschaft des Diakonissenmutterhauses Kaiserswerth, Diakoniewerk Kaiserswerth 1973, Aussaat Verlag Wuppertal.


 

Schwester Maria Angela - Maria Cäcilia Autsch

 

Am 26.3.1900 wurde Maria Autsch als fünftes von sieben Kindern des Ehepaares Autsch in Rölleken im Sauerland geboren. Früh begann sie in zu arbeiten, um zum Familienunterhalt beizutragen. Mit 33 Jahren entschloss sie sich, der Schwesterngemeinschaft der Trinitarierinnen beizutreten, einem ursprünglich spanischen Orden. Nach dem Anschluß Österreichs geriet das Kloster Mötz zunehmend in Bedrängnis und sollte beschlagnahmt werden. Das Kloster wehrte sich mit dem Hinweis, dass es spanisches Eigentum sei und kontaktierte den spanischen Konsul in Wien. Die Nationalsozialisten fürchteten Auseinandersetzungen mit der befreundeten spanischen faschistischen Regierung und verzichteten auf die Enteignung des Klosters.

 

Doch diese Ereignisse führten dazu, dass das Kloster ins Visier der Gestapo geriet. Eine Denunziation der Schwester Angela kam ihr daher sehr gelegen. Sie soll gesagt haben, dass "Hitler eine Geißel für ganz Europa" sei. Außerdem legte man ihr das Abhören "feindlicher" Radiosender zur Last. Sie wusste um die Versenkung eines deutschen Kriegsschiffes, bei dem viele deutsche Soldaten ums Leben gekommen waren. Um die Moral nicht zu schwächen, unterlag diese Information strengster Geheimhaltung. Beim Einkaufen informierte sie andere Frauen über den Vorfall. So wurde Schwester Angela am 12.8.1940 verhaftet und in das Innsbrucker Polizeigefängnis geschafft. Die offizielle Begründung lautete auf "Beleidigung des Führers" und "Aufwiegelung der Bevölkerung". Versuche, ihre Freilassung durch Gnadengesuche, Eingaben und Hilfeersuchen an den spanischen Konsul zu erreichen, brachten nichts. Eher wirkten sie beschleunigend, vollendete Tatsachen zu schaffen. Bereits drei Wochen später kam Schwester Angela als Häftling 4651 mit dem roten Winkel ohne Gerichtsverhandlung in das KZ Ravensbrück.

 

Geduldig ertrug sie die besonderen Schikanen der SS, die besonders den Ordensschwestern galten. Die Mitgefangene Maria Rosenberger: Einige der Aufseherinnen haben Angela auch bewusst schikaniert, weil sie eine Nonne war. Aber das hat ihr nichts ausgemacht. Sie hatte ein besonderes Lächeln, und wie gern hat sie mit uns gelacht. Wenn sie mir morgens heimlich zuwinkte - sie stand im Nachbarblock - freute ich mich den ganzen Tag. Maria war wie ein Sonnenstrahl in der finsteren Hölle. Ich fragte sie manchmal: Wovon lebst du denn, wenn du dein Brot immer weggibst? Sie antwortete: Wenn ich Hunger habe, bete ich. Dann vergesse ich. Dabei sah sie mit ihren Bäckchen aus wie das blühende Leben, auch wenn sie hungerte ...

 

Zuerst arbeitete die Ordensschwester im Außendienst, später im Krankenrevier. Am 25.3.1942 wurde sie in das KZ Auschwitz verlegt, einen Tag später entstand ein Polizeifoto in Sträflingskleidung von ihr.

 

Auch dort wurde sie dem Krankenrevier zugeteilt. Zwischen ihr und der slowakischen Ärztin Margita Schwalbová entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Als Margita wie viele andere Frauen an Flecktyphus erkrankte, wurde sie von Schwester Angela gesund gepflegt. Später erkrankte sie selber an der Krankheit, überstand aber die Erkrankung trotz ihres schweren Herzleidens. 1947 schrieb Margita Schwalbová über die Ordensschwester: ... Was sie im Konzentrationslager Auschwitz für ihre Mithäftlinge tat, tat sie mit großer Selbstverständlichkeit und Natürlichkeit, nur aus einem großen menschlichen Gefühl, leidenden Menschen helfen zu müssen. Tausendmal brachte sie sich selber in Gefahr, unzählige Male gefährdete sie dadurch ihr eigenes Leben, aber sie zögerte nie, keinen Augenblick. Sie ging ihren geraden leuchtenden Weg ...

Häftlinge bezeichneten die Ordensfrau als „Engel von Auschwitz“.

 

Am 15.5.1943 wurde Schwester Maria Angela in das SS-Lazarett zur Pflege ihrer Peiniger versetzt. So, wie später die Gestapo Margarete Armbruster nach ihrer Verhaftung anbot, das Ordensgewand gegen die Freiheit als Braune Schwester zu tauschen, unterbreitete man auch Schwester Angela inmitten des Horrors von Auschwitz diesen Vorschlag. Und Maria Cäcilia Autsch, Zeugin der unglaublichsten Verbrechen an den Häftlingen, ständig existentiell bedroht, lehnte dankend ab. Die Umstände ihres Todes kann man nur als tragisch bezeichnen. Viele Häftlinge in Auschwitz sehnten sich alliierte Flugzeuge herbei, hofften, dass endlich das Krematorium und die Gleisanlagen bombadiert würden, um den Massenmord zumindest zu behindern. Am 23.12.1944 kamen Flugzeuge. Die Bomben trafen das SS-Lazarett.

 

Schwester Angela erlitt einen Herzinfarkt, an dem sie verstarb. Nicht nur Christen, auch Juden, Zeugen Jehovas, Atheisten oder Kommunisten in Ravensbrück und Auschwitz trauerten um die katholische Ordensschwester. Ihr hinterlassenes Erbe waren etwa 100 Briefe aus ihrer Haftzeit, die von ihrem tiefen Glauben zeugten. Am 8.3.1990 eröffnete der Wiener Erzbischof, Hans Hermann Kardinal Groer den Seligsprechungsprozess.

 

Quellen: Karin Nusko: Autsch Maria Cäcilia (Sr. Angela)Universität Wien 


 

Herta Marie von Ayx

 

Herta Marie von Ayx war ab dem 1.5.1937 Generaloberin der Münchner Schwesternschaft des Deutschen Roten Kreuzes. Sie war die Nachfolgerin von Marie Birkner, die sich bei den Nationalsozialisten als Generaloberin unbeliebt gemacht hatte und deswegen aus dem Amt entlassen wurde. Die neue Generaloberin schluckte es noch, dass sich die Nazis aus dem Pensionsfond bedienten und versuchten, mit diesen Geldmitteln eine nationalsozialistische Kaderschule für Schwestern aufzubauen. Sie musste es auch schlucken, als BDM-Führerinnen den Unterricht in der Schwesternschule übernahmen. Als diese BDM-Führerinnen verlangten, dass aus den Unterrichts- und Schlafräumen die Kruzifixe verschwinden, platzte der Generaloberin der Kragen. Es kam zur offenen Konfrontation und Herta Marie von Ayx ereilte das gleiche Schicksal ihrer Vorgängerin und wurde abgesetzt.

 

Quelle: Schwesternschaft München, Bayerisches Rotes Kreuz e.V.


 

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