Parasiten: Übersicht

Parasitologie Kopflaus Filzlaus
Kleiderlaus Bettwanze Helminthiasis

 

 

 

Parasitologie

Die Parasitologie ist die Lehre von tierischen und pflanzlichen Parasiten. Ein Parasit ist ein Schmarotzer oder Mitesser, der auf Kosten eines anderen Lebewesens, dem Wirt, lebt. In den meisten Fällen wird der Wirt geschädigt, bleibt aber am Leben. In den seltenen Fällen stirbt der Wirt durch den Parasitenbefall zu einem späteren Zeitpunkt.

Parasiten sind spezialisierte Lebewesen und meistens auf wenige Wirte beschränkt. Häufig existieren sie durch eine einzige Wirtsart und sind von dieser abhängig. Durch diese Abhängigkeit kommt es zu einer gemeinsamen Entwicklung, das heißt, Wirt und Parasiten passen sich einander an.

Viele Parasiten schmarotzen in verschiedenen Wirten. So unterscheidet man in Zwischenwirte und Endwirt. In der Regel pflanzen sich die Parsiten im Endwirt fort.

Parasiten, die auf der Körperoberfläche leben, bezeichnet man als Ektoparsiten (z. B. Stechmücke). Endoparasiten leben in tieferen Körperhöhlen, Gewebe oder Blut (z. B. Würmer; siehe auch Übersicht der Krankheitserreger).

 

 

Kopflaus

Läuse sind flügellose Ektoparasiten mit stechend-saugenden Mundwerkzeugen. Kopfläuse werden durch engen Körperkontakt übertragen. Ein Kopflausbefall ist kein Hinweis auf mangelnde Körperhygiene.

 

 

Filzlaus

Die Filzlaus (auch als Schamlaus bezeichnet) wird meist beim Geschlechtsverkehr übertragen. Ohne Kontakt zum Menschen stirbt sie in 12 Stunden ab. Filzläuse befinden sich überwiegend in den Schamhaaren, seltener an Augenbrauen, Wimpern oder Barthaaren.

 

Kleiderlaus

Kleiderläuse legen ihre Eier bevorzugt an rauen Fasern wie Wolle ab, selten an Körperhaare. Übertragen werden sie durch Kontaktinfektion von Mensch zu Mensch und gelten als gefährlicher Krankheitsüberträger (Läuserückfallfieber, Fünf-Tage-Fieber, Fleckfieber).

 

 

Bettwanze (Cimex lectularius)

Die Bettwanze wird auch Hauswanze genannt. Diese Insekten sind Blutsauger und halten sich mit Vorliebe in den Schlafplätzen von warmblütigen Lebewesen, also vor allem Menschen auf. Sie sind nachtaktiv. Tagsüber verstecken sie sich in Möbelritzen, hinter Bildern, Tapeten usw. Ihre Stiche hinterlassen auf der Haut deutliche Spuren, häufig liegen die Stichstellen in einer Reihe.

Typische Stichstellen

Das Stechen wird nicht bemerkt, weil der Speichel der Wanzen zunächst einen örtlich betäubenden Wirkstoff enthält. Lässt die Wirkung nach, löst der Speichel einen starken Juckreiz aus, der tagelang anhalten kann. In der Regel sieht man die Tiere nicht, riecht sie aber, da sie einen süßlichen Geruch verbreiten.

In Wanzen wurden 28 verschiedene Krankheitserreger entdeckt. Sie übertragen das Q-Fieber, das ein grippeähnliches Erscheinungsbild hat. Bis jetzt gibt es keine wissenschaftliche Belege, ob sie Hepatitis-B, Hepatitis-C oder HIV übertragen könnten. In den letzten Jahren treten Wanzen wieder häufiger auf.

 

 

Helminthiasis

Helminthiasis ist eine Wurmerkrankung. Sie wird durch parasitische Würmer ausgelöst. Der Mensch ist für einige Wurmarten ein Zwischen- oder Endwirt. Es gibt die unterschiedlichsten Wurmarten, die den Menschen befallen. Je nach Wurmart reichen die Symptome von leichten Beeinträchtigungen bis, unbehandelt, zum Tod (z. B. Fuchsbandwurm). Bei Verdacht auf eine Wurmerkrankung sollte immer ein Arzt zugezogen werden.

Schützen kann man sich vor einem Wurmbefall durch ausreichende Hygiene, stets Gemüse und Obst vor dem Verzehr waschen und kein rohes Fleisch oder rohen Fisch essen.

 

Krätze

  • Krätze sollte man erkennen, bevor man sie selber hat.
  • Parasitäre Hautkrankheit
  • Verursacher Krätzemilbe (Spinnentiere)
  • Weibchen bohren in die Oberhaut und legen dort in Kanälen Kot und Eier ab
  • Bei Befall oder Verdacht nach § 34 Infektionsschutzgesetz Verbot des Aufenthalts in Gemeinschaftseinrichtungen
  • Krätze wird von Mensch zu Mensch durch Kontakt übertragen
  • Besonders gefährdete Bereiche Alten- und Pflegeheime, Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser (viele Menschen)
  • Symptome sind hartnäckiges Jucken (durch den Milbenkot), besonders nachts und durch Bettwärme

 


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