Virtuelles Denkmal "Gerechte der Pflege"

"... die tolldreisten, machthungrigen Horden, sie konnten den Geist nicht morden!"


Bertha de Vries

 

Die Krankenschwester Bertha de Vries wurde am 7.1.1922 in Schagen geboren. Sie wohnte zuletzt in Appeldoorn. Bertha de Vries wurde am 5.2.1943 in Auschwitz ermordet.

 

Quelle: Joods Monument


 

Erna de Vries, geborene Korn

 

Erna de Vries wurde am 21.10.1923 als einziges Kind von Jakob und Jeanette Korn in Kaiserslautern geboren, wo sie in einem liberaljüdischen Haushalt aufwuchs und einmal wöchentlich an den Gottesdiensten der jüdischen Gemeinde teilnahm. Ihr Vater war dem Glaubensbekenntnis nach evangelisch, jedoch kein praktizierender Christ. Als Erna sieben Jahre alt war, starb ihr Vater. Die Mutter fand Arbeit als Verkäuferin in einer Schlachterei. Erna besuchte die öffentliche Volksschule und anschließend bis 1937 die Franziskanerschule, eine private katholische Mädchenschule. Nach dem Erlass der „Nürnberger Gesetze" 1935 musste sie in eine jüdische Sonderklasse auf der Röhmschule wechseln. Ab der Progomnacht 1938 war ein weiterer Schulbesuch in Kaiserslautern nicht mehr möglich.

 

Erna engagierte sich zwischen 1934 und 1938 in der zionistischen Jugendgruppe des Jüdischen Jugendbundes Kaiserslautern. Im Israelitischen Asyl in Köln begann sie eine Ausbildung zur Krankenschwester, ihr Traumberuf. 1942 wurde sie allerdings zur Zwangsarbeit bei der Firma Lindeck, einem Rüstungsbetrieb in Kaiserslautern, verpflichtet. In der dritten Woche des Juli 1943 wurde sie aus Frankfurt am Main in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz deportiert, wo sie die Häftlingsnummer 50462 eintätowiert bekam. Sie wurde selektiert und kam mit etwa 600 bis 700 weiteren Frauen in den Todesblock. Kurz vor dem Gang zur Gaskammer nahm ein SS-Mann sie und ein weiteres Mädchen aus der Gruppe heraus und steckte sie in einen Transport nach Ravensbrück.

 

Ihre Mutter sah sie nie wieder. Sie starb am 10.11.1943 in Auschwitz-Birkenau und Erna de Vries blieb nur die Erinnerung und ihr Satz: "Du wirst überleben und erzählen, was mit uns geschehen ist."

 

Im Konzentrationslager Ravensbrück musste sie Zwangsarbeit für die Firma Siemens leisten. Dieses Lager verließ sie erst Ende April 1945 mit einem „Todesmarsch" in Richtung Ostsee. In der Nähe von Parchim in Mecklenburg wurde sie nach etwa 120 Kilometern Fußmarsch von den Amerikanern befreit.

 

Nach der Befreiung heiratete Erna 1947 Josef de Vries, mit dem sie in Nordrhein-Westfalen lebte und der 1981 verstorben ist. Aus der Ehe sind drei Kinder hervorgegangen. Den Satz ihrer Mutter erfüllte sie als Zeitzeugin. Allerdings ging es ihr nie um Rache, Vergeltung oder Abrechnung, sondern nur um die Mahnung und die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft.


 

Lini M. de Vries

 

Die Krankenschwester Lini de Vries kam aus den USA. Obwohl sie eine Tochter in Amerika hatte, fühlte sie sich moralisch verpflichtet, der spanischen Republik in den Internationalen Brigaden beizustehen. Sie arbeitete in Castillejo in einem Krankenhaus mit 300 Patienten, dass eigentlich für 50 Patienten gedacht war.

 

Quelle: Wikipedia (Noch in der Bearbeitung)


 

Marie de Vries

 

Marie de Vries wurde am 2.1.1924 in Amsterdam geboren. Ihre Eltern waren W. de Vries und Rebecca Springer-Franschman. Ihr Vater starb 1934 in Bloemendaal. Die Mutter heiratete erneut am 6.8.1942 Barend Springer. Sie überlebte den Holocaust mit zwei Kindern aus der zweiten Ehe.

Marie de Vries war ab dem 11.11.1941 Krankenpflegeschülerin in Het Apeldoornsche Bosch. Sie musste als „Freiwillige“ die Patienten der Anstalt nach Auschwitz begleiten. Der Deportationszug traf am 24.1.1943 in Auschwitz ein. Die Patienten wurden sofort ermordet, das Personal am 25.1.1943. Marie de Vries wurde 19 Jahre alt.

 

Quelle: Joods Monument


 

Mirjam de Vries

 

Mirjam de Vries wurde in Haarlem am 17.11.1922 geboren. Die Krankenschwester arbeitete im "Centraal Israëlitisch Krankzinnigengesticht Het Apeldoornse Bos". Im November 1942 wurde gegen sie ein Haftbefehl beantragt, da sie ohne Genehmigung umgezogen war (Algemeen Politieblad, Nr 46, 19.11.1942, 1297, Notiz 2798). Ein üblicher Vorgang für die jüdischen Mitbürger, die in Verstecken untergetaucht waren. Es ist nicht bekannt, wann, wo und wie sie verhaftet wurde. Mirjam de Vries wurde in Sobibor am 9.4.1943 ermordet.

 

Quelle: Joods Monument


 

Salomon de Vries

 

Salomon de Vries wohnte zuletzt in Apeldoorn. Der Krankenpfleger wurde am 4.4.1917 in Deventer geboren. Seine Eltern waren Simon de Vries und Henriette Oostra. Er wurde in das KZ Auschwitz deportiert und dort ermordet. Als sein Sterbedatum gilt der 30.4.1943.

 

Quelle: Joods Monument

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