Heilkräuter: Übersicht

Und ist die Küche noch so klein, ein Kräutergarten passt hinein!

Pflanzen für den Kräutergarten

Steckbriefe von Heilpflanzen

 

 

 

Und ist die Küche noch so klein, ein Kräutergarten passt hinein!

 
Gerade im Winter ist eine vitaminreiche Kost auch eine Frage des Geldbeutels. Obst und Gemüse haben zudem meist weite Reisen hinter sich. Viele Vitamine sind empfindlich gegenüber Hitze, Licht und Sauerstoff. Daher gehen sie auf langen Transportwegen aus fernen Ländern und beim Zwischenlagern häufig verloren. Frische Kräuter verfeinern nicht nur die Speisen, sondern sind ein willkommener Vitaminlieferant.
 
Doch Vorsicht bei den Kräutertöpfchen aus dem Supermarkt. In Treibhäusern werden die Pflanzen zu schnell gezogen und sind oft überdüngt, bestrahlt und gespritzt. Auch bei guter Pflege haben die Pflanzen nur eine geringe Lebensdauer. Der eigene Kräutergarten auf dem Fensterbrett ist erheblich kostengünstiger und sieht schön aus. 
 
Samen bekommt man in Gärtnereien, auf Märkten oder in Supermärkten. Auf den Samentüten steht alles drauf, was man beim Pflanzen beachten muss. Normale Blumen- oder Gartenerde reicht völlig aus. Geeignet sind Blumentöpfe, Kübel oder Blumenkästen. Die Pflanzgefässe sollten genügend Abzugslöcher haben. Auf den Boden legt man Kieselsteine oder Tonscherben als Drainage, denn die Pflanzen mögen keine Staunässe. Regelmässiges Giessen und Zurechtschneiden der jungen Triebe garantieren eine üppige Ernte. Zu beachten ist, ob die Kräuter ein-, zwei- oder mehrjährig sind. Die Einjährigen müssen zwar jedes Jahr neu gesät werden, wachsen aber sehr schnell.
 
In Kübeln oder Blumenkästen sollten Kräuter mit gleichen Standortansprüchen gepflanzt werden. Basilikum, Majoran, Petersilie und Schnittlauch vertragen sich gut. Kerbel gedeiht neben Petersilie. Bohnenkraut, Oregano, Zitronenmelisse, Pimpinelle, Rosmarin, Salbei und Thymian passen bestens zueinander. Schnittlauch dagegen ist ein Einzelgänger. Und Petersilie und Minze mögen sich überhaupt nicht.
 
Aber unser Kräutergarten kann noch viel mehr, als nur unsere Speisen zu verfeinern, mit seinem frischen Grün unsere Augen zu erfreuen und uns lebenswichtige Vitamine zu liefern. Unser Kräutergarten richtig eingesetzt erspart uns auch Medikamente. Denn viele Gewürzkräuter sind auch Heilkräuter.
 
Tipp für eine Beschäftung in der Alten- oder Heilerziehungspflege: Anlegen eines Kräutergartens im Blumenkasten.
 
In vielen Pflegeeinrichtungen gibt es in den Gärten Hochbeete, oft auch rollstuhlgerecht. Die Pflege der Hochbeete wird in der Regel gerne von Bewohnern übernommen. Eine Beschäftigung mit großem therapeutischen Nutzen. Es spricht nichts dagegen, sie mit Kräutern oder Heilpflanzen zu bepflanzen, zumal dadurch auch die olfaktorische Wahrnehmung intensiv angeregt wird.
 
 
 

 

  

 
Pflanzen für den Kräutergarten
 
Baldrian
In der Küche: Gewürz für Suppen und Eintopf
Im Küchenkräutergarten: mehrjährig, sonnig, leicht feucht, aber keine "nassen Füße".
 
Bärlauch
In der Küche: Gewürz, kleingeschnitten zu Kräuterquark, Salat, Brotaufstrich, Beilage für Kartoffeln
Sammeln von Wildwuchs: Verwechslungsgefahr mit Maiglöckchen, Aronstab und Herbstzeitlose (giftig)
Im Küchenkräutergarten: mehrjährig; bevorzugt lehmhaltige Erde und mag es schattig und feucht.
 
Basilikum
In der Küche: zu Tomatengerichten, Pasta, Pizza (nicht mitkochen), Öl, Essig, Gewürz für Salate 
Im Küchenkräutergarten: einjährig; sonniger warmer Fensterplatz;  feuchte, nährstoffreiche Erde.
 
Brennessel
In der Küche: Salat, Gemüse („Spinat“), Suppe, Samen geröstet zu Müsli oder in Kuchen (das Brennen = zum Ernten sind Handschuhe zu empfehlen wringen, gut abspülen, kurz in kochendes Wasser, zerkleinern oder trocknen; im Rohkostsalat verhindert beispielsweise Öl oder Essig ein Brennen; sowie die Nesselhaare nass sind, haben sie keine Wirkung mehr)
Im Küchenkräutergarten: mehrjährig; sonniger bis halbschattiger Fensterplatz; feuchte, nährstoffreiche Erde; lässt sich leider nur sehr schwer in Töpfen oder Blumenkästen ziehen, die Brennessel liebt die Freiheit.
 
Currykraut
In der Küche: Gewürz für Reis, Saucen, Fleisch- und Fischgerichte
Im Küchenkräutergarten: mehrjährig, trockene, sandige und sonnige Standorte
 
Erdbeere
In der Küche: zu zahlreichen Süßspeisen und als Garnierung
Im Küchenkräutergarten: kühl überwintern lassen; Erdbeeren freuen sich im Sommer über einen Platz auf dem Balkon oder Garten; es gibt Sorten, die im Topf ganzjährig blühen und Früchte tragen.
 
Fenchel
In der Küche: Tee, Gemüse, Gewürz
Im Küchenkräutergarten: zwei- oder mehrjährig (Sorte), sonniger Standort, nährstoffreicher Boden, am liebsten Lehmboden.
 
Gänseblümchen
In der Küche: Tee, als Garnierung, in Salaten oder Kräuterquark
Im Küchenkräutergarten: mehrjährig, wächst am liebsten in Wiesen, anspruchslos.
 
Gartenkresse
In der Küche: zu Salat, in Kräuterquark, Beilage zu Gemüsesuppen oder Eierspeisen
Im Küchenkräutergarten: einjährig; halbschattig; anspruchslos.
 
Heidekraut
In der Küche: Tee, als Räuchergewürz für Fische und Fleisch
Im Küchenkräutergarten: mehrjährig, winterhart (es gibt auch gekaufte Sorten, die einjährig und nicht winterhart sind), anspruchslos, der Boden darf aber nie austrocknen (Moorpflanze)
 
Indianernessel
In der Küche: Gewürz für Getränke, Salate, Suppen, Tee
Im Küchenkräutergarten: mehrjährig; nährstoffreicher Boden, sonnig bis Halbschatten.
 
Jiaogulan
In der Küche: Tee, Salat
Im Küchenkräutergarten: mehrjährig, halbschattig bis sonnig, hin und wieder mit entkalktem Wasser besprühen, winterhart bis etwa 20 Grad minus
 
Johanniskraut
In der Küche: Tee
Achtung: leicht giftig, erzeugt eine Sonnenbrandneigung, vermindert die Wirkung einiger Medikamente
Im Küchenkräutergarten: mehrjährig; bevorzugt trockene Standorte; sonnig bis Halbschatten; anspruchslos.
 
Kamille
In der Küche: Tee, Salatbeigabe
Im Küchenkräutergarten: einjährig, nährstoffreiche Lehm- und Tonböden, sonnige und trockene Standorte.
 
Knoblauch
In der Küche: Würze für Fleisch, Saucen, Salate, Gemüsegerichte und Wurstwarenherstellung
Im Küchenkräutergarten: mehrjährig, liebt einen warmen hellen Fensterplatz, auf Staunässe achten.
 
Kümmel
In der Küche: Gewürz in Eintopfgerichten, Suppen, Brot und Käse, in Salaten, Gemüse (Wurzeln), Tee
Im Küchenkräutergarten: ein- oder zweijährig nach Sorte, Lehmboden, sonniger Standort, anspruchslos.
 
Lavendel
In der Küche: junge Blatttriebe zum Würzen von Fisch, Geflügel, Eintopf, Hammelfleisch, Suppen oder Soßen (frisch-würziger Duft, schmeckt etwas herb-bitter)
Im Küchenkräutergarten: mehrjährig, liebt einen sonnigen Platz, Topfgröße ans Wachstum anpassen.
 
Löwenzahn
In der Küche: in Salaten, Gewürz (leicht bitterer Geschmack)
Im Küchenkräutergarten: mehrjährig, anspruchslos.
 
 
Malve (Malvengewächse sind auch Echter Eibisch, Hibiskus)
In der Küche: Tee, Gemüse, Salatbeigabe
Im Küchenkräutergarten: ein- bis mehrjährig, sonniger Standort, trockene, nährstoff- und stickstoffreiche Sand- oder Lehmböden.
 
 
Petersilie
In der Küche: Gewürz für alle Speisen, besonders gut frisch für Salate und Kräuterquark / in der Schwangerschaft sparsam anwenden
Im Küchenkräutergarten: zweijährig, sonniger bis halbschattiger Platz, keine „nassen“ Füße.
 
Pfefferminze
In der Küche: Gewürz für Getränke, Salate, Suppen, Bonbons (sparsam verwenden, hohe Heilkraft)
Im Küchenkräutergarten: mehrjährig, sonniger bis halbschattiger Platz, keine „nassen“ Füße.
 
Pimpinella (auch bekannt als Bibernelle)
In der Küche: Gewürz für  Suppen, Saucen, Fischgerichten, Eierspeisen und Kräuterbutter, Salatbeigabe
Im Küchenkräutergarten: mehrjährig, sonniger bis halbschattiger Standort mit trockenen, kalkhaltigen Boden, der locker und durchlässig sein sollte.
 
Ringelblume
In der Küche: Lebensmittelfarbe, Dekoration auf Salaten oder Süßspeisen
Im Küchenkräutergarten: einjährig; sonniger Platz, anspruchslos, blüht bei guter Pflege von April bis Dezember.
 
Rose
In der Küche: Tee 
Im Küchenkräutergarten: mehrjährig, sandig-lehmiger Boden mit ausreichenden Humus- und Nährstoffanteilen, sonniger Standort.
 
Rosmarin
In der Küche: Gewürz für mediterrane Speisen, Fleisch- und Fischgerichte, Gemüse 
Im Küchenkräutergarten: liebt einen warmen hellen Fensterplatz, feuchte Erde, hasst aber „nasse Füsse“.
 
Salbei
In der Küche: Würze für Fleisch- und Fisch, zu Tomatensoßen, Wurstherstellung, Omelett, Bonbons
Im Küchenkräutergarten: mehrjährig; liebt es warm und sonnig, nicht übergießen.
 
Schnittlauch
In der Küche: zu Kartoffelgerichten, Salate (Blüten zur Dekoration), Quark, Kräuterbutter, Soßen 
Im Küchenkräutergarten: mehrjährig; sonnig bis halbschattig, nährstoffreicher, feucht, keine Staunässe.
 
Thymian
In der Küche: für Fleisch, Schalentiere, Fisch, Gemüse, Essig, Öl, Suppen, Saucen, Salat, Wurst / In der Schwangerschaft meiden - Achtung: angebranntes Thymiankraut mit Blüten wirkt berauschend
Im Küchenkräutergarten: mehrjährig; sonniger Platz; Erde feucht halten; im ersten Jahr möglichst nichts ernten.
 
Weinraute
In der Küche: Gewürz
Im Küchenkräutergarten: mehrjährig, sonnig bis Halbschatten, leicht kalkhaltiger Boden
 
Wermut
In der Küche: Gewürz (sparsam verwenden)
Im Küchenkräutergarten: mehrjährig, sonniger Standort, säen oder Wurzelteilung, anspruchslos
 
Zitronenmelisse
In der Küche: verfeinern von Süßspeisen und Getränken
Im Küchenkräutergarten: mehrjährig; warmer, halbschattiger Standplatz, feucht, aber nicht übergießen.
 
Zwiebel
In der Küche: Gewürz, Gemüse, Salatbeigabe, Fleischzartmacher
m Küchenkräutergarten: ein- oder zweijährig, keine "nassen Füße", kein Kunstdünger, sandiger Boden, sonniger Standort.
 
 
 
 
 
 
Steckbriefe von Heilpflanzen

 

Leider wird es keine Erweiterung mehr durch Schülerreferate geben. Fortschrittliche Lehrer lassen lieber Referate auf Plakaten abliefern. Dann müssen sie sich nicht mit EDV auseinandersetzen. Die Plakate werden einige Tage aufgehangen und fliegen dann anschließend endlos in irgendwelchen Ecken rum, bis sie schließlich im Müll landen. Nicht unbedingt nachhaltig, keine Würdigung der Schülerleistung und schade um die Arbeit der Schüler.

