Virtuelles Denkmal "Gerechte der Pflege"

"... die tolldreisten, machthungrigen Horden, sie konnten den Geist nicht morden!"


Helena  "Ela" Babicka

 

Von Helena Babicka ist nur bekannt, dass sie zur Armia Krajowa gehörte und während des Warschauer Aufstandes als Sanitäterin arbeitete.

 

Quelle: Encyklopedia Medyków Powstania Warszawskiego


 

Halina Marianna „Siostra“ Babicka

 

Halina Babicka wurde am 10.7.1911 geboren. Sie gehörte zur Armia Krajowa und arbeitete während des Warschauer Aufstandes im 2. Bezirk unter Kommandant Mieczyslaw Niedzielski als Sanitäterin.

 

Quelle: Encyklopedia Medyków Powstania Warszawskiego


 

Maria Babicka-Zachertowa

 

Maria Babicka wurde am 12.7.1892 in Lódz geboren. Ihre Eltern waren der Apotheker Zenona und die Lehrerin Marii z Osinskich. Zunächst machte sie eine pädagogische Ausbildung und arbeitete als Lehrerin. Im I. Weltkrieg arbeitete sie als Sanitäterin. Ab 1921 absolvierte sie an der Warszawskiej Szkoly Pielegniarstwa (Warschauer Krankenpflegeschule) die Ausbildung zur Krankenschwester. Danach wurde sie Oberschwester in einer Tuberkuloseklinik.

 

1925 erhielt sie ein Ausbildungsstipendium für Kanada und die USA und konnte ihre Ausbildung vertiefen und lernte die dortigen Standards kennen. Nach ihrer Rückkehr arbeitete sie im Gesundheitsministerium, war Sozialinspektorin im Innenministerium und wurde Präsidentin des Polnischen Verbandes der Berufskrankenschwestern. Sie war zuständig für die Pflegeausbildung, Personal- und Arbeitsorganisation, Spezialisierungen und Weiterbildung. Sie richtete neue Krankenpflegeschulen ein und sorgte für Stipendien für minderbemittelte Studenten der Krankenpflege. 1935 war sie maßgeblich an der Entwicklung des Pflegegesetzes beteiligt.

 

Maria war mit Dr. med. Marian Zachert verheiratet. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete sie im Szpitalu Dzieciatka Jezus, ein Kinderkrankenhaus. Von 1939 bis 1944 gehörte das Ehepaar dem Widerstand und der Armia Krajowa an. Sie bildete heimlich Sanitäter aus. Mit ihrem Mann versteckte sie jüdische Mitbürger, die aus dem Ghetto geholt worden waren. Im Koordinationskomitee, in dem Kommunisten und Demokraten vertreten waren, wirkte das Ehepaar aktiv mit. Ihre Wohnung war ein Zentrum des Widerstandes.

 

Im Warschauer Aufstand setzten die Deutschen Besatzer auch die RONA ein, um den Polnischen Befreiungskampf niederzuschlagen. Die RONA war eine Division der Waffen-SS, die aus überwiegend russischen und ukrainischen Kollaborateuren bestand, die normalerweise für die Deutschen Partisanen bekämpften. In Warschau führten sie sich derart entmenschlicht auf, plünderten und mordeten wahllos, dass ihre Grausamkeit sogar der SS zuviel war und sie den Anführer der Division und seinen Stab in Lódz kurz nach der Niederschlagung des Warschauer Aufstandes nach einem kurzen Standgerichtsverfahren als Plünderer erschossen.

 

Ein Ziel der RONA war das Szpitalu Dzieciatka Jezus. In dem Kinderkrankenhaus war auch ein Stützpunkt der Armia Krajowa und Hilfsstelle für die verfolgte jüdische Bevölkerung. Die RONA-Schergen richteten unter dem Krankenhauspersonal und Patienten ein Massaker an. Maria Babicka-Zachertowa und ihr Ehemann Dr. med. Marian Zachert wurden am 7.8.1944 von den Bestien der Rona erschossen.

 

1947 wurde Maria Babicka-Zachertowa posthum die Florence Nightingale Medaille verliehen.


