"... die tolldreisten, machthungrigen Horden,

sie konnten den Geist nicht morden!"

 

 Dem Gepflegten zum Wohle,

den Pflegenden zur Ehre! 

 

 

Meijer Bierman

Meijer Bierman wurde in Amsterdam am 28.2.1889 geboren. Der Krankenpfleger war mit Johanna Bierman-van Gelder, geboren am 21.2.1882 in Eibergen verheiratet. Das Ehepaar wohnte zuletzt in der Berkelstraat 3 III in Amsterdam. Beide wurden von den Nazis nach Sobibor verschleppt und am 23.7.1943 dort ermordet.

Quelle: Virtuelles Denkmal der Jüdischen Gemeinde der Niederlande: http://www.joodsmonument.nl/


 Trudi Birger, geb. Simon

Trudi Birger, geborene Simon, wurde 1927 in Frankfurt geboren. Bis 1933 erlebte das jüdische Mädchen eine unbeschwerte Kindheit. Dann musste die wohlhabende Familie vor den Nazis nach Memel an der Ostsee fliehen. Die Eltern stammten aus Memel und die Kinder lebten dort zwar in bescheideneren Verhältnissen, aber immer noch relativ sorglos. Doch am 23.3.1939 besetzten die Deutschen Memel und die Familie floh nach Litauen. Zunächst konnte die Familie auch in Kowno in bescheidenen Verhältnissen und durch eine Anstellung des Vaters als Vertreter bei holländischen Firmen verhältnismäßig gut überleben. Im Juni 1941 drohte aber der Familie als Juden die Deportation durch die Sowjets nach Sibirien und der Vater versuchte, ein Visa nach Shanghai zu bekommen. Bis zu dem Visa versteckte sich die Familie gegen Bezahlung bei einem Fleischer in dessen Kühlkammer, um dieser Deportation zu entgehen. Nach drei Tagen war die Deportation durch die Sowjets abgeschlossen und der Vater bemühte sich weiter um die Ausreise nach Shanghai. Dazu sollte es nicht mehr kommen.

Am 22.6.1941 griff Deutschland die Sowjetunion an. Mit dem Einmarsch der Wehrmacht und SS begann für Trudi Simon der Horror, zuerst durch litauische Partisanen, die mordend und plündernd gegen die jüdische Bevölkerung vorgingen. Das litauische Dienstmädchen rettete zunächst die Familie vor dem Mob. Dann übernahmen die Nazis in Litauen die Herrschaft und ab dem 12.7.1941 wurde die Familie gezwungen, den Judenstern zu tragen. Kurz darauf wurden alle Juden aus Kowno in den Vorort Slobodka in ein dort errichtetes Ghetto getrieben. In einem winzig kleinen Zimmer zusammengepfercht, beraubt der letzten Wertsachen, ständigen Willkürakten und Ermordungen durch die deutschen Besatzer ausgesetzt, begann für Trudis Familie der Kampf ums nackte Überleben.

Trudi Simon bekam mit der Pflege zwangsweise Kontakt, als sie und ihre Mutter Rosel Zwangsarbeit in einem deutschen Lazarett leisten mussten. Wenigstens hatten die Krankenschwestern in ihrer Abteilung Mitleid mit den Jüdinnen und steckten ihnen ab und zu belegte Brote zu. Ein deutscher Soldat, Axel Benz, schenkte ihr seine wertvolle Armbanduhr, als seine Einheit verlegt wurde. Im Lazarett mussten die halbwüchsige Tochter und die Mutter die schmutzigsten Arbeiten erledigen, ohne irgendeinen Schutz vor Infektionen. Immerhin waren sie bei dieser Arbeit geschützt vor der Witterung. Am 27.3.1944 wurden alle Kinder des Ghettos, die zu klein für die Zwangsarbeit waren, zusammengetrieben und zur Ermordung verschleppt. Trudi erfuhr es erst, als sie Abends von ihrer Arbeit im Lazarett zurückgekehrt war. Ihr Vater erzählte nichts Näheres zu den Ereignissen. Er arbeitete beim Judenrat und musste von der geplanten Aktion bereits vorher gewusst haben. Als Mutter und Tochter am nächsten Tag vom Lazarett heimkamen, war der Vater nicht mehr da. Ohne das Wissen seiner Angehörigen hatte er circa einhundert Kinder auf dem Dachboden des Hauses des Judenrates versteckt. Er und die Kinder wurden entdeckt und erschossen.