 
A Ackerwinde, Agave, Aloe, Anis, Apfel, Arnika
B Baldrian, Bärlauch, Basilikum, Beifuß, Beinwell, Bergamotte, Birke, Brennessel
C Currykraut
D Dill
E Efeu, Eibisch, Eiche, Engelwurz, Enzian, Erdbeere, Eukalyptus
F Faulbaum, Fenchel, Fichte, Frauenmantel
G Gänseblümchen, Gartenkresse, Ginkgo, Ginseng, Goldrute, Granatapfel, Gurke
H Hanf, Heidekraut, Himbeere, Holunder
I Indianernessel
J Jiaogulan, Johanniskraut
K Kamille, Kerbel, Knoblauch, Kümmel
L Lavendel, Löwenzahn
M Malve, Mate
N Nelkenwurz
O Olive
P Petersilie, Pfefferminze, Pimpinella
Q Quitte
R Ringelblume, Rose, Rosmarin
S Salbei, Schnittlauch, Spitzwegerich, Süßholz
T Thymian
W Weinraute, Wermut
Y Ysop
Z Zitronenmelisse, Zwiebel
 
 
 
 

Ackerwinde (Convolvulus arvensis) Jana

Heilwirkung: harn- und galletreibend, fiebersenkend, verdauungsfördernd (kann wundheilend sein, weil die Durchblutung durch hautreizende Wirkung angeregt wird)

Anwendungsbereiche: Achtung: Leicht giftig und hautreizend! Blähungen, Verstopfung, Menstruationsbeschwerden
Verwendete Pflanzenteile: Wurzeln, Blätter, Blüten
Anwendung: innerlich und äußerlich, Tee, Tinktur, Zusatz für Waschungen (niedrig dosieren)
 
 
Agave (Agave americana) Vivian
Heilwirkung: antibakteriell, harntreibend, schweißtreibend, abführend
Anwendungsbereiche: Hauterkrankungen, Verstopfung Achtung: Leicht giftig! Kann hautreizend sein!
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blütenknospen (Pflanzensaft)
Anwendung: innerlich und äußerlich, Sirup, Tee, Einreibungen (niedrig dosieren)
 
 
Aloe (Aloe vera)
Heilwirkung: feuchtigkeitsspendend, entzündungshemmend, verdauungsfördernd
Anwendungsbereiche: Hautirritationen, Juckreiz, Insektenstiche, Herpes, Wundheilung, Sonnenbrand, Zahnfleischentzündung
Verwendete Pflanzenteile: Blätter (Gel), aus dem gelben Saft wird Harz gewonnen (Achtung: Der Harz wirkt anders, ist leicht giftig und darf nicht in der Schwangerschaft angewendet werden)
Anwendung: Einreibungen (Wenn die Aloe-Pflanze mindestens zwölf Blätter hat, ein unteres grosses Blatt abschneiden, den gelben Saft auslaufen lassen und nach Bedarf ein Stück abschneiden und die Hautpartie am besten frisch einstreichen. Das übrige Blatt kann verpackt einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.) Zur innerlichen Anwendung wie bei Zahnfleischentzündung das Gel vorsichtig mit einem Messer herauslösen und essen nach intensivem Kauen.
 
Anis (Pimpinella anisum)
Heilwirkung:  antibakteriell, entspannend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, kräftigend
Anwendungsbereiche:  Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Blähungen, Bronchitis, Erbrechen, Halsinfektionen, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Verdauungsschwäche
Verwendete Pflanzenteile:  Früchte
Anwendung: Tee
 
Apfel (Pirus malus) Sebastian

Heilwirkung:  blutreinigend, verdauungsfördernd, Vitami A, B, C

Anwendungsbereiche:  Durchfall, Heiserkeit, Verstopfung, Gicht, Rheuma, Arteriosklerose, Hämorrhoiden, Hautprobleme, Nervosität
Verwendete Pflanzenteile:  Früchte, Blätter
Anwendung: Roh essen, am besten mit Schale, Tee
 
Arnika (Arnica montana)
Die Pflanze steht auf der Roten Liste gefährdeter Arten auf Stufe 3, darf als Wildwuchs nicht gesammelt werden
Heilwirkung: antibakteriell, blutreinigend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schmerzstillend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Entzündungen im Mund und Rachen, Heiserkeit, Bronchitis, Fieber, Erkältung, Magen- und Darmerkrankungen, Gelenkschmerzen, Herz- und Kreislaufbeschwerden, Blutergüsse, Krampfadern, Muskelkater, Neuralgien, Prellungen, Quetschungen, Thrombose, Venenentzündung, Verstauchungen, schlecht heilende Wunden, Zerrungen
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, selten die Wurzel oder das Kraut
Anwendung: Tinktur, Tee Stark verdünnen, da extrem wirksam: Als Nebenwirkungen können äußerlich angewendet allergische Hautreaktionen auftreten, innerlich angewendet innere Blutungen, Durchfall, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen, Kreislaufzusammenbruch, Schwindel, Zittern. Nicht anwenden bei Korbblüter-Allergie, offene Wunden, bei Kleinkindern und Schwangerschaft
 
Baldrian (Valeriana officinale)
Heilwirkung: beruhigend (macht nicht müde), entspannend
Anwendungsbereiche: Schlaflosigkeit, Nervosität, Magenkrämpfe, Reizmagen, Migräne, Wechseljahrsbeschwerden, Stress, Nervosität z.B. bei Prüfungsangst, hoher Blutdruck, Blutarmut
Verwendete Pflanzenteile: hauptsächlich Wurzeln (getrocknet), Blüten 
Anwendung: Tee, Tinktur, Pulver
 
Bärlauch (Allium ursinum)
Heilwirkung: adstringierend, antibakteriell, schleimlösend, blutreinigend, harn- und schweisstreibend
Anwendungsbereiche: Arteriosklerose, Bluthochdruck, Fieber, Verdauungsstörungen, Würmer, Asthma, Galle treibend, Rheuma, Frühjahrsmüdigkeit, Bronchitis, Durchfall, Appetitlosigkeit, 
Verwendete Pflanzenteile: frische Blätter (getrocknet keine Wirkung), Sammeln von Wildwuchs: Verwechslungsgefahr mit Maiglöckchen, Aronstab und Herbstzeitlose (giftig)
Anwendung: innerlich und äußerlich, roh (hoher Vitamin C-Gehalt), Tee, Tinktur (in Alkohol ansetzen)
 
Basilikum (Ocimum basilicum)
Heilwirkung: antibakteriell, beruhigend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend, schweisstreibend, stärkend, wundheilend
Anwendungsbereiche: Fieber, Verdauungsprobleme, Gicht, Blasenentzündungen, Nervenschwäche, Schwindel, Migräne, Frauenleiden, Hautprobleme, Insektenstiche
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blütenspitzen 
Anwendung: Tee (nicht langfristig, enthält schädlichen Stoff Estragol), Waschzusatz, Umschläge
 
Beifuß (Artemisia vulgaris)
Heilwirkung: antibakteriell, antimykotisch, appetitanregend, beruhigend, durchblutungsfördernd, galletreibend, krampflösend, menstruationsfördernd, stärkend, verdauungsfördernd, wehenfördernd
Anwendungsbereiche:  Blähungen, Blasenentzündung, Frauenleiden, Durchblutungsstörungen, Verdauungsstörungen, Gallenschwäche, Hämorrhoiden, Neuralgien, Mundgeruch, Muskelkater, Schlafstörungen, Übelkeit, Unruhe
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Wurzel
Anwendung: Aufguss, Tinktur, Tee, Öl Achtung: Nicht in der Schwangerschaft anwenden
 
Beinwell (Symphytum officinale)
Heilwirkung: adstringierend, beruhigend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, kühlend, wundheilend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche: Achtung: Nur zur äußerlichen Anwendung - schädigt die Leber Gelenkschmerzen, Bronchitis, Blutergüsse, Durchfall, eiternde Wunden, Hautschäden, Quetschungen, Erkältungen, Insektenstiche, Hämorrhoiden, Krampfadern, Magen- und Darmprobleme, Muskelkater, Nierenerkrankung, Verrenkung, Verstauchung, zu starke Mensturation
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Wurzeln
Anwendung: Tinktur, Salbe, Öl, Umschläge, früher auch Tee
 
Bergamotte (Citrus aurantium ssp. bergamia) Sebastian
Heilwirkung: angstlösend, antiseptisch, beruhigend, entspannend, krampflösend, stärkend
Anwendungsbereiche: Fieber, Erkältung, Fieber, Halsschmerzen, Appetitlosigkeit, Darmbeschwerden, Erschöpfung, Frühjahrsmüdigkeit, Nervosität, Schlaflosigkeit
Verwendete Pflanzenteile: Fruchtschale
Anwendung: Ätherisches Öl
 
 
Birke (Betula alba)
Heilwirkung: blutreinigend, harntreibend
Anwendungsbereiche: Blasenentzündung, Nierenschwäche, rheumatische Erkrankungen, Ödeme, Hautprobleme, Husten, Haarausfall, Schuppen, Durchfall, Frühjahrsmüdigkeit
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blattknospen, Saft (Ältere Birke von März bis Mai etwa 25 bis 60 cm über dem Boden mit einem Holzbohrer (5 mm Durchmesser) zwei bis drei Zentimeter tief anbohren. Eine Drainage (Glas, Plastik oder hohler Holunderzweig) legen und in einem Gefäß (kein Metallgefäß, Plastikflasche und -trichter sind geeignet, durch ihr Gewicht lassen sie sich auch gut am Baum befestigen) den austretenden Saft auffangen. Maximal drei Liter Saft abzapfen, sonst bringt man den Baum um. Drainage ziehen und das Loch mit Baumwachs (kein normales Wachs) oder Baumbalsam verschliessen. Der Baum darf erst wieder nach drei Jahren angezapft werden.)
Anwendung: Tee, Tinktur, Saft, Saft mit Alkohol ansetzen (jeweils zur Hälfte Alkohol und Saft, um den Saft haltbar zu machen; einfrieren, kochen oder Konservierungsmittel sind nicht zu empfehlen; der Saft schmeckt süß und aromatisch) (Frische Birkenblätter in Wasser geschüttelt ergeben einen guten Reinigungsschaum)
 
Brennessel (Urtica dioica)
Heilwirkung: blutreinigend, blutbildend, blutstillend, stoffwechselfördernd, haarwuchsfördernd,  schmerzlindernd, adstringierend, entzündungshemmend, stärkend 
Anwendungsbereiche: Harnwegserkrankungen, Rheumatismus, Gicht, Schuppen, Frühjahrsmüdigkeit, Appetitlosigkeit, Verdauungsprobleme, Bluthochdruck, Menstruationsbeschwerden 
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Samen, Wurzel (extrem vitaminreich, zahllose Mineral- und Spurenelemente)
Anwendung: Tee, Tinktur, Haarwasser
 
Currykraut (Helichrysum)
Heilwirkung: abschwellend, entzündungshemmend, hautberuhigend, insektenabwehrend, pilztötend, schmerzstillend, wundheilend 
Anwendungsbereiche: Blutergüsse, Ekzeme, Gelenkschmerzen, Juckreiz, Hautunreinheiten, Husten, Krampfadern, Pilzinfektionen, Prellungen, Verstauchungen, Zerrungen, Stress
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Kraut, blütenlose Triebe
Anwendung: Öl (nur äußerlich, sonst giftig), Tee (innerlich, äußerlich)
 

Dill (Anethum graveolens) Sina

Heilwirkung: anregend, entkrampfend, hautpflegend, beruhigend
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Blähungen, Magenbeschwerden, Schlaflosigkeit, Frauenleiden, Hautprobleme
 
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Samen
Anwendung: innerlich und äußerlich, Gewürz, Waschzusatz, Tee, Kompresse
 
Efeu (Hedera helix) Timo
Heilwirkung: menstruationsregelnd, schmerzstillend, schweißtreibend, fiebersenkend, wundheilend  
Anwendungsbereiche:  Achtung: Nur äußerlich anwenden, da leicht giftig! Bronchitis, Hautprobleme, Rheumatische Erkrankungen, Schmerzen 
 
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten Beeren giftig!
Anwendung: innerlich und äußerlich, Kompressen, Umschläge, Tee (besser Mischtees)
 

Eibisch (Althea officinalis) Sebastian

Heilwirkung: beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend, aufweichend, harntreibend, kräftigend
Anwendungsbereiche: Husten, Halsentzündungen, Heiserkeit, Erkältungen,
Mundschleimhautentzündungen, Magen-, Darmerkrankungen, Mundgeruch, Blasenentzündung, Hautprobleme, Quetschungen, Muskelkater
Verwendete Pflanzenteile:  Wurzel, Blätter Blüten
Anwendung: Tee (Mazerat)
 
Eiche (Quercus robur, Quercus pedunculata, Quercus petraea, Quercus sessiliflora) Sebastian

Heilwirkung: adstringierend (zusammenziehend), antibakteriell, blutstillend, blutzuckersenkend, entzündungshemmend

Anwendungsbereiche: Halsschmerzen, Entzündungen, Durchfall, Magen-, Darmerkrankungen, Hämorrhoiden, unterstützend bei Diabetes, Hautprobleme
Verwendete Pflanzenteile: Rinde, Früchte
Anwendung:  Tee, Tinktur (in Notzeiten wurden die Eicheln zu Mehl gemahlen oder als Kaffeeersatz geröstet)
 
Engelwurz oder  Angelikawurzel (Angelica archangelica)
Achtung: Verwechslungsgefahr mit dem tödlich giftigen Wasserschierling
Heilwirkung: antiseptisch, abwehrsteigernd, blähungs- und galletreibend, kräftigend, krampflösend, appetitfördernd
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Blähungen, Erkältungskrankheiten, Erschöpfungszustände, Rheumatische Erkrankungen, Krämpfe, Frauenleiden, Verdauungsprobleme
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel, Blätter, Samen
Anwendung: Tee, Tinktur
 
Gelber Enzian (Gentiana lutea)
Keinen Wildwuchs sammeln, da der Enzian unter Naturschutz steht
Heilwirkung: verdauungsfördernd, kräftigend, kreislaufstabilisierend, entzündungshemmend, menstruationsfördernd
Anwendungsbereiche:  Achtung: Nicht bei Bluthochdruck oder in der Schwangerschaft einsetzen. Appetitlosigkeit, Fieber, Herz- und Magenbeschwerden, Müdigkeit, Rekonvaleszenz, Rheumatische Erkrankungen, Schnupfen, Schwindel,Verdauungsschwäche
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Anwendung: Tee, Tinktur
 