Quelle: Encyklopedia Medyków Powstania Warszawskiego; Wikipedia.pl; Muzeum Powstania Warszawskiego; VIA MEDICA


 

Pauline Juliane Bachrach

 
Pauline Juliane Bachrach wurde am 10.2.1917 geboren. Die jüdische Krankenschwester stammte aus Hamburg und war zuletzt wohnhaft Rutschbahn 25a. Weiterhin ist bekannt, dass sie dazumal nicht verheiratet war. Am 19.10.1942 wurde sie in das Ghetto Theresienstadt deportiert. In der Rutschbahn 25a erinnert ein Stolperstein an die Krankenschwester. 1944 wurde sie nach Auschwitz und Bergen Belsen deportiert. Heute erinnert an Pauline Juliane Bachrach in Hamburg ein Stolperstein.
 
Quellen: Deportation Assembly Points: No. 38 Altonaer Straße/No. 120 Schanzenstraße, Universität Hamburg - Wilhelm Mosel, Deutsch-Jüdische Gesellschaft (ohne Datum)

 
Emma Bär
 
Emma Bär wurde am 30.5.1890, Gertrud Bär am 17.4.1888 in Windsbach geboren. Ihre Eltern hießen Leopold und Therese Bär, geborene Kahn. Zuletzt wohnten sie im Jüdischen Krankenhaus Fürth. Ob und welchen Beruf sie erlernten, ist bis jetzt nicht bekannt. Wahrscheinlich hatten sie keinen Pflegeberuf erlernt, da sie im Jüdischen Krankenhaus Fürth in der Pflege und Küche arbeiteten. Die Schwestern mussten allerdings ab 1.1.1939 im Jüdischen Krankenhaus das ausgeschiedene „arische“ Personal ersetzen, also überwiegend pflegerische Tätigkeiten ausüben. Emma und Gertrud Bär wurden am 22.3.1942 nach Izbica deportiert und dort vermutlich ermordet. Sie gelten als „verschollen“.
 
Quelle: Israelitische Kultusgemeinde Fürth, Memorbuch

 
Gertrud Bär
 
Gertrud Bär wurde am 17.4.1888, Emma Bär am 30.5.1890, in Windsbach geboren. Ihre Eltern hießen Leopold und Therese Bär, geborene Kahn. Zuletzt wohnten sie im Jüdischen Krankenhaus Fürth. Ob und welchen Beruf sie erlernten, ist bis jetzt nicht bekannt. Wahrscheinlich hatten sie keinen Pflegeberuf erlernt, da sie im Jüdischen Krankenhaus Fürth in der Pflege und Küche arbeiteten. Die Schwestern mussten allerdings ab 1.1.1939 im Jüdischen Krankenhaus das ausgeschiedene „arische“ Personal ersetzen, also überwiegend pflegerische Tätigkeiten ausüben. Emma und Gertrud Bär wurden am 22.3.1942 nach Izbica deportiert und dort vermutlich ermordet. Sie gelten als „verschollen“.
 
Quelle: Israelitische Kultusgemeinde Fürth, Memorbuch

 
Lotte Marianne Baer
 
Lotte Marianne Baer war die Tochter von Max und Else Baer und wurde am 22.4.1920 in Kattowitz geboren. Sie hatte noch einen Bruder namens Günter Martin Baer. Die Familie wohnte in Karlsruhe in der Sophienstraße.
 
Nach dem Besuch der Volks- und Mittelschule absolvierte Lotte Marianne noch eine zweijährige Handelsschule. Anschließend wurde sie Krankenschwester. Am 22.10.1940 wurde sie mit ihrer Mutter in das Lager Gurs in Frankreich deportiert. Von dort wurden sie am 2.9.1942 über Drancy nach Auschwitz verschleppt. In Auschwitz gab es kein Lebenszeichen mehr von Lotte Marianne Baer und ihrer Mutter, sodass vermutet werden muss, dass die Frauen direkt nach der Ankunft ermordet wurden. Auch ihr Bruder wurde in Sobibor oder Izbica umgebracht.
 
Quellen:Gedenkbuch für die Karlsruher Juden: Lotte Marianne Baer

 
 
 
 

 

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