Die Front kam näher und die Ghettobewohner hofften auf eine Befreiung durch die sowjetische Armee, sollten sie der vermuteten Liquidierung entgehen. Doch am 8.7.1944 wurde das Ghetto geräumt. Trudi und ihre Mutter kamen in das Konzentrationslager von Stutthof nahe Danzig in Polen. Hier entging die Mutter der Selektion durch das mutige Einschreiten der Tochter. Später mussten die Beiden in einem Außenlager Gruben ausheben für Panzerstellungen. Dabei verletzte sich Trudi Simon mit einem Pickel am Bein. Schwer krank wurde sie ins KZ zurückgeschafft, ihre Mutter ging mit. Im KZ Stutthof wurde Trudi Simon aufgrund ihres jämmerlichen körperlichen Zustandes durch die stark infizierte Wunde und tagelangem Fieber zur Verbrennung selektiert, dass heißt, dass lebende Häftlinge einfach in Verbrennungsöfen geschoben wurden.

Trudi Simon stand bereits vor dem Ofen, als aus ungeklärten Gründen plötzlich der Lagerkommandant erschien, sie aus der Reihe holte und ins Krankenrevier bringen ließ. Dort wurde sie von jüdischen Krankenschwestern und Sanitätern versorgt. Die jüdische Ärztin Dr. Kaplan operierte das Bein und konnte es ohne Amputation retten. Aus irgendeinem Grund holte der Lagerkommadant auch die Mutter aus den Todgeweihten und schützte die Beiden. Gegen Ende des Krieges erkrankte die Mutter noch an Typhus, genas aber. Auch den Beschuss der Roten Armee überlebten sie. Schließlich wurden die Kranken, die bei der vorher erfolgten Räumung des KZ´s zurückgelassen wurden, ebenfalls kurz vor Eintreffen der sowjetischen Armee aus dem Konzentrationslager getrieben. Sie mussten an die Ostseeküste laufen, wo sie in Boote verfrachtet wurden, die eigentlich Viehtransporter waren.

Eine britische Bombe beschädigte das Boot. Die Häftlinge retteten sich an Deck des sinkenden Schiffes. Die deutschen Schiffe hatte bereits die weißen Fahnen gehisst und britische Kriegsschiffe waren in Sicht, als die deutsche Besatzung den kriminellen Häftlingen befahlen, die etwa dreißig jüdischen Frauen auf dem Boot über Bord zu schmeißen. In letzter Minute ließen sie von dem Vorhaben ab. Die Zeit der Befreiung wurde eine schwierige Zeit, körperlich, um nicht vom plötzlichen Nahrungsangebot umgebracht zu werden, seelisch, die Zeit der Entmenschlichung irgendwie zu verkraften. Dazu kam, dass bei Mutter und Tochter eine Tuberkulose diagnostiziert wurde. Trudis Mutter litt durch die ungewohnte Ernährung zunächst an ständiger Diarrhoe. Gemeinsam schafften beide Frauen den Weg in ein neues Leben. Auch Trudis Bruder Manfred und seine Frau hatten überlebt. In Frankfurt fand man sich wieder. Es waren bis auf einen Cousin der Mutter, der später noch gefunden wurde, die einzigen Überlebenden der einst großen Familie. Sie wollten alle bei der nächsten Gelegenheit nach Amerika auswandern. Trudi und ihre Mutter wurden von den Engländern nach Feldafing an den Starnberger See geschickt. Im dortigen Krankenhaus wurden sie medizinisch versorgt und Trudi Simon begann dort, im Labor als technische Assistentin zu arbeiten.