Erdbeere (Fragaria vesca)
Heilwirkung: adstringierend (zusammenziehend), blutreinigend, harntreibend
Anwendungsbereiche:  Stoffwechselprobleme, Verstopfung, Leberprobleme, Blasen- und Nierengrieß, Blasen- und Nierensteine, Gicht
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Früchte 
Anwendung: Tee
 
Eukalyptus (Eucalyptus globulus) Sebastian
Heilwirkung: anregend, blutzuckersenkend, desodorierend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, fiebersenkend, fungizid, harntreibend, krampflösend, schleimlösend.
Anwendungsbereiche:  Erkältungen, Husten, Blasenentzündung, Diabetes, Gelenkschmerzen, Gicht,  Herpes, Insektenstiche, Rachenentzündung, Migräne, Muskelkater, Neuralgien, Zahnfleischentzündung
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Anwendung: Tee, Öl
 
Faulbaum (Rhamnus frangula oder Frangula alnus) Sebastian
Heilwirkung: abführend, milzanregend, kreislaufstärkend, schleimlösend, blutreinigend
Anwendungsbereiche: Arterienverkalkung, Gallenschwäche, Hämorrhoiden, Mundschleimhautentzündung, Verstopfung, Völlegefühl, Durchfall, Verdauungsschwäche Kontraindikation Darmverschluss, Kinder, Schwangerschaft, Stillzeit
Verwendete Pflanzenteile: Rinde
Anwendung: Tee, Sud
 
Fenchel (Foeniculum vulgare)
Heilwirkung: antibakteriell, entspannend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, stärkend, menstruationsfördernd
Anwendungsbereiche: Verdauungsprobleme, Dreimonats-Koliken (bei Säuglingen), Bronchitis, Husten, Halsinfektionen, Erkältung, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Insektenstiche, Frauenleiden
Verwendete Pflanzenteile: Früchte, Wurzel
Anwendung: Tee, Tinktur
 
Fichte (Picea abies) Madleen

Heilwirkung: anregend, antibakteriell, beruhigend, schleimlösend, schweisstreibend, kräftigend

Anwendungsbereiche: Husten, Asthma, Nasennebenhöhlen- und Rachenentzündung, Rheumatische Erkrankungen, Durchblutungsstörungen, Muskelkater, Nervosität, Frühjahrsmüdigkeit
Verwendete Pflanzenteile: zarte junge Triebe, Nadeln
Anwendung: ätherisches Öl, Tinktur, Waschzusatz, Tee, Aufguss, Terpentinöl
 
Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) Franziska

Heilwirkung: beruhigend, blutstärkend, harntreibend, krampflösend, kräftigend, entzündungshemmend

Anwendungsbereiche: Erkältung, Mund- und Rachenentzündung, Appetitlosigkeit, Blähungen, Durchfall, Ödeme, Schlaflosigkeit, Nieren- und Herzschwäche, Frauenleiden
Verwendete Pflanzenteile: Kraut während der Blüte
Anwendung: innerlich und äußerlich, Tee, Badezusatz, Umschläge
 
Gänseblümchen (Bellis perennis)
Heilwirkung: blutreinigend, blutstillend, harntreibend, krampflösend, appetitanregend
Anwendungsbereiche: Husten, Erkältungen, Verdauungsprobleme, rheumatische Erkrankungen, Frauenleiden, Ödeme, Blasen-, Nierensteine, Hautkrankheiten, Wunden
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten als essbare Dekoration
Anwendung: Tee, Tinktur (Alkohol), roh
 
Gartenkresse (Lepidium sativum)
Heilwirkung: anregend, harntreibend, kräftigend durch Vitamin C, B, Eisen, Kalzium und Folsäure
Anwendungsbereiche: Harnwegserkrankungen, Frühjahrsmüdigkeit, Appetitlosigkeit, Verdauungsprobleme
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Keimlinge
Anwendung: am besten roh essen
 
Ginkgo (Ginkgo biloba) Franziska

Heilwirkung: durchblutungsfördernd, gefäßerweiternd, symptomatisch wirksam gegen hirnorganische Leistungsstörungen

Anwendungsbereiche: Achtung - leicht giftig! Mögliche Nebenwirkungen Magen-, Darmprobleme, Kopfschmerzen, allergische Reaktionen! Laufende Diskussion über mögliche kanzerogene Wirkung! Förderung der Hirn- und Gedächtnisleistung, Demenz, Durchblutungsstörungen, Tinnitus, Schwindel
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Früchte
Anwendung: Tee, Tinktur, hauptsächlich pharmazeutische Verarbeitung
 
Ginseng (Panax Ginseng) Kassandra

Heilwirkung: stärkend, entzündungshemmend, blutzuckerregulierend, entgiftend, hautpflegend, gefäßerweiternd, symptomatisch wirksam gegen hirnorganische Leistungsstörungen, blutgerinnungshemmend

Anwendungsbereiche: Rekonvaleszenz, Wundheilung, Arteriosklerose, Wechseljahresbeschwerden, Stärkung der Libido, Förderung der Hirn- und Gedächtnisleistung
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Anwendung: Tee, Tinktur, Pulver, pharmazeutische Verarbeitung
 
Goldrute (Solidago virgaurea) Lea

Heilwirkung: sehr stark harntreibend, blutreinigend, entzündungshemmend

Anwendungsbereiche: Blasen- und Nierenerkrankungen, Blähungen, Ödeme
Verwendete Pflanzenteile: Kraut während der Blüte
Anwendung: innerlich und äußerlich, Tee (auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten), Tinktur, Kaltaufguss
 
 
Granatapfel (Punica granatum) Anna
Heilwirkung: adstringierend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, kühlend, stärkend, antioxidativ
Anwendungsbereiche: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Wechseljahresbeschwerden, Entzündungen, Diabetes, Verdauungsbeschwerden, Radikalfänger
Verwendete Pflanzenteile: Frucht, Samen, Knospen, Wurzelrinde
Anwendung: innerlich und äußerlich, Früchte essen, Saft, Tee, Öl, Tinktur
 
Gurke (Cucumis sativa) Juliane

Heilwirkung:blutreinigend, entgiftend, entschlackend, harntreibend, hautpflegend

Anwendungsbereiche: Diabetes, Blasen- und Nierenleiden, Verstopfung, Hautprobleme
Verwendete Pflanzenteile: Früchte, Samen
Anwendung: innerlich und äußerlich, Nahrungsbeigabe, Saft
 

Hanf (Cannabis) Johannes

Heilwirkung: schmerzlindernd, muskelentspannend, krampflösend, beruhigend, antibiotisch, hautpflegend

Anwendungsbereiche: Verstopfung, Malaria, Rheumatische Erkrankungen, Schmerzen, Übelkeit, Epilepsie, Asthma, Neurodermitis, MS, Stress, Depressionen, Tourette-Syndrom
Verwendete Pflanzenteile: Samen, Blätter
Anwendung: innerlich und äußerlich, Tee, Tinktur, Öl, Hanfbutter
 
Heidekraut (Calluna vulgaris)
Heilwirkung: blutreinigend, harntreibend, stoffwechselfördernd, wundheilend
Anwendungsbereiche: Blasen- und Nierensteine, Rheuma, Gicht, Ekzeme
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Krautspitzen
Anwendung: Tee, Tinktur, Badezusatz
 
Himbeere (Rubus idaeus) Franziska

Heilwirkung: entzündungshemmend, schweisstreibend, verdauungsregulierend, geburtserleichternd, Stärkung des Immunsystems, entkrampfend

Anwendungsbereiche:  Magen-, Darmerkrankungen, Zahnfleischentzündung, Verdauungsprobleme, Erkältung, Regelbeschwerden, Geburtsvorbereitung, Übelkeit
Verwendete Pflanzenteile:  Blätter, Früchte, Blüten
Anwendung:  Tee, Obstsalat, in Süßspeisen
 
Holunder (Sambucus nigra) Franziska
Heilwirkung: schweißtreibend, fiebersenkend, harntreibend, schleimlösend, entzündungshemmend, beruhigend, anregend, krampflösend, blutreinigend
Anwendungsbereiche:  Ödeme, Schmerzen, Hautprobleme, Wundheilung, Hämorrhoiden, Blähungen, Entzündungen, Schlafstörungen, Schweißfüße, Erkältungskrankheiten
Verwendete Pflanzenteile:  Blüten, Beeren, Rinde (Keine unreifen Beeren oder Blätter essen = Durchfall, Erbrechen; Wurzeln giftig)
Anwendung:  Tee, Sirup, Wein, Umschläge, Inhalation
 
Indianernessel (Monarda didyma) (auch bekannt als Goldmelisse)
Heilwirkung: anregend, beruhigend, harntreibend, schleimlösend, schweisstreibend
Anwendungsbereiche: Bronchitis, Erkältung, Verdauungsprobleme, Würmer, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Frauenleiden, Wunden
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Blüten
Anwendung: innerlich und äußerlich, Tee, roh, gekocht, Tinktur, Wasch- und Badezusatz
 
Jiaogulan (Gynostemma pentphyllum)
Heilwirkung: krampflösend, anregend, beruhigend, cholesterinsenkend, blutzuckersenkend
Anwendungsbereiche: Depressionen, Schlafstörungen, Abgespanntheit, Stärkung des Immunsystems, erhöhter Blutdruck, Diabetes, Galle- und Lebererkrankungen, Herzinsuffizienz, Asthma, Bronchitis
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Anwendung: Tee, Aufguss, roh
 
Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Heilwirkung: beruhigend, stimmungsaufhellend, schmerzlindernd, wundheilend
Anwendungsbereiche: Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Erregung, Unruhe, Depressionen, Verletzungen (Achtung: leicht giftig, erzeugt eine Sonnenbrandneigung, vermindert die Wirkung einiger Medikamente
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Blätter
Anwendung: Tee, Tinktur, Ölzusatz (Johanniskrautblüten 2 Monate lang in kaltgepresstes Oliven- oder Sonnenblumenöl einlegen)
 
Kamille (Matricaria Chamomilla)
Heilwirkung: antibakteriell, austrocknend, beruhigend, blutreinigend, entzündungshemmend
Anwendungsbereiche:  Magen- und Darmerkrankungen, Mundgeruch, Blasenschwäche,Kopfschmerzen,Schlaflosigkeit, Stress
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Kraut
Anwendung: Tee, Waschzusatz, Öl, Tinktur
 
Kerbel (Anthriscus cerefolium) Vanessa
Achtung: Wildwuchs kann mit dem giftigen Schierling verwechselt werden
Heilwirkung: blutreinigend, harntreibend, schleimlösend, schweisstreibend, verdauungsregulierend, schlaffördernd, blutdrucksenkend
Anwendungsbereiche: Kopfschmerzen, Erkältung, Fieber, Hautprobleme, Schlaflosigkeit 
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Anwendung: Salatbeigabe, Tee
 
Knoblauch (Allium sativum)
Heilwirkung: antibakteriell, desinfizierend, krampflösend, sekretionssteigernd
Anwendungsbereiche:  Arteriosklerose, Bluthochdruck, Herzschwäche, stärkt Immunsystem, Infektionen, Verdauungsstörungen, Wechseljahrbeschwerden, Magen-, Darminfektionen, Würmer, Warzen 
Verwendete Pflanzenteile: Knolle, Stengel
Anwendung: roh, gekocht, Tinktur (in Alkohol ansetzen), Knoblauchscheibe auf Warze legen
 
Kümmel (Carum carvi)
Heilwirkung: entkrampfend, milchbildend, verdauungsfördernd, schmerzlindernd
Anwendungsbereiche: Verdauungsprobleme, Blähungen, Kopfschmerzen, Völlegefühl
Verwendete Pflanzenteile: Samen, Blätter, Wurzeln
Anwendung: Tee, Pulver
 
Lavendel (Lavendula officinalis)
Heilwirkung: antiseptisch, beruhigend, harntreibend, krampflösend, blähungstreibend 
Anwendungsbereiche: Erschöpfungszustände, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Hautkrankheiten, Herz- und Kreislaufbeschwerden, Verdauungsprobleme, Beschwerden der Atmungsorgane, Nervenleiden, Zecken- und Mottenschutz
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Blätter
Anwendung: innerlich und äußerlich, Tee, Tinktur, Badezusatz, Salben, Kräuterkissen
 
Löwenzahn (Taraxacum officinale)
Heilwirkung: blutbildend, blutreinigend, harntreibend, stärkend
Anwendungsbereiche: Husten, Fieber, Appetitlosigkeit, Frühjahrsmüdigkeit, Verdauungsprobleme, rheumatische Erkrankungen, Gallenschwäche, Nierensteine, Kopfschmerzen, Frauenleiden, Hautleiden, Warzen
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten, Wurzel
Anwendung: Tee, Tinktur, roh
 
Malve (Malva neglecta) (Malvengewächse sind auch Echter Eibisch, Hibiskus)
Heilwirkung: entzündungshemmend, lindernd, schleimlösend
Anwendungsbereiche: Bronchitis, Fieber, Haut-, Kehlkopf-, Stimmbänder-, Magen-, Schleimhaut-, Mund- und Rachenraumentzündungen
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Blätter, Wurzeln, Samen
Anwendung: Tee, Badezusatz, Tinktur
 
Mate (Ilex paraguariensis) Sebastian
Heilwirkung:  anregend, harntreibend, schweisstreibend, stoffwechselfördernd
Anwendungsbereiche: Verstopfung, Verdauungsschwäche, Magenbeschwerden, gegen Heisshunger, Müdigkeit, Kreislaufprobleme, Muskelschwäche, Hauterkrankungen
Verwendete Pflanzenteile:  Blätter
Anwendung: Tee
 
