Virtuelles Denkmal "Gerechte der Pflege"

"... die tolldreisten, machthungrigen Horden, sie konnten den Geist nicht morden!"


Hedwig Heidenheimer

 

Hedwig Heidenheimer, geboren am 19.12.1897 in Öhringen, war Krankenpflegeschülerin im Jüdischen Krankenhaus Fürth, wo sie auch wohnte. Ihre Eltern hießen Elias Heidenheimer und Karoline Heidenheimer, geborene Neumann. Am 10.9.1942 wurde sie nach Theresienstadt deportiert. Hedwig Heidenheimer starb dort am 15.6.1943.

 

Quellen: Israelitische Kultusgemeinde Fürth, Memorbuch


 

Henrietta Heijmans

 

Henrietta Heijmans wurde am 19.7.1917 in Winterswijk geboren. Die Krankenschwester hatte vielleicht versucht, unterzutauchen, denn der Bürgermeister von Winterswijk beantragte einen Haftbefehl gegen sie, weil sie ohne Genehmigung ihren Wohnsitz veränderte. Es könnte aber auch sein, dass sie einfach umzog, um Arbeit zu bekommen, denn der Bürgermeister von Winterswijk hatte auch erwähnt, dass sie arbeitslos war. Sie wohnte zumindest vorübergehend in Den Haag, in der Kortenaerkade 9. Im gleichen Haus lebte auch Jeanette Mogendorff, ebenfalls eine jüdische Krankenschwester. Beide Krankenschwestern waren dort ordnungsgemäß angemeldet, was nicht für ein Untertauchen spricht. Henrietta Heijmans wurde nach Auschwitz verschleppt und am 27.8.1943 dort ermordet.

 

Quellen: Joods Monument


 

Lotte Heilberg, geb. Moses

 

Lotte Heilberg, geborene Moses am 12.11.1913 in Köln war Krankenschwester. Ihr wurde die Staatsangehörigkeit durch die Nazis genommen. Unter der Nummer 461 mit dem Transport XXIV verließ sie am 4.4.1944 das belgische SS-Sammellager Mechelen. Im KZ Auschwitz-Birkenau wurde sie unter der Häftlingsnummer 76646 registriert. Die Krankenschwester überlebte und kehrte durch die Repatriierung nach Belgien zurück.

 

Ich danke für die Recherche Frau Laurence Schram vom Jüdischen Deportations- und Widerstandsmuseum (JDWM) in der ehemaligen Mechelner Dossinkaserne.


 

Klara (Claire) Heilbronn-Huhn

 

Klara Huhn wurde am 18.7.1895 in Staitlingsfeld geboren. Sie heiratete Adolf (Adolphe) Heilbronn. Das Ehepaar bekam die Kinder Charlotte Henriette, geboren am 17.8.1923 in Luxenburg, und Ernst (Ernest), geboren am 21.4.1926 in Luxemburg. Am 29.9.1940 immigrierte die Familie nach Belgien. Dort wohnten sie in Berchem Sainte Agathe, Rue Evariste de Meersman 39 und ab dem 3.1.1942 in Uccle, Rue du Framboisier 3.

 

Die Nazis erklärten die Krankenschwester als staatenlos. Am 10.4.1943 kam sie in das SS-Sammellager Mechelen. Am 19.4.1943 wurde sie unter der Nummer 420 mit dem Transport XX nach in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Das war der Zug, den drei junge Männer, Youra Livchitz, Jean Franklemon und Robert Maistriau, mit ungeheuerem Mut und Dreistigkeit stoppten, um Deportierten die Flucht zu ermöglichen. Sie konnte leider nicht flüchten. Klara Heilbronn gilt als verschollen.

Ihr Sohn hatte überlebt und füllte das Erinnerungsblatt bei YAD VASHEM für sie aus.

 

Quelle: Deportationsliste XX Mechelen - Auschwitz; YAD VASHEM; Memorial des Großherzogtums Luxemburg (6. August 1949)


 

Berta Heilbrunn, geb. Flehinger

 

Berta Flehinger wurde am 27.5.1883 in Flehingen bei Bretten in Baden geboren. Ihre Eltern waren Abraham Flehinger und Janetta, geborene Lieben oder Sieben. Sie war verheiratet mit Siegmund (Süssmann) und hatte ein Kind.

 

1937 wohnte sie in Köln in der Richard Wagner Straße 18. Die Krankenschwester arbeitete im Israelitischen Asyl, das Jüdische Krankenhaus in Köln.  

 

Aus ihrer Wohnung wurde sie vertrieben und lebte zuletzt in der Jahnstraße 2 im sogenannten „Judenhaus“. Am 22.10.1941 wurde sie in das Ghetto Litzmannstadt (Lodz) verschleppt. Am 11.5.1942 wurde Berta Heilbrunn in das Vernichtungslager Kulmhof (Chelmno) deportiert und ermordet.

 

Ein Cousin aus den USA füllte für Berta Heilbrunn das Gedenkblatt bei YAD VASHEM aus.

 

Quellen: YAD VASHEM; Das Bundesarchiv Gedenkbuch


 

Bertha (Betty, Berti) Heilbrunn

 

Berti Heilbrunn wurde am 27.5.1918 in Borken in Hessen geboren. Ihre Mutter war Selma Rosenbusch, die mit Frida Amram (siehe dort) in Borken zur Schule ging. Zuletzt arbeitete die Krankenschwester im Kinderhaus der Weiblichen Fürsorge in Frankfurt am Main. Nachdem die dortige Oberin Frida Amram verhaftet wurde, leitete deren Schwester Goldine Hirschberg das Kinderhaus weiter. Am 15.9.1942 wurden 43 Kinder und Mitarbeiter des Kinderhauses nach Theresienstadt und Auschwitz deportiert.

 

Zurück blieb Berti Heilbrunn mit 15 Kindern. Vermutlich handelte es sich bei diesen Kindern um solche, die nach der NS-Ideologie nicht als „Volljuden“ galten und deshalb noch nicht deportiert wurden. Am 24.9.1942 wurde sie ab Frankfurt am Main nach Raasiku bei Reval (Tallinn) deportiert. Im August 1944 wurde sie in das KZ Stutthoff verschleppt und ermordet.

 

Quellen: YAD VASHEM; Frankfurt.de; Das Bundesarchiv Gedenkbuch; Alemannia Judaica


 

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