Ihre Pläne, nach Amerika auszuwandern, änderten sich, nachdem sie Zeev (Wulik) Birger traf, den ihr Bruder aus Kowno kannte und mit dem er das KZ Dachau überlebt hatte. Zeev Birger, der seine gesamte Familie im Ghetto verloren hatte, war auch schon vor dem Krieg aktiver Zionist gewesen und begann bald wieder nach seiner Befreiung, illegale Immigranten nach Palästina einzuschleusen. Am 30.6.1946 heirateten Trudi und Zeev Birger in Frankfurt. Im November 1947 kamen Zeev, Trudi und ihre Mutter in Haifa im damaligen Palästina an.

Trudi Birger Erfahrungen mit Pflege blieben auf das Ghetto in Kowno beschränkt. Sie diente zunächst mit ihrem Mann in der Armee, wo sie als Labortechnikerin Blutproben der Soldaten untersuchte. Danach arbeitete sie in mehreren Krankenhäusern und absolvierte schließlich den Bachelor of Science in Mikrobiologie. Das Ehepaar Birger bekam trotz der Tuberkulosekrankheit von Trudi drei Söhne.

Bekannt wurde Trudi Birger in Israel durch ihr soziales Engagement. „Ich habe mir damals geschworen: Wenn ich das überlebe, dann will ich dafür sorgen, Leid von jedem Kind abzuwenden.“ Sie gründete ein Patenschaftsprojekt für Kinder aus bedürftigen Familien, um ihnen eine gute Ausbildung zu sichern. 1978 gründete sie die DVI-Klinik (Dental Volunteers for Israel), eine Zahnklinik für Kinder, die sich eine reguläre Zahnarztbehandlung nicht leisten könnten. Mehr als 30000 Patienten konnten dort behandelt werden: Juden, Moslems, Christen, Kinder der Immigranten aus Russland und Äthiopien, Waisen, behinderte Kinder oder Kinder aus sozial schwachen Familien. Die kostenlose Behandlung bei DVI wird ermöglicht durch Zahnärzte aus aller Welt, die dort ehrenamtlich für einige Wochen arbeiten.

Für ihre Verdienste und ihren Einsatz erhielt Trudi Birger den Ehrenpreis des Gesundheitsministeriums des Staates Israel.

Die Zeit ihrer Verfolgung durch die Nazis konnte Trudi Birger nie vergessen. Sie war traumatisiert und litt unter den Symptomen des Traumas. Umso bemerkenswerter war ihr unentwegter Einsatz fürdie benachteiligten Kinder in Israel. Trudi Birger starb am 18.7.2002.

 

Quellen

Jeffrey M. Green / Trudi Birger: „Im Angesicht des Feuers - Wie ich der Hölle des Konzentrationslagers entkam“ ISBN 3-492-03391-1

Siehe auch: Trudi Birger DVI's founder 1927 - 2002

Dental Volunteers for Israel - The Trudi Birger Dental Clinic (DVI)


 Marie Birkner

1935 wurde innerhalb der sogenannten Gleichschaltung der Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes Bayern zur Landesstelle degradiert. Die Münchner Schwesternschaft musste alle Vermögenswerte an das DRK in Berlin abführen und wurde in eine nationalsozialistische Organisation umgewandelt. Diese Veränderungen löste nicht unbedingt pure Begeisterung aus.

Die amtierende Generaloberin Marie Birkner beschwerte sich 1937 bei dem SA-Brigadeführer Dziewas, dass aufgrund seiner zahlreichen Inspektionsreisen eine Zusammenarbeit nicht möglich sei und forderte einen Verwaltungsjuristen. Sie bekam keine Antwort. Anscheinend wollte sie dieses Zeichen nicht verstehen und wiederholte ihr Ansinnen. In diesem Gesuch forderte sie nun auch noch die Wahrung der Ehre der einzelnen Schwester, deren Stellung und des Ansehens der Generaloberin. Diesmal kam die Antwort prompt: sie wurde mit sofortiger Wirksamkeit von ihrem Amt der Generaloberin enthoben.

Irgendwie wurden die Nazis nicht richtig froh über die Münchner Schwesternschaft. Denn auch die Nachfolgerinnen von Marie Birkner, Herta Marie von Ayx und Hannah Weller, fielen bei den braunen Machthabern in Ungnade.