Nelkenwurz (Geum urbanum) Jasmin
Heilwirkung: antibakteriell, beruhigend, krampflösend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Blähungen, Magenerkrankungen, Schmerzen, Mundpflege
Verwendete Pflanzenteile: Blütenknospen
Anwendung: Aufguss, Tee, Tinktur, ätherisches Öl, Gewürz
 
Olive (Olea europaea) Jason
Heilwirkung: hautpflegend, abführend, Herz- und Kreislauf stärkend
Anwendungsbereiche: Hauterkrankungen, Verstopfung, hoher Blutdruck 
Verwendete Pflanzenteile: Blätter , Früchte , Öl
Anwendung: innerlich und äußerlich, Speisezusatz, Tinktur, Aufguss, Waschzusatz
 
Petersilie (Petroselinum hortense, Petroselinum crispum)
Heilwirkung: austreibend, krampflösend, schleimlösend, stärkend, 
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Mundgeruch, Frauenleiden (in der Schwangerschaft sparsam anwenden), Frühjahrsmüdigkeit, Depression, Insektenstiche, Schuppen
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Samen, Wurzel (am besten roh, hoher Vitamin-C-Gehalt)
Anwendung: innerlich und äußerlich, Tee, Tinktur, Umschläge, Waschzusatz
 
Pfefferminze (Mentha piperita)
Heilwirkung: antibakteriell, keimtötend, beruhigend, galletreibend, entkrampfend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche:  Erkältung, Appetitlosigkeit, Verdauungsprobleme, Mundgeruch, Nierenschwäche, Herzschwäche, Schlaflosigkeit, Schmerzen, Rheuma, Wundheilung, Wechseljahrbeschwerden
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Anwendung: Tee, Tinktur, Umschläge, Waschzusatz, Dampfbad, Inhalation
 
Pimpinella (Pimpinella saxifraga) (auch bekannt als Bibernelle)
Heilwirkung: adstringierend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, schleimlösend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Husten, Halsbeschwerden, Erkältung, Verdauungsprobleme, Hämorrhoiden, rheumatische Erkrankungen, Nierensteine, Herzbeschwerden, Müdigkeit, Ekzeme, Hautausschläge
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel 
Anwendung: Tee, Tinktur
 
Quitte (Cydonia oblonga) Katharina
Heilwirkung: antioxidativadstringierend, verdauungsregulierend, hautpflegend, blutdruckregulierend, entzündungshemmend, harntreibend, kühlend, schleimlösend
Anwendungsbereiche:  Radikalfänger,  senkt den Cholesterinspiegel, Arteriosklerose, Gicht, Bronchitis, Erkältung, Mund- Rachenentzündung, Sodbrennen, Mundgeruch, Magen- und Darmprobleme, 
Verwendete Pflanzenteile: Gesamte Frucht incl. Kerne (Kerne dürfen nicht gekaut oder zerkleinert werden = extrem bitter und enthält Blausäure. Quittenkerne werden getrocknet und bei Halsschmerzen oder Husten "gelutscht", eingeweicht oder aufgekocht), Blätter
Anwendung: innerlich und äußerlich, Tee, ätherisches Öl (Schale der Frucht), Quittenmus, Quittenschleim (von in Wasser eingelegten Kernen), Quittenmark, Tinktur, Auflagen, Umschläge, Aroma (Schale) 
 
Ringelblume (Calendula officinalis)
Heilwirkung: abschwellend, adstringierend, antibakteriell, anregend, krampflösend, pilztötend, reinigend, schweisstreibend
Anwendungsbereiche: Mundschleimhautentzündungen, Magen- und Darmstörungen, Hämorrhoiden, Gallenbeschwerden, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Schwindel, Angstzustände, Frauenleiden, Verletzungen, Hautkrankheiten, Wundheilung, unreine Haut, Warzen, Krampfadern
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, junge Blätter (Vorsicht bei Allergien)
Anwendung: innerlich und äußerlich, Tee, Tinktur, Kompresse, Salben
 
Rose (Rosa centifolia, Rosa gallica)
Heilwirkung: adstringierend, anregend, blutreinigend, blutstillend, wundheilend, entspannend, nervenstärkend
Anwendungsbereiche:  Erschöpfungszustände, Heuschnupfen, Mundentzündungen, Leberschwäche, Gelbsucht, leichte Herz-, Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen, Depression
Verwendete Pflanzenteile: Blüten 
Anwendung: Tee, Wein, Tinktur, Badezusatz, Einreibung
 
Rosmarin (Rosmarinus officinalis)
Heilwirkung: adstringierend, anregend, antibakteriell, pilztötend, entspannend, entzündungshemmend, krampflösend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche:  Erschöpfungszustände, Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Herz- und Kreislaufbeschwerden, Verdauungsstörungen, Gicht, Ekzeme, nicht in der Schwangerschaft anwenden
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten 
Anwendung: Tee, Wein, Tinktur, Badezusatz, Einreibung, innerlich und äußerlich
 
Salbei (Salvia officinalis)
Heilwirkung: adstringierend, blutstillend, entzündungshemmend, krampflösend
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Hals-, Rachen-, Mundbeschwerden, Erkältung, Husten, Verdauungsprobleme, Gicht, Rheuma, Depressionen, gegen starkes Schwitzen, Wechseljahr-, Menstruationsbeschwerden, Insektenstiche, Hauterkrankungen, Wundheilung
Verwendete Pflanzenteile: Blätter (nie langfristig, ätherisches Öl kann bei Empfindlichkeit epileptische Anfälle auslösen)
Anwendung: Tee, Tinktur, Mundspülung, Badezusatz, Salben, Blätter zerkaut Zahnpastaersatz
 
Schnittlauch (Allium schoenoprasum)
Heilwirkung: blutreinigend, harntreibend, schleimlösend, entzündungshemmend, Vitamin A, C, B
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Blähungen, Verdauungsprobleme, Frühjahrsmüdigkeit, Gicht, Husten, reguliert schonend erhöhten Blutdruck, senkt den Cholesterinspiegel 
Verwendete Pflanzenteile: Stengel, Blüten 
Anwendung: Heilwirkung am besten durch roh essen
 
Spitzwegerich (Plantago lanceolata) Sebastian
Heilwirkung: antibakteriell, adstringierend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, schleimlösend, Vitamin C
Anwendungsbereiche: Husten, Verdauungsprobleme, Magen-, Darmerkrankungen, Hautkrankheiten, Appetitlosigkeit, Augenentzündungen, Blasenschwäche, Erkältung, Hämorrhoiden, Halsschmerzen, Leberschwäche, Soor
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Wurzeln, Samen
Anwendung: Tinktur, Saft, Tee
 
Süßholz (Glycyrrhiza glabra) Nathalie
Heilwirkung: abführend, antibakteriell, fungizid, blutdrucksteigernd, harntreibend, schleimlösend, schmerzlindernd
Anwendungsbereiche:  Husten, Gicht, Übergewicht, Kopfschmerzen, Magenprobleme, Hypotonie, Obstipation, Rheuma
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Anwendung: Tee, Tinktur, Bestandteil der Lakritze
 
Thymian (Thymus vulgaris)
Heilwirkung: anregend, antibakteriell, beruhigend, blutstillend, desinfizierend, entzündungshemmend, krampflösend, pilztötend, schleimlösend, schmerzstillend, schweisstreibend
Anwendungsbereiche: Husten, Halsentzündung, Heiserkeit, Zahnfleischentzündung, Mundgeruch, Verdauungsprobleme, Rheuma, Gicht, Harnwegserkrankungen, Frauenleiden (In der Schwangerschaft meiden), Schlaflosigkeit, Verletzungen, Gelenkschmerzen, Hautleiden, Wundheilung
Verwendete Pflanzenteile: Blätter (Achtung: angebranntes Thymiankraut mit Blüten wirkt berauschend)
Anwendung: Tee, Tinktur, Kompresse, Salben, Mundspülung, Dampfbad, Inhalation
 
Weinraute (Ruta graveolens)
Heilwirkung: krampflösend, durchblutungsfördernd, treibend, kreislauffördernd
Anwendungsbereiche: Verdauungsprobleme, Kreislaufstörungen, Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Frauenleiden, Rheuma, Gicht (ACHTUNG: Nicht in der Schwangerschaft verwenden, da die Gefahr einer Fehlgeburt besteht)
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Anwendung: Tee
 
Wermut (Artemisia absinthium)
Heilwirkung: blutbildend, blutreinigend, treibend, kreislaufstärkend, anregend
Anwendungsbereiche: Blähungen, Mundgeruch, Würmer, Gallenbeschwerden, Frauenleiden, Nierenschwäche, Wundheilung, Ohrenschmerzen, Verstauchungen, 
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Anwendung: Tee, Tinktur (Alkohol)
 
Ysop (Hyssopus officinalis) Xana
Heilwirkung: entzündungshemmend, Auswurf fördernd, krampflösend, menstruationsfördernd, schweißhemmend
Anwendungsbereiche: Chronische Bronchitis, Asthma bronchiale, Magen-Darm-Katarrh, Blähungen
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Anwendung: Bäder, Tee, Tinktur, Umschlag
 
Zitronenmelisse (Melissa officinalis)
Heilwirkung: anregend, antibakteriell, beruhigend, entspannend, krampflösend, kühlend, pilz-, virushemmend, schmerzstillend, schweisstreibend,
Anwendungsbereiche: Erkältung, Fieber, Husten, Appetitlosigkeit, Verdauungsprobleme, Gicht, Rheuma, nervöse Herzbeschwerden, Kopf-, Ohren-, Zahnschmerzen, Unruhezustände, Neuralgien, Menstruationsbeschwerden, Wechseljahrbeschwerden, Insektenstiche, Verletzungen
Verwendete Pflanzenteile: ganze Kraut
Anwendung: Tee, Tinktur, Kompresse, Mundspülung, Badezusatz, Salben,  Öl, Dampfbad, Duftkissen
 
Zwiebel (Allium cepa)
Heilwirkung: antibakteriell, schleimlösend, blutbildend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend
Anwendungsbereiche: Bronchitis, Halsentzündung, Heiserkeit, Mittelohrentzündung, Infektionen, Fieber, Kopfschmerzen, Magen- und Verdauungsprobleme, Würmer, Ödeme, Arteriosklerose, herz- und kreislaufregulierend, Skorbut, Diabetes, Blutzucker senkend, Nierenschwäche, Rheuma, Gicht, Haarausfall, Insektenstiche, Brandwunden, Erfrierungen, Furunkel, eitrige Wunden, Hämorrhoiden, Entzündungen im weiblichen Genitaltrakt
Verwendete Pflanzenteile: Knolle, Lauch
Anwendung: Saft, Tinktur, Einreibungen, Wickel, Kompresse
 
 
Übrigens: es schadet nichts, wie bei Pilzen, sich ein paar Kenntnisse über Pflanzen anzueignen. Pflanzen können nämlich auch giftig sein. Auch sie finden in der Medizin als Heilpflanzen Verwendung. Als Laie sollte man aber tunlichst Hände (bei einigen Pflanzen reicht ein Hautkontakt) und erst recht Mund von lassen. 
 
 
Auch beim Kauf von Kräutern sollte man Ahnung haben. Es ist bereits vorgekommen, dass sich beispielsweise auf Wochenmärkten in Bärlauchblättern die Blätter von Giftpflanzen befanden.
 
 

merkur-online.de /  20.04.09 München

Tödliche Vergiftung

Bärlauch verwechselt - Mann stirbt

München - Ein 70-Jähriger hat die Blätter der Herbstzeitlosen für Bärlauch gehalten und diesen Fehler mit dem Leben bezahlt. Im Frühjahr sprießen beide Pflanzen dicht an dicht in der Natur.

 

 
 
 

 

Tee aus Heilkräutern

 

Zubereitungen

Tee ist nicht gleich Tee: Nicht nur die Mischung ist ausschlaggebend, sondern auch die Zubereitung.

Aufguss oder Infus

Der Aufguss ist die bekannteste Zubereitungsart. Zerkleinerte Blatt-, Blüten- oder Krautdrogen werden mit kochendem Wasser übergossen. Anschließend wird das Gefäß abgedeckt, man lässt den Tee, je nach Art, zwischen fünf bis zwanzig Minuten ziehen und filtert oder seiht ihn dann ab. Nicht nur getrocknete Pflanzenteile eignen sich für den Aufguss, sondern auch frische Blätter (z.B. Minze, Brennessel, Salbei, Melisse, etc), falls vorhanden. Bei süßlich schmeckenden Heilpflanzen mit viel ätherischen Ölen, wie beispielsweise Anis oder Fenchel kann man für den Aufguss auch kochende Milch verwenden. Die Milch setzt mehr ätherische Öle frei.

Die meisten Tees werden mit Teebeuteln zubereitet, weil das einfach bequemer ist. Der Tee in den Beuteln ist fein gemahlen. Damit entfällt eine Kontrolle, was wirklich im Beutel steckt. Teebeutel mit hochwertigen Tees sind in der Regel sehr teuer. Bei einem Tee als Durstlöscher ist es ziemlich egal, ob er aus aromatisierten Sägespänen besteht. Beim Tee, der als Heilmittel eingesetzt wird, sind Teebeutel nicht zu empfehlen.

Abkochung oder Dekokt

Tee aus schwer ausziehbaren Pflanzenteilen wie Wurzeln, Rinden oder Hölzer werden in kaltes Wasser gegeben. Dazu sollte man keinen Metalltopf verwenden, sondern einen emailierten oder gläsernen Topf. Es hängt von den Pflanzenteilen ab, wie lange sie im kalten Wasser eingelegt werden. Der Inhaltsstoff, der extrahiert werden soll, bestimmt die Dauer. Das Gleiche gilt auch für die Kochdauer und für die Temperatur beim Kochen. Die Kochzeiten sind je nach Material zwischen fünf bis 30 Minuten. Manche Tees werden zum Schluss gefiltert, andere abgeseiht.

