Virtuelles Denkmal "Gerechte der Pflege"

"... die tolldreisten, machthungrigen Horden, sie konnten den Geist nicht morden!"


Jospa Lichtenbaum

 

Jospa Lichtenbaum war Krankenschwester. Sie wurde am 20.8.1900 in Warschau in Polen geboren. Als sogenannte Staatenlose deportierten die Nazis sie am 11.8.1942 mit dem II. Transport unter der Nummer 171 vom SS-Sammellager Mechelen in Belgien in das KZ Auschwitz-Birkenau. Es muss befürchtet werden, dass sie ermordet wurde, da weitere Lebenszeichen fehlen.

 

Ich danke für die Recherche Frau Laurence Schram vom Jüdischen Deportations- und Widerstandsmuseum (JDWM) in der ehemaligen Mechelner Dossinkaserne


 

Trude Daniela Liel, geb. Marx

 

Trude Daniela Marx hatte zwischen 1936 und 1938 den Beruf als Säuglingsschwester im ehemaligen jüdischen Säuglings- und Kleinkinderheim in der Wilhelm-Wolff-Straße erlernt. Das 1915 gegründete Waisenhaus in Berlin-Niederschönhausen wurde von den Nationalsozialisten im Frühjahr 1942 beschlagnahmt. Die Kinder und das Personal des Heims wurden im Oktober 1942 deportiert und ermordet. Trude Marx entging diesem Schicksal, weil sie rechtzeitig nach Israel emigrieren konnte. Dort heiratete sie und bekam am 31.10.1948 in Tel Aviv ihren Sohn Alon, der später Politiker wurde.


 

Sophie Lievendag

 

Sophie Lievendag wurde am 9.8.1905 in Enschede geboren. Zuletzt wohnte sie in der Plantage Parklaan 15 huis in Amsterdam. Die Krankenschwester wurde am 16.7.1943 in Sobibor ermordet.

 

Quelle: Joods Monument


 

Karl Lill

 

Karl Lill war Krankenpfleger und im Konzentrationslager Dachau inhaftiert. Trotz der eigenen Bedrohung setzte er seine gesamten Energien im Krankenrevier dafür ein, das Leben seiner Mithäftlinge durch seine Arbeit zu retten.

 

Quelle: Annette Wilmes: WortSpiel 22.01.2004 - Wenn endlich ein menschliches Wort fiele...“ - Der Auschwitz-Prozess und seine Wirkungen; Deutsches Rundfunkarchiv: Auschwitz-Prozess in Frankfurt am Main eröffnet am 20. Dezember 1963


 

Ilse Lion

 

Die Krankenschwester wurde am 24.4.1920 In Ihringen geboren. Ihre letzte bekannte Adresse war Berlin-Wedding, Iranische Straße 4. Am 26.10.1942 wurde sie nach Riga deportiert, wo sie am 29.10.1942 zu Tode gekommen sein soll. Nähere Daten fehlen leider über Ilse Lion.

 

Quelle: Jüdisches Gemeindehaus Breisach e.V.


 

Sara Lipschitz

 

Sara Lipschitz wurde am 10.8.1896 in Windawa geboren. Da die Nazis ihre Opfer als staatenlos erklärten, kann der Geburtsort bisher nicht einem Land zugeordnet werden. Die Krankenpflegerin befand sich im IX. Deportationszug unter der Nummer 883, der am 12.9.1942 das belgische SS-Sammellager Mechelen verließ. Im KZ Auschwitz-Birkenau verliert sich ihre Spur.

 

Ich danke für die Recherche Frau Laurence Schram vom Jüdischen Deportations- und Widerstandsmuseum (JDWM) in der ehemaligen Mechelner Dossinkaserne.


 

Ella Lingens

 

Über die Krankenschwester Ella Lingens fehlen mir bisher nähere Daten. Sie wurde aus Polen ins KZ Auschwitz deportiert und arbeitete dort im Krankenrevier. Nach dem Krieg sagte sie gegen den SS-Arzt Mengele aus.

 

Quelle: DÖW


 

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