 

Quelle

Schwesternschaft München, Bayerisches Rotes Kreuz e.V., http://www.swmbrk.de/navigation/frame.cfm?id=455


 Frau Bischofswerder

Frau Bischofswerder war Krankenschwester, die im Dortmunder Krankenhaus "Israelisches Asyl" arbeitete. Ihr Vorname, Geburtsdatum und -ort fehlen leider bis jetzt noch. Kurz vor ihrer Deportation heiratete sie den ebenfalls jüdischen Arzt Rolf Bischofswerder. Einen Tag nach ihrer Hochzeit wurden Beide vom Deutzer Bahnhof in Köln nach Riga deportiert. Bei der Auflösung des Ghettos Ende 1943 versteckten sich das Ehepaar, um nicht Opfer der Massenerschießungen oder Vergasungen zu werden. Sie hofften auf die Rote Armee, die im Anmarsch war. Beim Appell fiel jedoch ihr Fehlen auf und es wurde nach ihnen gefahndet. Nach ihrem Ergreifen wurde die Krankenschwester vor den Augen ihres Mannes erschossen. Ihr Mann wurde in ein Minenkommando gesteckt, wo er einen SS-Mann tötete und dann ebenfalls umgebracht wurde.

Siehe auch: Frida-Levy-Gesamtschule: Elternbrief Ostern 2006


 Piroska Blau

Über Piroska Blau existieren so gut wie keine Informationen. Die jüdische Krankenschwester soll aus einem jugoslawischen Land stammen, obwohl ihr Vorname eher auf eine ungarische Herkunft hindeutet. Eventuell war es aber auch nur eine Art Spitzname der ungarischen Juden, mit denen sie im Frühsommer in Gmünd in Niederösterreich eintraf. Zu Fuß waren die etwa 1700 Menschen in mangelhafter Bekleidung und unzureichender Nahrung von Budapest nach Gmünd getrieben worden, wo man sie in einem alten Getreidespeicher unterbrachte. Im März 1945 sollten die Gefangenen in ein Vernichtungslager deportiert werden. Mit Hilfe des ansässigen Amtsarztes Dr. Arthur Lanc, seiner Frau und dem Oberförster Christ gelang Piroska Blau vor der Deportation die Flucht.

Quellen

Die Gerechten Österreichs: Dr.med. Arthur und Maria Lanc - 1986

Wikipedia: Maria Lanc


 Samuel Bleekrode

Samuel Bleekrode, geboren am 17.6.1893, seine Ehefrau Vrouwtje Bleekrode-Presser, geboren am 28.10.1892 und sein Sohn Mozes Bleekrode, geboren am 29.9.1924, wurden in Amsterdam geboren. Zuletzt lebten sie in der Transvaalstraat 117 bovenhuis in Amsterdam. Der Krankenpfleger und seine Frau wurden am 11.2.1944 in Auschwitz ermordet, sein Sohn kam dort bereits am 30.9.1942 um.

Quelle: Virtuelles Denkmal der Jüdischen Gemeinde der Niederlande: http://www.joodsmonument.nl/


 Jeannette Blits

Die Krankenschwester Jeannette Blits, geboren am 22.12.1897 in Amsterdam, lebte in Amsterdam in der Plantage Kerklaan 10 II mit Aleida und Aaltje Blits zusammen. Das Verwandtschaftverhältnis ist noch nicht klar. Die Frauen wurden von den Nazis nach Sobibor verschleppt. Alle Drei wurden dort ermordet, Jeannette Blits am 9.7.1943.


 Sara Blitzer

Sara Blitzer wurde am 5.7.1913 in Chzarnow in Polen geboren. Die Krankenschwester war verheiratet und hatte sich scheiden gelassen. Als staatenlos erklärt wurde sie im belgischen SS-Sammellager Mechelen interniert. Von dort wurde sie am 29.8.1942 mit dem VI Deportationszug unter der Nummer 2 in das KZ Auschwitz-Birkenau gebracht. Deshalb muss befürchtet werden, dass sie den Holocaust nicht überlebte.