Kaltwasserauszug oder Mazerat

Kräuter mit einem hohen Anteil ätherischer Öle oder Schleim werden mit kaltem bis lauwarmen Wasser übergossen und bleiben dann abgedeckt acht bis zwölf Stunden bei Raumtemperatur stehen. Anschließend abseihen und direkt vor dem Trinken erwärmen, nicht kochen.

 

Die unterschiedlichen Zubereitungen am Beispiel Weidenrindentee:

(Weidenrinde wirkt fiebersenkend, schmerzstillend, harntreibend, antirheumatisch, entzündungshemmend und blutverdünnend. Achtung: Nicht in der Schwangerschaft anwenden!)

Aufguss: Weidenrinde mit kochendem Wasser übergießen, fünf bis fünfzehn Minuten ziehen lassen, abseihen. Bei dieser Zubereitung wird vor allem Salicin freigesetzt, das zu Salicylsäure umgewandelt wird. Aspirin besteht aus Acetylsalicylsäure, kann aber, im Gegensatz zur Weidenrinde, Beschwerden im Magen-Darmtrakt auslösen. Die Salicylsäure der Weidenrinde wirkt schmerzenlindernd, entzündungshemmend und fiebersenkend.

Abkochung: Die Weidenrinde in einen Topf mit kaltem Wasser geben, zugedeckt langsam erhitzen, etwa 20 Minuten vor sich her köcheln lassen und abseihen. Durch diese Herstellung werden mehr Gerbstoffe freigesetzt. Gerbstoffe wirken adstringierend, schmerzlindernd, stopfend bei Diarrhoe, blutstillend, sekretionshemmend, schleimhautschützend, keimhemmend, bakterizid, fungizid, entzündungshemmend und austrocknend. Dieser Tee wäre geeignet als Gurgelmittel bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum oder Zahnfleischbluten, für Umschläge, Waschungen oder Fußbäder bei übermäßigem Fußschweiß.

Kaltwasserauszug: Die Weidenrinde acht bis zwölf Sunden in kaltes Wasser einlegen. Abseihen und kurz zur Keimminderung aufkochen. Der Kaltwasserauszug erreicht nach einer bestimmten Zeit ein Lösungsgleichgewicht. Die Weidenrinde kann unverändert ihre Wirksamkeit entfalten ohne Erhöhung der Gerbstoffe wie bei der Abkochung. Der Kaltwasserauszug ist erheblich stärker in der Wirkung wie der Aufguss und eignet sich therapeutisch beispielsweise bei chronischen Rückenschmerzen oder Gelenschmerzen durch Arthrose. In der Geflügelzucht wird oft ein Kaltwasserauszug (ohne Aufkochen) von Weidenrinden eingesetzt zur Entwurmung von Vögeln.

 

Im Handel wird Weidenrinde geschnitten, gerieben und pulverisiert angeboten. Man sollte sich für die geschnittene Weidenrinde entscheiden.

 


 

 Blasentee  Erkältung  Depressionen

Lisa:

 

Blasentee

Heilkräuter: Bärentraube, Birke, Hauhechel, Kamille, Löwenzahn, Veilchen, Gartenkresse, Johanniskraut, Holunder, Liebstöckel, Thymian, Wacholder, Hopfen, Brennessel, Schachtelhalm

 

Rezepte für Blasentee

Kräutermischung

5g Bohnenhülsen 
10g Birkenblätter
15g Schachtelhalm
20g Bärentraubenblätter

Zutaten gut miteinander mischen. Einen Esslöffel der Mischung mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen und absieben. Drei bis vier Tassen täglich trinken.

 

Bärentraubentee

Der Tee muss schonend zubereitet werden, um die Heilwirkung zu steigern. Zwei Teelöffel Bärentraubenblätter 24 Stunden in ¼ L kaltem Wasser einweichen und ab und zu umrühren. Das Ganze sieben und erwärmen. Täglich zwei- bis dreimal eine Tasse trinken. Der Tee wirkt antibakteriell und harntreibend. Die Bärentraube kommt aus Nordamerika und Eurasien. Die sogenannte immergrüne Bärentraube trägt rote Früchte und sehr intensiv grüne kleine Blätter. In Deutschland gilt die Bärentraube als stark gefährdet.

 

Kamillentee

Kamillenblüten, frisch oder getrocknet, mit kochendem Wasser begießen. Etwa zehn bis zwölf Minuten ziehen lassen und absieben. Kamille wächst im Garten, auf Äckern und Getreidefeldern. Sie sollte schnell getrocknet werden, da sich sonst die Inhaltsstoffe verändern. Beachtet muss auch werden, dass zu hohe Trocknungstemperaturen Inhaltsstoffe zerstören. Die echte Kamille ist selten geworden. Sie enthält entzündungshemmende und krampfstillende Inhaltsstoffe. Für die Heilanwendung werden die Blütenköpfe gesammelt. Die Kamille hat einen sehr aromatischen Duft, aber viele Menschen mögen nicht den Geschmack des Kamillentees, was bis zum Brechreiz führen kann.

 

Johanniskrauttee

Blüten, Stängel und Blätter kopfüber an einem schattigen und gut durchlüfteten Platz trocknen. Das trockene Kraut in einem gut verschließbaren Gefäß aufbewahren. Das Gefäß sollte dunkel, kühl und trocken stehen. Zur Teezubereitung einen Esslöffel mit heißem, nicht kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten bedeckt ziehen lassen. Johanniskrauttee wird nicht nur als Blasentee verwendet, es ist stimmungsaufhellend, hilft bei Depressionen. Der Tee wird auch bei Verdauungsstörungen eingesetzt. Johanniskraut wirkt antibakteriell, beruhigend, harntreibend und krampflösend. Johanniskraut findet man in lichten Wäldern, Magerrasen und Gebüschen. 
Achtung! Nebenwirkungen und Wechselwirkungen
Das Johanniskraut steigert die Empfindlichkeit gegenüber Sonnenstrahlung mit dem Risiko eines Sonnenbrandes. Außerdem kann Johanniskraut die Wirkung mancher Medikamente senken, beispielsweise Antibiotika. Obwohl das Johanniskraut leicht giftig ist, wird es im Allgemeinen gut vertragen und zeigt relativ wenig Nebenwirkungen wie beispielsweise manische Episoden, geringe Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Erregung oder Müdigkeit. Bei einer Überdosierung treten Schwindel, Grippegefühl, Bewusstseinseintrübung, unwillkürliche Muskelzuckungen und Angstzustände auf.

 

Schachtelhalmtee

Die heutigen Schachtelhalme sind die letzten Überlebenden einer ehemals artenreichen Gruppe. Sie traten vor etwa 375 Millionen Jahren auf, erreichten Wuchshöhen von bis zu 30 Metern und ein Meter Stammdurchmesser und sind wichtiger Bestandteil der Steinkohlenwälder. Die heutigen eher unscheinbaren Schachtelhalme sind lebende Fossilien. 2010 wurde der größte Schachtelhalmbaum im Stadtgebiet von Chemnitz gefunden und als „Fossil des Jahres 2010“ gekürt. Er hat eine Länge von circa 10 Metern und wiegt mehrere Tonnen. Wenn man bedenkt, wie lange es die Menschheit gibt und wie lange Schachtelhalme, darf man sich schon etwas in Demut versuchen, zumal der Schachtelhalm unter den Heilpflanzen für den Menschen ein echtes Allroundtalent darstellt.

Schachtelhalme findet man heute in Wäldern, auf Äckern, Bahndämmen, Böschungen und Lehmböden. Auf Lehmböden gewachsene Pflanzen wirken am heilkräftigsten. Zwei gehäufte Teelöffel Schachtelhalmkraut mit 1/4 Liter kochendes Wasser etwa 20 Minuten kochen und danach etwa zehn Minuten abgedeckt ziehen lassen, absieben und drei Tassen täglich trinken. Er wirkt harntreibend, abschwellend und immunstimmulierend. Früher wurde der Schachtelhalm zum Putzen von Metall genutzt, daher wird er auch oft als Zinnkraut benannt.

 

Hauhecheltee

Die Hauhechel wirkt harntreibend und antibakteriell. Eine Teekur dient zur Durchspülung bei entzündlichen Harnwegen. Da sich der Körper an die harntreibende Wirkung schnell gewöhnt, sollte man den Tee nur ein paar Tage anwenden. Für einen Hauhecheltee wird ein gehäufter Teelöffel mit zerkleinerter Hauhechelwurzel mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen. Der Tee sollte abgedeckt 20 Minuten ziehen und dann abgeseiht werden. Hauhechel wächst auf Magerrasen, Weiden und Brachland. Hauhechel wird auch bei Rheuma und Gicht angewendet.

 

Brennesseltee

Die Brennessel wird überall als Unkraut bezeichnet und ausgerupft. Doch gerade sie ist eine der wichtigsten Heilkräuter. Brennesselblätter enthalten Vitamin A und C und Gerbstoffe. Für den Tee werden junge Blätter verwendet, da die großen, älteren Blätter bitter sind. Für die Herstellung des Tees werden frische oder getrocknete Blätter verwendet und mit heißem Wasser übergossen. Normalerweise werden vier gehäufte Esslöffel Blätter mit einem Liter kochendes Wasser übergossen, Zehn Minuten lang ziehen lassen, sieben und trinken.

Brennesseltee wirkt nicht nur harntreibend, sondern auch entschlackend, verdauungsfördernd und ermunternd durch seinen hohen Eisengehalt. Aber er hilft auch bei Akne, Harnwegsentzündungen, Heuschnupfen, Kopfschmerzen, Erkältungen oder Ekzeme. Und wer seine Zimmer- oder Gartenpflanzen liebt, gönnt ihnen ab und zu eine Dusche mit Brennesselsud, um Blattläuse fernzuhalten. Die Brennessel ist viel zu schade für den Misthaufen und mangelnde Wertschätzung.

 


Sina:

Erkältungstees

 

Thymian-, Pfefferminztee

Gut bei Erkältung, Bronchitis und Kopfschmerzen: Zwei Esslöffel frischen, gehackten Thymian und zwei Esslöffel frische, gehackte Pfefferminze mit einer Tasse kochendes Wasser übergießen, ziehen lassen, abseihen und mit einem Esslöffel Honig süßen. Mit Zitronensaft oder Melisse kann man den Tee verfeinern und die Wirkung verstärken.

 

Fiebertee

Gegen Fieber: Zwei Teelöffel Lindenblüten mit drei Teelöffel Holunderblüten vermischen und mit 1/4 Liter kochendes Wasser übergießen, ziehen lassen und abseihen.

 

Holunderblütentee

Schweißtreibend und schleimlösend, beispielsweise bei Husten: Zwei Teelöffel getrocknete Blüten mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, fünf Minuten ziehen lassen und mit Honig süßen.

 

Eibischwurzeltee

Wirkt reizlösend und erleichtert das Abhusten: Ein Teelöffel Eibischwurzel in 150ml kaltes Wasser für ein bis zwei Stunden einlegen, kurz aufkochen, abkühlen lassen und trinken.

 

Erkältungstee mit Lindenblüten

Wirkt schweißtreibend und regt das Immunsystem an: 30g Lindenblüten, 40g Holunderblüten, 20g Thymian, 5g Anis und 5g Süßholz vermengen, kurz aufkochen, fünf Minuten ziehen lassen und abseihen.

 

Ingwertee mit Ahornsirup

Wirkt bei Hustenreiz und Erkältung: Eine kleine Knolle Ingwer in dünne Scheiben schneiden und mit einem Liter kochendes Wasser übergießen. Fünf Minuten ziehen lassen, abseihen. Drei Esslöffel Ahornsirup hinzugeben und mit schwarzen Pfeffer  nach Geschmack würzen.

 


Maja

 

Tee gegen Depressionen

Johanniskraut
Hauptanwendung: Depressionen
Heilwirkungen allgemein: abschwellend, adstringierend, antibakteriell, beruhigend, blutbildend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche allgemein: Atemwegsekrankungen, Halsentzündung, Fieber
Anwendungen: Tee, Öl, Umschläge, Tinktur, Bäder

  • Für Öl werden Johanniskrautblüten zwei Monate lang in kaltgepresstes Oliven- oder Sonnenblumenöl eingelegt.
  • Für eine Tinktur werden Johanniskrautblüten bis zur Hälfte in eine möglichst dunkle Flasche gefüllt und mit wenigstens 35%igen Schnaps wie Doppelkorn, Klarer, Kornbrand, Wodka oder Branntwein aufgefüllt. Anschließend die Flasche gut verschließen und beschriften. Circa sechs Wochen lang sollte die Flasche bei Zimmertemperatur gelagert werden, zwischendurch gedreht und geschüttelt. Man könnte nun die fertige Tinktur aussieben, kann aber auch das Johanniskraut einfach in der Flasche lassen. Die Tinktur ist wenigstens ein Jahr haltbar, wenn man sie an einem kühlen und dunklen Platz lagert.

Für einen Tee zwei Teelöffel frische oder getrocknete Johanniskrautblüten mit kochendem Wasser übergießen und etwa zehn Minuten ziehen lassen. Der Tee kann zwei- bis dreimal täglich getrunken werden, auch über Wochen oder Monate hinweg.