Ich danke für die Recherche Frau Laurence Schram vom Jüdischen Deportations- und Widerstandsmuseum (JDWM) in der ehemaligen Mechelner Dossinkaserne. http://www.cicb.be/


 

Paula Block

Paula Block wurde 1888 geboren. 1915 absolvierte sie ihre Ausbildung zur Krankenschwester. Sie arbeitete in Frankfurt/M und Pforzheim. Als Jüdin wurde sie 1942 nach Theresienstadt verschleppt. Vermutlich hatte sie dort auch als Krankenschwester gearbeitet. Von Theresienstadt wurde sie 1944 nach Auschwitz deportiert, wo sich ihre Spur verliert.


 

Anna Bloemendal-Hamburg

Über diese Krankenschwester ist wenig bekannt. Sie wurde am 19.8.1913 in Arnhem geboren und lebte in der Driekoningendwarsstraat 87 in Arnhem. Anna Bloemendal-Hamburg wurde am 30.11.1943 in Auschwitz ermordet.

Quelle: Virtuelles Denkmal der Jüdischen Gemeinde der Niederlande: http://www.joodsmonument.nl/


 

Chuma Blumenzweig

Chuma Blumenzweig wurde am 6.7.1892 in Jamostz geboren.Die Krankenschwester war verwitwet. Wie viele andere auch wurde sie von den Nazis in Belgien als staatenlos erklärt, um Interventionen anderer Länder zu verhindern. Sie war im SS-Sammellager Mechelen und wurde mit Transport III unter der Nummer 990 am 15.8.1942 in das KZ Auschwitz-Birkenau deportiert. Es muss befürchtet werden, dass sie den Holocaust nicht überlebte.

Ich danke für die Recherche Frau Laurence Schram vom Jüdischen Deportations- und Widerstandsmuseum (JDWM) in der ehemaligen Mechelner Dossinkaserne. http://www.cicb.be/


 

Therese Böhm, geb. Müller

Die Hebamme Therese Böhm, geborene Müller, wurde am 3.2.1875 in Reichertshofen geboren. Die Ausbildung zur Hebamme absolvierte sie in München, um anschließend als Landhebamme zu arbeiten wie vorher auch schon ihre Urgroßmutter, Großmutter und Tante. Sie setzte sich aktiv für berufspolitische Belange ein. Von ihr ist bekannt, dass sie ausdrücklich für die Ausübung des Hebammenberufes ohne Ansehen der Person, des Standes, der Konfession oder Partei eintrat. Diese Vorstellung deckte sich nicht mit den Ansichten der braunen Machthaber und es gehörte schon Mut dazu, nach der Machtergreifung eine solche Forderung zu formulieren. Therese Böhm verstarb am 13.1.1938 an einer Lungenentzündung.


 

Petronella Boeken-Förster

Petronella Boeken-Förster, Tochter von Nathan Förster und Rijntje Hamburger, wurde am 2.2.1919 in Amsterdam geboren. Die Krankenpflegehelferin war mit Isaac Boeken, geboren am 22.7.1920 in Amsterdam, verheiratet und lebte zuletzt bei seiner Familie in der Nieuwe Keizersgracht 45 onderhuis in Amsterdam. Ihr Ehemann kam im KZ Gross Rosen am 2.2.1945 ums Leben, sie wurde im KZ Auschwitz am 14.9.1942 ermordet. Auch ihre Schwiegereltern und Geschwister ihres Mannes überlebten den Holocaust nicht.

Quelle: Virtuelles Denkmal der Jüdischen Gemeinde der Niederlande: http://www.joodsmonument.nl/


 

Aäron de Boers

Aäron de Boers wurde am 22.3.1890 geboren. Seine Ehefrau hieß Sara de Boers-May, geboren am 22.7.1894. Das Ehepaar hatte drei Kinder: den Sohn Jacob de Boers, Büroangestellter, geboren am 18.1.1921, die Tochter Clara de Boers, geboren am 13.3.1925 und den Sohn John de Boers, geboren am 15.9.1929. Alle Familienangehörigen wurden in Amsterdam geboren.

Die Familie wohnte in der Uiterwaardenstraat 79 III in Amsterdam. Durch die zunehmenden Repressalien durch die Nazis musste die Familie zwangsweise ihre Wohnung in der Uiterwaardenstraat verlassen und in einen östlichen Stadtteil von Amsterdam ziehen. Der Kontakt zu den ehemaligen Nachbarn in der Uiterwaardenstraat brach nicht ab. Sie versuchten der Familie durch zusätzliche Lebensmittel zu helfen.