 

Baldrian
Baldrian hilft gegen Schlafstörungen und Stress. Er wirkt beruhigend, entspannend, konzentrationsfördernd, krampflösend und schlaffördernd, macht aber eigentlich nicht müde.
Anwendungsbereich allgemein: Blähungen, Bluthochdruck, Gallenbeschwerden, Magenerkrankungen, Kopfschmerzen, Krämpfe, Nervosität, Prüfungsangst
Anwendung als Tee, Tinktur, Pulver

  • Für einen Tee nimmt man einen gehäuften Teelöffel geriebene Baldrianwurzel, übergießt sie mit 1/4 Liter kochend heißem Wasser, lässt den Tee zehn Minuten ziehen und filtert ihn.
  • Als Kaltauszug kann er allerdings besser seine Heilwirkung entfalten. Dazu weicht man die geriebene Baldrianwurzel zwölf Stunden in einer Tasse Wasser ein, filtert und erwärmt den Tee auf Trinktemperatur.
  • Auch die Blüten können zur Zubereitung des Tees genutzt werden. Sie sind milder als die Wurzel, riechen aber besser. Da man sie im Handel nicht bekommt, muss man sie selber sammeln.

Mit Baldrian kann man auch einen Wein verfeinern: Einem Liter Weißwein wird ein Esslöffel Baldrian, 2 Esslöffel Zitronenmelisse und zwei Esslöffel Minze zugegeben. Das Ganze lässt man acht Tage lang ziehen und gibt zum Abschluss noch einen 1/2 Teelöffel Safran zu. Auch dieser Wein hilft gegen Depressionen.

 

Kardobenedikte oder Benediktenkraut
Heilwirkung allgemein: Stoffwechsel-, Magen- und Darmprobleme
Anwendungsgebiete allgemein: Appetitlosigkeit,  -Verdauungsstörungen, Depressionen
Anwendung: Tee oder Kompresse
Zubereitung eines Tees: Einen Teelöffel Benediktenkraut mit einer Tasse heißem Wasser übergießen, fünf bis sieben Minuten ziehen lassen und abseihen. Man sollte dreimal täglich eine Tasse Benediktentee vor den Mahlzeiten in kleinen Schlucken trinken.

 

Melisse
Die Melisse ist ein Tausendsassa unter den Heilkräutern. Es gibt kaum eine Krankheit, die sie nicht positiv beeinflusst. Bereits im Mittelalter wurde die eigentlich im östlichen Mittelmeergebiet beheimatete Pflanze in Germanien eingeführt. Karl der Grosse befahl in seiner Verordnung "Capitulare de villis", dass die Melisse in jedem Klostergarten angebaut werden sollte.
Heilwirkung allgemein: anregend, antibakteriell, aufmunternd, beruhigend, entspannend, krampflösend, kühlend, pilzhemmmend, schmerzstillend, schweißtreibend, virushemmend
Anwendungsbereiche allgemein: Angstzustände, Appetitlosigkeit, Blähungen, Blutergüsse, Erkältungskrankheiten, Fieber, Geschwüre, Herzbeschwerden, Husten, Insektenstiche
Anwendung als Tee, Umschlag, Tinktur oder Kompresse
Zubereitung für einen Tee gegen Depressionen: 25g Melisse und 50g Rosenblütenblätter mischen und mit 1/4 l heißem Wasser übergießen, ziehen lassen und abseihen. Zwei bis drei Tassen täglich drei Wochen lang trinken.


Rosmarin
Heilwirkung allgemein: adstringierend, anregend, entspannend, krampflösend, pilztötend, antibakteriell, stärkend, menstruationsfördernd
Anwendungsbereiche allgemein: Kopfschmerzen, Blähungen, Herzschwäche, Rheuma, Durchfall, Nervosität, Unruhe, Haarausfall
Blätter und Blüten werden verwendet für Tee, Tinktur und Öl
Für einen Tee gegen Depressionen mischt man vier Teile Johanniskraut, drei Teile Angelika, drei Teile Rosmarin und je einen Teil Beifuß, Quendel (wilder Thymian) und Salbei. Von dieser Mischung benötigt man einen gehäuften Teelöffel, den man mit heißem Wasser übergießt. Ziehen lassen, abseihen und täglich drei bis vier Tassen trinken.

 

 

Einsatz von Heilkräutern zu bestimmten Krankheiten

 

 Diabetes  Heilkräuter zur Beruhigung und gegen Stress  Hustensaft  Stärkung des Immunsystems  Erkältung  Obstipation / Verstopfung  Appetitlosigkeit, Erbrechen, Magenkrämpfe   Diarrhoe / Durchfall   Ohrenschmerzen  Entzündungen im Mund-Rachenraum  Diuretische Heilkräuter  Kopfschmerzen  Halsschmerzen

 

Vanessa:

Heilkräuter gegen Diabetes

 

Bittermelone

Die Bittermelone wird auch als Bittergurke, Balsambirne oder Bittere Spring-Gurke bezeichnet und stammt aus Asien. Das tropische Kürbisgewächs ist im asiatischen Raum seit Jahrhunderten eine vielbeachtete Heilpflanze. Die Bittermelone kann als Gemüsegericht verwendet werden. Dazu werden die Kerne entfernt und das Fruchtfleisch in dünne Scheiben geschnitten mit Salz eingerieben, um die Bitterstoffe zu reduzieren. Blätter, Früchte, Samen und Samenöl enthalten insulinähnliche Stoffe, die den Blutzuckerspiegel senken. Im Handel gibt es einen Tee der Bittermelone unter der Bezeichnung Gohyah-Tee.

Wirkung: Blutzuckerspiegelsenkung, Glukose wird effektiver genutzt, Behinderung der Zuckeraufnahme im Darm

Dosierung: Drei bis sechs Eßlöffel täglich der Frucht, Tee oder Kapseln nach Herstellerangaben

Nebenwirkungen: Magen-Darm Probleme, Durchfall, Schwangeren wird vom Verzehr abgeraten.

 

Feigenkaktus

Der Feigenkaktus kommt ursprünglich aus Amerika, ist aber auch mittlerweile in der Mittelmeerregion heimisch. Die aromatischen Früchte, die aus den gelben Blüten enstehen, erinnern im Geschmack an Birnen. Neben zahlreichen anderen Heilwirkungen senken sie auch den Blutzuckerspiegel. Die Zubereitung ist sehr einfach: Die Frucht wird halbiert und mitsamt Kernen ausgelöffelt. Weniger einfach ist es, an die Früchte zu kommen. Die Ernte geht schnell, aber die Entfernung der Dornen aus Haut und Kleidung könnte ein längeres Projekt werden.

Wirkung: Blutzuckerspiegelsenkung, enthält insulinähnliche Komponenten und ist reich an Ballaststoffen

Dosierung: täglich 1/2 Tasse gekochter Kaktus

Nebenwirkungen: nicht bekannt bis auf stundenlanges Entfernen der Dornen

 

Ginseng

Der auch als Kraftwurz bezeichnete Ginseng stammt aus Asien und wächst in schattigen Laub- und Mischwäldern. Bereits  im Jahre 40 vor Christus wurde die Pflanze als Heilmittel gepriesen. Verwertet wird die Wurzel. Die Ginsengwurzel steht für Gesundheit und ein langes Leben und durfte früher in Asien nur von Königen oder Kaisern verwendet werden. Heute wird Ginseng in Plantagen angebaut, aber der Anbau ist schwer. Die Ginsengpflanze benötigt zwei Jahre zum Keimen, im dritten Jahr blüht sie. Erst nach vier Jahren könnten die Wurzeln geerntet werden, doch ihre volle Heilwirkung besitzen die Wurzeln erst frühestens nach sechs Jahren. Für alte Wurzeln von zehn Jahren oder älter werden hohe Preise gezahlt.

Wirkung: Senkung des Blutzuckerspiegels,  stärkt das Immunsystem und stimuliert die Insulinsekretion

Dosierung: Drei bis fünf Milliliter Tinktur dreimal täglich

Nebenwirkungen: nicht bekannt

 

Gymnema Sylvestre

Gymnema sylvestre ist eine große, immergrüne Rankpflanze, die in den tropischen Wäldern des südlichen und zentralen Indiens beheimatet ist. In der traditionellen Indischen Medizin wird sie seit mehr als 2000 Jahren zur Behandlung von Diabetes genutzt. Der indische Name bedeutet „Zuckerzerstörer“ und ist dort auch als ''süßer Geschmack'' bekannt.

Anwendung: Senkung des Blutzuckerspiegels

Dosierung: täglich zweimal Tee aus 200 bis 250 mg Blättern  (Aufguss)

Nebenwirkungen: nicht bekannt

 

Jiaogulan

Jiaogulan oder Gynostemma pentaphyllum trägt auch die Spitznamen „Hundertjähriges Kraut“ oder „Kraut der Unsterblichkeit“, ein Anspielung auf ihre Heilkraft. Die Pflanze, die zu den Kürbisgewächsen gehört, wirkt so ähnlich wie Ginseng. Sie ist eine einjährige bis ausdauernde krautige Kletterpflanze mit Wuchslängen bis zu 8 Metern. Ursprünglich kommt die Pflanze aus Asien und mag warmes und feuchtes Klima und ein schattiges Plätzchen. Hierzulande wird sie als Zimmerpflanze gehalten, kann aber in den Garten gepflanzt werden. Dort braucht sie aber einen Schutz, wenn die Temperaturen unter Minus 20 Grad sinken.

Wirkung: senkt das Blutfett und reguliert Blutzuckerwerte, hilft aber auch gegen Stress durch beruhigende Wirkung

Dosierung: Die Blätter können frisch und getrocknet angewendet werden. Als Tee (Aufguss), Beigabe zum Salat oder pur gegessen ist bisher keine Überdosierung bekannt

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

Nina

Heilkräuter zur Beruhigung und gegen Stress

 


Hopfen (Humulus)
Der Hopfen ist eine schnellwachsende einjährige krautige Kletterpflanze. Er wird nicht nur zum Bierbrauen genutzt, sondern ist auch eine vielseitige Heilpflanze. Unter anderem wirkt er beruhigend und schlaffördernd. Verwendet werden die Hopfendolden, die vor allem ein Harz und das Hopfenöl, ein ätherisches Öl, enthalten. Hopfen kann innerlich angewendet werden, als Badezusatz für ein Entspannungsbad oder als Schlafkissen bei unruhigem Schlaf.

Hopfenblütentee: Zwei Teelöffel Hopfenblüten mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten ziehen lassen.

Badezusatz: 250g Hopfendolden acht Stunden in kaltes Wasser einlegen, abseihen und dem Badewasser zugeben.

Für ein Schlafkissen wird ein Baumwollkissenbezug mit etwa 500g getrockneten Hopfendolden gefüllt.

 

Echter Baldrian (Valeriana officinalis)
Baldriane sind eine Pflanzengattung aus der Unterfamilie der Baldriangewächse und umfassen etwa 150 bis 250 Pflanzenarten. Als Heilkraut wird der sogenannte Echte Baldrian genutzt, eine mehrjährige, krautige Pflanzen mit einer Wuchshöhe von 50 bis 100 Zentimeter. Meistens wird die Wurzel verwendet, seltener die Blüten.

Baldrian hat viele Heilwirkungen, hauptsächlich wird er gegen Schlafstörungen, Nervosität, Unruhe, Prüfungsangst und zur Beruhigung, Entspannung, Konzentrationssteigerung eingesetzt. Baldrian sorgt zwar für einen ruhigen Schlaf, macht aber nicht müde.

Baldriantee von der Wurzel setzt man als Kaltauszug an. Ein bis zwei Teelöffel Baldrianwurzel gibt man in 250 ml Wasser. Nach zwölf Stunden filtern und zur Keimreduzierung erwärmen. Frische Baldrianblüten kann man auch als Aufguss zubereiten, muss sie aber selber ernten, da man sie im Handel nicht bekommt. Schonend getrocknete Baldrianblüten eignen sich auch für ein Schlafkissen.

 

Zitronenmelisse
Die Melisse ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die 25 bis 30 Jahre alt werden kann und wird durch ihren Duft auch Zitronenmelisse genannt. Sie wirkt nicht nur bei Magen-Darm-Beschwerden oder Erkältungen, sondern hilft auch gegen Stress, Unruhe oder Nervosität. Sie belebt, entspannt, beruhigt und sorgt für einen ruhigen Schlaf. Verwendet wird das ganze Kraut, das auch ein intensives ätherisches Öl enthält.
 Da man zur Herstellung des ätherischen Öls sehr viele Pflanzen benötigt, ist es allerdings recht teuer.

Einen Tee kann man aus frischen oder getrockneten Blättern herstellen, wobei der Tee aus frischen Blätter besser schmeckt. Zwei Handvoll frische Blätter, Stiele können mitverwendet werden, waschen, zerkleinern, und mit einem Liter heißen, aber nicht kochendem Wasser übergießen. Zwanzig Minuten abgedeckt ziehen lassen und abseihen. Im Sommer kann man bei großer Hitze den Tee zubereiten, abkühlen lassen und als Eistee trinken. Für einen Badezusatz am besten einen Kaltauszug herstellen.

 

Lavendel

Der Echte Lavendel ist ein aromatischer winterharter etwa 100 cm hoher Strauch und stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Ein bekanntes Produkt ist das Lavendelöl.
Lavendel hat eine beruhigende und stimmungsaufhellende Wirkung und mildert innere Unruhe, nervöse Erschöpfung oder Einschlafstörungen. Als ätherisches Öl wird Lavendel deshalb auch gerne in der Aromatherapie genutzt.
Für einen Lavendeltee nimmt man zwei Teelöffel Lavendelblüten und übergießt sie mit einer Tasse heißem Wasser, lässt das Ganze circa zehn Minuten ziehen und seiht ab. Für einen Badezusatz kann man Tee nehmen oder einen Kaltauszug aus dem Kraut herstellen.
Als Badezusatz eignen sich auch kaltgepressten Öle wie Oliven-, Raps-, Distel- oder Sonnenblumenöl, denen Lavendelkraut, am besten mit Blüten zugesetzt wird. Mehrere frische Lavendelstengel werden gewaschen, abgetrocknet und einfach in die Ölflasche getan. Nach drei Wochen kann man es als Badezusatz verwenden. Lavendel dient als Emulgator für das Öl und gibt an das Öl Aroma und Wirkung ab, das Öl pflegt die Haut. Wenige Tropfen des Öls genügen für ein Vollbad. Man kann auch drei bis fünf Tropfen dem Wasser für eine Ganzwaschung zugeben ohne eine Überdosierung wie beim ätherischen Öl befürchten zu müssen.

 

Passionsblume (Passiflora incarnata)

Die Passionsblume ist eine Schlingpflanze und kommt ursprünglich aus den südöstlichen USA. Hierzulande wird sie als Zimmerpflanze gehalten, da sie nicht winterhart ist. Das Passionsblumenkraut hilft gegen Ängste, Hysterie, Nervosität, Schlaflosigkeit und Schlafstörungen.
Heute wird meistens das Kraut der Pflanze verwertet, die Indianer nutzten früher als Heilmittel eher die Wurzel.
Für einen Passionsblumentee übergiesst man ein bis zwei Teelöffel Passionsblumenkraut mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten abgedeckt ziehen. Die Wurzel eignet sich besser für einen Kaltauszug. Man könnte auch eine Tinktur herstellen. Dazu packt man frische oder getrocknete (entschieden weniger Wirkung) Blätter in ein Schraubglas, gießt Klarer, Weingeist oder Korn dazu, bis sämtliche Pflanzenteile bedeckt sind, verschließt das Glas sorgfältig und lässt diese Mischung sechs Wochen ziehen. Einige wenige Tropfen der Tinktur (vorrausgesetzt aus frischen Blättern) entwickeln die gleiche Wirkung wie der Tee, sind aber alkoholhaltig.

 

Regina

Hustensaft

 

1. Hustensaft

15g Majoran, 10g Thymian, 3 gepresste Knoblauchzehen und 500ml Wasser werden im geschlossenem Topf aufgekocht, abgeseiht und mit 500g Honig verrührt. Der Hustensaft wird in dunkle Flaschen gefüllt und kühl aufbewahrt. Bei Bedarf dreimal täglich einen Esslöffel.

Majoran wirkt anibakteriell, beruhigend, krampflösend, schleimlösend und schweißtreibend
Tymian wirkt anregend, antibakteriell, beruhigend, desinfizierend, entzündundungshemmend, krampflösend, pilztötend, schleimlösend und schweißtreibend
Knoblauch wirkt antibakteriell, desifizierend und krampflösend
Honig wirkt entzündungshemmend und temperatursenkend

 

2. Hustensaft

Eine Zwiebel wird in feine Ringe geschnitten oder klein gewürfelt  und in eine verschließbare Schüssel oder Glas   gegeben. Auf diese Zwiebel wird eine dünne Schicht Haushaltszucker gestreut und das Gefäß verschlossen. Bei Zimmertemperatur  stehen lassen. Nach einigen Stunden hat der Zucker den Zwiebelsaft ausgezogen. Der Hustensaft in einer dunklen Flasche kann drei bis vier Tage im Kühlschrank aufgehoben werden  und es kann mehrmals täglich ein Teelöffel davon eingenommen werden. Besser ist es, den Saft öfter frisch anzusetzen, daher nur kleine Portionen zubereiten. Eine Zwiebel reicht. 

Der Zucker hat keine Heilwirkung und dient nur als Transportmittel für den Zwiebelsaft. Die Zwiebel wirkt aber antibakteriell, auswurffördernd, blutbildend, entzündungshemmend, krampflösend und schleimlösend. Der Zwiebelsaft mildert Reizhusten und fördert gleichzeitig das Abhusten und empfiehlt sich auch bei chronischem Husten. Entgegen allen Befürchtungen: Der Hustensaft schmeckt und wird auch von Kindern gerne angenommen.

 

3. Hustensaft

Zwanzig Blätter möglichst frischen Salbei, zwölf blättrige Zweige Thymian, zwei gewürfelte Zwiebel, 300 g braunen Kandiszucker 500 ml Wasser in einen Topf geben und köcheln, bis sich der Kandiszucker aufgelöst hat. Abseihen und in eine dunkle verschließbare Flasche geben. Kühl aufbewahren. Mehrmals täglich einen Teelöffel voll einnehmen.

Salbei wirkt entzündungshemmend und krampflösend
Thymian wirkt antibakteriell, beruhigend, desinfizierend, entzündungshemmend, krampflösend, pilztötend, schleimlösend, schmerzstillend und schweisstreibend
Zwiebel wirkt antibakteriell, schleimlösend, entzündungshemmend und krampflösend

 

4. Hustensaft

Eine Handvoll möglichst frischen Spitzwegerichkraut in 500 ml kaltes Wasser einlegen und acht Stunden ziehen lassen. Abseihen und 200 ml halbflüssigen Wald-Honig zusetzen. Auf etwa 40°C unter Rühren erwärmen, bis der Honig sich aufgelöst hat. In eine dunkle Flasche füllen und verschließen. Kühl lagern. Es kann mehrmals täglich ein Teelöffel eingenommen werden.

Spitzwegerich, auch bezeichnet als Lungenkraut, wirkt antibakteriell, adstringierend, entzündungshemmend und schleimlösend
Wald-Honig wirkt entzündungshemmend und antiseptisch

 

Sebastian

 

Kräuter, die als Tee gegen Krampfhusten helfen:  Oregano (Dost), Bischofskraut (Khella), Kopfsalat, Quebracho (Dekokt oder Mazerat), Safran (Die Safranfäden werden aus der Blüte der Krokusart Crocus sativus gewonnen. In hohen Dosen giftig. Teuerste Gewürz), Thymian

Kräuter, die als Tee gegen Reizhusten helfen: Fettkraut, Königskerze, Katzenpfötchen (Stufe 3 der Roten Liste), Isländisches Moos (eigentlich eine Flechte), Irländisches Moos (eigentlich eine Rotalge)

 

Melli

Stärkung des Immunsystems



1. Teemischung:
40 g Sonnenhut-Wurzel, 30 g Hagebutten-Schalen, 10 g Ginseng-Wurzel, 10 g Lapacho-Rinde und 10 g Holunder-Blüten, getrocknet und zerkleinert, werden gut miteinander gemischt. Fülle ein Tee-Ei (Wenn nicht vorhanden, muss zum Schluss abgeseiht werden) mit einem Esslöffel der Teemischung und packe das Tee-Ei in eine große Tasse mit heißem, nicht mehr kochenden Wasser. Abdecken und fünfzehn Minuten ziehen lassen. Man kann täglich drei Tassen davon trinken und nach Geschmack mit Zucker, Kandiszucker oder Honig süßen.

2. Teemischung:
Gewöhnlicher Andorn hilft nicht nur gegen Husten, sondern stimuliert auch das Immunsystem. Gewöhnlicherweise nimmt man das blühende zerkleinerte und getrocknete Kraut zur Teezubereitung. Ein Teelöffel Andorn mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, abdecken und zehn Minuten ziehen gelassen. Man sollte dreimal täglich eine Tasse schluckweise trinken.

3. Teemischung:
Die Früchte der Eberesche haben sehr viel Vitamin C und unterstützen so hauptsächlich das Immunsystem. Für einen Tee fünf Esslöffel getrocknete Früchte in Wasser einlegen, acht Stunden ziehen lassen, abseihen und kurz aufkochen. Man kann auch drei 3 Eßlöffel Früchte mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten abgedeckt ziehen lassen. Der Kaltwasserauszug ist wirkungsvoller. Gekocht und getrocknet ist Eberesche nicht giftig.

4.  Teemischung:
Zwei Teelöffel einer gehackten Ginseng-Wurzel mit Wasser aufkochen, zwanzig Minuten ziehen lassen und abseihen ergibt einen Tee, der nicht nur allgemein stärkt, sondern auch das Immunsystem anregt.

5. Teemischung:
Hagebutte ist sehr Vitamin C - haltig und stärkt das Immunsystem. Für einen Tee werden drei Esslöffel Hagebuttenschalen, getrocknet oder frisch, mit 250 ml Wasser kurz aufgekocht. Den Tee etwa zehn Minuten ziehen lassen und abseihen.

6. Teemischung:
Der Lapacho-Baum ist ein altes Heilmittel der Inkas und stärkt das Immunsystem. Für einen Tee wird die zerkleinerte Lapacho-Innenrinde verwendet. 2 Teelöffel dieser Rinde wird in einem Liter Wasser fünf Minuten lang gekocht. Anschließend lässt man den Tee fünfzehn Minuten lang ziehen und seiht dann ab. Schwangeren wird vom Lapacho-Tee abgeraten, ebenso von einem Dauerkonsum.

 

Himbeerblättertee Franziska

1. 25g getrocknete Himbeerblätter mit 600ml kochendem Wasser übergießen und den Tee 15 Minuten abgedeckt ziehen lassen. Danach abseihen und täglich dreimal täglich eine Tasse Tee trinken.

2. Zwei Teelöffel getrocknete oder frische Himbeeren in eine Tasse geben und mit kochendem Wasser übergießen, 5-10 Minuten ziehen lassen. Den Tee mehrmals täglich trinken bei Erkältung.

Holundertee Franziska

1. Holunderblüten: Ein Esslöffel getrocknete oder frische Holunderblüten mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, den Tee 30 Minuten ziehen lassen und danach heiß trinken.

2. Holunderbeeren: Ein Esslöffel Holunderbeeren mit 150 ml abgekühlten, abgekochtem Wasser ansetzen, zwölf Stunden ziehen lassen, anschließend das Mazerat abseihen und zum Trinken leicht anwärmen.

3. Holundersiruptee: 2 cl Holundersirup, Saft von einer halben Zitrone und einen Esslöffel Honig mit 200 ml heißem, nicht kochendem, Wasser übergießen und den heißen Tee trinken. (20 Holunderblütendolden reinigen und von den Stengeln lösen. Mit drei l Wasser und 3 kg Zucker aufkochen, anschließend den Saft von drei Zitronen und 80 g Ascorbinsäure zugeben. Nochmal kurz aufkochen lassen und den Topf zugedeckt 5 Tage stehen lassen. Den Sirup kurz aufkochen und in Flaschen abfüllen.)

 

Erkältung

Kerbeltee Vanessa

Ein Esslöffel Kerbelkraut (getrocknet oder besser frisch, da das Kraut beim Trocknen an Aroma und Wirkung verliert) mit 250 ml kochendem Wasser überbrühen, zehn Minuten ziehen lassen und abseihen. Täglich zwei bis 3 Tassen trinken.

Brennesseltee Vanessa

Ein bis zwei Teelöffel des fein geschnittenen Krautes mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen und drei bis vier Minuten ziehen lassen.

 

 

Obstipation / Verstopfung Nathalie

Süßholztee: Zwei Teelöffel Süßholzwurzeln mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, fünfzehn Minuten ziehen lassen und abseihen.

Ackerwinde: Wurzeln oder Blätter sind für die Teebereitung geeignet, wobei die Wirkung der Blätter milder ist. Die Ackerwinde wird normalerweise in Teemischungen beigemengt, da sie leicht giftig ist.

Pflaume: Gedörrte Pflaumen oder Zwetschgen abends in Wasser einweichen und morgens essen.

Apfel: Nüchtern einen rohen Apfel essen.

 

Diarrhoe / Durchfall

Alant: Einen halben Teelöffel gestoßene Alantwurzel mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen, abseihen und den Tee ungesüßt trinken. Nathalie

Apfel: Einen rohen Apfel sehr fein reiben und essen.

Heidelbeere:  6 g getrocknete Heidelbeerblätter in 250 ml kaltem Wasser aufsetzen, zum Kochen bringen und circa fünf Minuten nach den ersten Blasen köcheln. Anschließend den Tee zehn Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken. Nathalie

Eiche: Zwei Teelöffel Eichenrinde in 250 ml kaltem Wasser aufsetzen, zum Kochen bringen und circa fünf Minuten nach den ersten Blasen köcheln. Anschließend den Tee fünf Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken.

 

Appetitlosigkeit, Erbrechen, Magenkrämpfe, Magenschmerzen, Verdauungsprobleme

 

Wegwartesaft Selina

Wegwartesaft erhält man durch das Auspressen der Wurzel. Bei Appetitlosigkeit oder Magendrücken etwa vier Eßlöffel frischen Wegwarte-Saft trinken. Wegwarte wirkt auch leicht abführend.

Wegwarte-Tee Selina

20g Wegwarte und 180 g Wasser werden zusammen fünf Minuten gekocht. Fünfzehn Minuten ziehen lassen.

Die Wirkung wird verstärkt, wenn man zu den 20 g Wegwarte noch 20 g Löwenzahnbätter und circa 10 g Fenchel zugibt. Hilft auch bei Magenschmerzen.

 

Alant Selina

Unter anderem wirkt Alant appetitfördernd, verdauungsregulierend, entkrampfend und in höheren Dosen erleichtert es Erbrechen.

Für einen Tee wird ein halber Teelöffel gestoßener Alantwurzel mit 250 ml kochendem Wasser übergossen, etwa zehn Minuten ziehen lassen und abseihen.

 

Artischocke

Gegen Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Blähungen und Übelkeit hilft die Artischocke. Bei zu fettem Essen unterstützt sie den Abbau der Fette.

Für einen Tee wird einTeelöffel getrockneter Artischocken-Blätter mit 200 ml kochendem Wasser übergossen. Zehn Minuten ziehen lassen und abseihen. Zugesetzter Honig mildert den bitteren Geschmack.

Artischockensaft gewinnt man, indem man frische Blätter presst. Ein Schnapsglas (etwa 25 ml) hilft bei Bauchschmerzen und Verdauungsstörungen. Vor dem Essen regt der Tee oder Saft den Appetit an.

Die Artischocke als Gemüse verliert durch das Kochen ihre Wirkstoffe.

Ingwer

Die Ingwerwurzel hilft ebenfalls bei Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Blähungen und Übelkeit. Bei akuter Übelkeit am besten eine dünne Scheibe frischen Ingwer kauen.

Kümmel

Kümmel hilft nicht nur bei Verdauungsschwäche und Blähungen, sondern wirkt auch gegen Reizmagen und Magenschmerzen. Für einen Tee übergießt man zwei Teelöffel leicht zerstoßenen Kümmelsamen mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen.

Mate

Mate regt die Verdauung an, hilft bei Magenbeschwerden und stoppt den Heisshunger. Für einen Tee zerkleinerte getrocknete Blätter mit heißem Wasser übergießen, circa zehn Minuten ziehen lassen und abseihen. Da Mate Koffein enthält, wirkt er auch anregend.

Basilikum

Basilikum stärkt die Verdauung, ist krampflösend und schmerzstillend, sollte aber bei einer Schwangerschaft nur begrenzt konsumiert werden. Basilikum kann als Tee, Gewürzpflanze oder roh genossen werden.

Hafer Selina

Hafer hilft bei Durchfall und beruhigt den Magen. Haferschmelzflocken in Wasser aufgekocht mit einer Prise Salz ergibt den Haferschleim, der zwar nicht schmeckt, aber einer akuten Magenreizung entgegen wirkt.

Spargel Selina

Aus Spargelsamen kann ein Pulver hergestellt werden, dass gegen Übelkeit und Erbrechen hilft und den Magen beruhigt. Am besten 1g Pulver in 250 ml Wasser auflösen.

Pfefferminze Selina

Die Pfefferminze hilft bei Magen- und Darmbeschwerden und wird zumeist als Tee genossen.

Gänsefingerkraut Selina

Neben zahlreichen anderen Heilwirkungen beseitigt das Gänsefingerkraut vor allem krampfartige Schmerzen in Magen und Darm.

2-3 Teelöffel Kraut mit 250 ml Wasser überbrühen, fünf bis zehn Minuten ziehen lassen, abseihen und als Tee trinken.

 

Tausendgüldenkraut Selina

Bei Magen-, Darmbeschwerden und Verdauungsschwäche hilft das Tausendgüldenkraut. Einen Teelöffel des Krautes in eine große Tasse mit kaltem Wasser ansetzen, etwa acht Stunden ziehen lassen, abseihen und zum Trinken leicht erwärmen. Das Tausendgüldenkraut hilft, ist aber extrem bitter. In Deutschland ist die Pflanze geschützt. Wildwuchs darf nicht gepflückt oder beschädigt werden.

 

Anis Selina

Anis ist nicht nur schleimlösend, sondern auch krampflösend und wirkungsvoll gegen Blähungen. Für einen Tee werden ein bis zwei Teelöffel Anisfrüchte mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen. Nach zehn Minuten abseihen. Anis lässt sich für eine stärkere Wirkung gut mit Fenchel und Kümmel mischen. Die Zubereitung einer solchen Mischung bleibt gleich.

 

Ohrenschmerzen Jonas

Die Ursache für Ohrenschmerzen muss immer ärztlich abgeklärt werden!

Hausmittel gegen Ohrenschmerzen

Zwiebelkompresse: Eine Zwiebel in kleine Stücke schneiden, die Zwiebelstücke auf ein Tuch verteilen, das Tuch zusammenfalten und mit dem Handballen kräftig raufdrücken, um die Zwiebel zu zerquetschen. Die fertige Kompresse auf das erkrankte Ohr legen und mit einem Schal oder Mütze fixieren. Kann 30 Minuten verbleiben. Zwiebeln wirken entzündungshemmend, schmerzstillend und antiseptisch.

Kartoffelkompresse: Eine gekochte Kartoffel quetschen und auf einem Tuch verteilen, das Tuch zusammenfalten und auf das erkrankte Ohr legen und mit einem Schal oder Mütze fixieren. Die Wirkung kann verstärkt werden, wenn die Kartoffel mit pürierter Petersilie vermengt wurde. Kartoffel und Petersilie wirken vor allem krampflösend und schmerzlindernd.

Rolicht: Das Ohr wird aus etwa 50 cm Entfernung maximal zehn Minuten bestrahlt. Kontraindikation: Entzündung des Gehörgangs, da die Wärme die Entzündung verschlimmert.

Senfkompresse: Möglichst Schwarzen Senfkörner mahlen. Das Senfmehl mit etwas warmem Wasser zu einer Paste verrühren und auf ein Tuch streichen, zusammenfalten und etwa 15 Minuten hinter das schmerzende Ohr legen. Achtung: Senf reizt die Haut! Bei Brennen oder massiver Hautröte sofort die Kompresse entfernen. Senf wirkt antibakteriell, fungizid, krampflösend und schmerzstillend.

Knoblauch: Bei Mittelohrentzündungen wird etwas Saft einer Knoblauchzehe auf ein Wattebäuschchen geträufelt und in den äußeren Gehörgang geschoben. Der Knoblauch wirkt antibakteriell, desinfizierend, krampflösend und sekretionssteigernd.

Kältebehandlung: Bei Mittelohrentzündungen tut Wärme gut, bei Entzündungen im äußeren Gehörgang meist Kälte. Wärme würde dann die Schmerzen verschlimmern. Ein Eisbeutel in einem Leinentuch auf dem schmerzenden Ohr sorgt für Linderung. Achtung: Kälteanwendungen müssen sofort abgebrochen werden, wenn sie als unangenehm empfunden werden. Es sollte auch nie Wasser in den Gehörgang gelangen.

Dampfbad: Bei Ohrenschmerzen durch eine Erkältung heißes Wasser mit Meersalz oder Kamille in eine Schüssel geben, den Kopf über die Schüssel halten und Schüssel und Kopf mit einem Handtuch überdecken.

 

Entzündungen im Mund-Rachenraum Anna

Salbei Tee: Ein bis zwei Teelöffel Salbeiblätter pro Tasse mit kochendem Wasser übergießen und zwei Minuten ziehen lassen. Man kann etwas Honig dazugeben.

Thymian Tee: Einen Teelöffel Thymianblätter pro Tasse mit kochendem Wasser übergießen und fünf Minuten ziehen lassen. Man kann etwas Honig dazugeben.

Salbeiblätter: Frische Salbeiblätter gründlich kauen. Pflegt auch die Zähne und beseitigt Mundgeruch.

Halsschmerzen Aurora

Zwiebeln helfen auch gegen Entzündungen im Rachen und Halsschmerzen. Dazu eine Zwiebel vierteln und mit kochendem Wasser übergießen, bis sie bedeckt sind. Die Zwiebel soll so lange ziehen, bis das Wasser auf lauwarm abgekühlt ist. Anschließend mit dem Sud gurgeln.

 

Diuretische Heilkräuter 

Goldrutentinktur: Dreimal täglich fünf bis zehn Tropfen der Tinktur zum Entwässern, entgiften und Stärkung des Stoffwechsels. Aufgrund der starken harntreibenden Wirkung auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Die Tinktur kann selber hergestellt werden. Dazu wird ein Schraubglas mit blühendem Goldrutenkraut gefüllt und mit hochprozentigem Schnaps (z.B. Klarer) aufgegossen (Kraut muss bedeckt sein). Das Glas gut verschließen und an einem warmen, sonnigen Platz zehn Tage lang ziehen lassen. Anschließend filtern und in einer dunklen Flasche mit Datumsangabe kühl lagern.  Lea

Ackerwindentee: Ein Teelöffel frische oder einen halben Teelöffel getrockneter Blätter der Ackerwinde pro Tasse mit kochendem Wasser übergiesen und ca 7 Minuten ziehen lassen. Hilft auch bei zu starker Menstruation und ist fiebersenkend. Möglich ist auch das Ansetzen einer Tinktur (Zubereitung wie Goldrutentinktur). Jana

 

Kopfschmerzen Franziska 

Ingwer: Ein etwa 1 cm langes Stück Ingwerwurzel fein reiben und mit circa 250 ml Flüssigkeit (Saft oder Wasser) dreimal täglich trinken.  Noch schneller wirkt der Ingwer, wenn das Stück Ingwerwurzel einfach gründlich gekaut wird. Allerdings schmeckt Ingwer scharf.

 

Scharfes Essen gegen Erkältungskrankheiten

Scharfes Essen kann vor Erkältungen schützen. Chili, Meerrettich und Ingwer sind reich an Vitam C und wirken gegen Bakterien. Eine heiße Suppe mit Chilis fördert beispielsweise das Schwitzen und regt die Durchblutung der Schleimhäute an. Die schwefelhaltigen Senföle des Meerrettichs wirken gegen Bakterien und Viren. Der entzündungshemmende und antibakterielle Ingwer kann mehrmals täglich als Tee getrunken werden.

 

 

Schüßler-Salze

Schüßler-Salze müssen leider erwähnt werden, da viele Menschen, unter anderem auch Lehrer, auf sie schwören. Den alternativmedizinischen Präparaten von Mineralsalzen liegt die Annahme zugrunde, dass Krankheiten durch Störungen des Mineralhaushalts der Körperzellen entstünden. Diese Krankheiten könnten durch Gaben von Mineralien geheilt werden. Eine Wirksamkeit der Schüßler-Salze ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen und daher sind sie umstritten. Die Stiftung Warentest kommt zu dem Urteil: „Biochemie nach Schüßler ist zur Behandlung von Krankheiten nicht geeignet.“

Der homöopatische Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler (1821-1898) hielt zur Therapie fast aller Krankheiten zwölf Salze, die „Schüßler-Salze“ für ausreichend. Er nahm an, dass Krankheiten durch gestörte biochemische Prozesse entstehen, sodass das Fehlen eines bestimmten Minerals den gesamten Stoffwechsel beeinträchtigt . 

Im Nationalsozialismus bekamen „Biochemie“ und „Krankenbehandler“ ungeheueren Aufwind. Staatlicherseits wurden Untersuchungen zu „biochemischen Mitteln“ nicht nur gebilligt, sondern auch gefördert. Versuche zur Wirksamkeit fanden unter Leitung des Reichsarztes SS Ernst-Robert Grawitz in den Konzentrationslagern Dachau und Auschwitz statt. Es wurden beispielsweise Blutvergiftung und Malaria künstlich herbeigeführt und sollten biochemisch behandelt werden. Die Therapie blieb erfolglos und irgendwann brachen die Nazis die Menschenversuche mit den Salzen ab. Diese Versuche hatten die Häftlinge fast immer mit einem qualvollen Tod bezahlt.

Schüßler-Salze werden meist in Tablettenform angewendet, die man langsam im Mund zergehen lassen soll. Die Mineralstoffe werden nach Ansicht der Verfechter dieser Therapie über die Mundschleimhaut vom Körper aufgenommen. Die Tabletten bestehen überwiegend aus Milchzucker. Daher gibt es für Menschen mit Laktoseintoleranz die Schüßler-Salze auch in Form alkoholischer Tropfen oder laktosefreier Kügelchen aus Rohrzucker.

Friedrich Eduard Bilz (12.6.1842 - 30.1.1922) und sein Nachfolger M. Platen gaben Bücher über Naturheilverfahren um die Jahrhundertwende heraus. Beide ignorierten Wilhelm Schüßler und wetterten in ihren Büchern gegen die künstliche Zuführung von Mineralsalzen als schädigend für den menschlichen Körper. Hintergrund war die Unvereinbarkeit der Sichtweisen. Bilz und Platen waren Anhänger der ganzheitlichen Lehre von Kneipp. Schüßler reduzierte eine Krankheit auf ein Organ. Deshalb hatte er auch so einen durchschlagenden Erfolg bei den Nationalsozialisten.   

Schüßler-Salze im Unterricht zu behandeln ist recht zweifelhaft. Sie haben nichts mit Alternativmedizin oder -pflege zu tun, unzählige Studien belegen ihre fehlende Wirksamkeit und es ist schon eigenartig, dass pflegefremde Lehrer Unterricht benutzen, um für dieses Mittelchen Werbung zu machen.

 

Chrissy

 

Dr. Wilhelm Schüßler, geboren 21.8.1821 in Bad Zwischenahn, lebte und arbeitete als Arzt in Oldenburg bis zu seinem Tod 1898. Er definierte Krankheit als Störung der Einzelzelle durch einen Mangel an Mineralsalzen: „Der Mensch, dessen Mineralstoffhaushalt im Gleichgewicht ist besitzt genügend Energien, um krankmachenden Einflüssen erfolgreich widerstehen zu können."

Zwölf Salze erkannte er als die wichtigsten Zellnährstoffe und nannte sie biochemische "Funktionsmittel". Erst nach seinem Tode fügten seine „Schüler“ fünfzehn weitere Mineralsalze als sogenannte „Ergänzungssalze“ dazu.

Dosierung der Schüßler Salze:

Häufigste Darreichungsform sind Tabletten aus Milchzucker (Lactose), die in den Potenzen D3, D6 und D12 angeboten werden. Die häufigste Potenz der Schüssler-Salze ist D6. Bei akuten Beschwerden soll der Patient alle zwei Stunden eine Tablette mit dem empfohlenem Mineralsalz langsam im Mund zergehen lassen. Man kann sie auch durch Schütteln, Reiben oder Zerkleinern am besten in ein bisschen Wasser auflösen. Patienten mit chronischen Erkrankungen sollen drei- bis viermal täglich eine Tablette einnehmen, am besten etwa eine Stunde vor der Mahlzeit.

Helfen sie wirklich? Die Wissenschaft kann die Wirkungsweise der Schüssler-Salze nicht erklären oder ihre Wirksamkeit belegen. Für die Anhänger der Schüssler-Salze sind es „Wundersalze“, für die Gegner Placebos.


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