Der Krankenpfleger Aäron de Boers arbeitete im "Wilhelmina Gasthuis", dem größten Krankenhaus der Niederlande. Am 20.6.1943 kam er in das Durchgangslager Westerbork. Die Nazis brachten ihn, seine Frau und den jüngsten Sohn am 23.7.1943 in Sobibor um, seine beiden anderen Kinder wurden am 30.9.1942 in Auschwitz ermordet.

Quelle: Virtuelles Denkmal der Jüdischen Gemeinde der Niederlande: http://www.joodsmonument.nl/


 

Wilhelm Böttcher

Wilhelm Böttcher aus Halle war Betriebsratsvorsitzender der dortigen Uniklinik. 1933 wurde er fristlos entlassen. Ab 1937 arbeitete er als Werkheilgehilfe bei der Braunkohle-Benzin AG. Dort mussten ab 1944 etwa 5000 Häftlinge aus dem KZ Buchenwald Zwangsarbeit leisten. Böttcher besorgte ihnen heimlich Nahrungsmittel, Medikamente und Verbandsstoffe. Eine lebensrettende Maßnahme, denn kranke Häftlinge wurden rücksichtslos vernichtet, wie beispielsweise am 6.10.1944, als 1188 jüdische Häftlinge aufgrund ihres angeschlagenen Gesundheitszustandes nach Auschwitz zur Ermordung geschickt wurden.


 

Friedel Bohny-Reiter

Die Schweizer Krankenschwester Friedel Bohny-Reiter wurde 1912 in Wien geboren. 1914 wurde sie aus Wien evakuiert und kam mit einem Kindertransport nach Melk an der Donau. Ihr Vater, den sie kaum kennen gelernt hatte, fiel in diesem Krieg. 1919 kehrte sie nach Wien zurück, eine Hauptstadt, die durch revolutionäre Unruhen, Not und Hunger gerade für die Kinder ein unerträgliches Pflaster geworden war. Durch das Rote Kreuz erhielt sie 1920 eine Erholungsverschickung in die Schweiz. Die Pflegefamilie in Kilchberg am Zürichsee behielt das österreichische Mädchen.

In Zürich absolvierte sie die Ausbildung zur Kinderkrankenschwester. Anschließend arbeitete sie anderthalb Jahre in Florenz. Nach ihrer Rückkehr meldete sie sich in der Schweiz bei der "Arbeitsgemeinschaft für kriegsgeschädigte Kinder" (SAK). Die SAK schickte sie ins südfranzösische Camp Rivesaltes bei Perpignan, wo sie von 1941 bis 1942 blieb. Bei ihrer Arbeit lernte sie ihren Mann kennen, den Lehrer August Bohny, der in Chambon-sur-Lignon Kinderheime der SAK leitete.

Die SAK entstand Anfang 1940 aus etwa 20 Hilfsorganisationen, die in den französischen Sammellagern versuchten, Naziverfolgten zu helfen. Ende 1941 übernahm das Schweizer Rote Kreuz (SRK) die SAK. Schwierig für die etwa vierzig freiwilligen jungen Helfer aus der Schweiz, die für SAK bzw SRK tätig waren, war die Anweisung, dass sie sich strikt neutral verhalten sollten. Das war unter den gegebenen Umständen nicht möglich, sodass die Helfer sich ständig zwischen Legalität und Illegalität bewegten. Bei festgestelltem "zu großen Engagement", weil sie beispielsweise Verfolgten über die "grüne Grenze" halfen, mussten die Helfer mit Suspendierung, Heimschickung und Bestrafung rechnen. Erst 1998 wurden die betroffenen Helfer vom SRK rehabilitiert.

Friedel Bohny-Reiter erlebte also in dem französischen Lager auf der einen Seite restlos überfüllte Baracken, die im Schlamm versanken. Die Internierten litten unter Dreck, Ungeziefer, Krankheiten, Ratten, Hunger, Wassermangel und Hoffnungslosigkeit. Die Kleidung der Internierten war unzulänglich, die sanitären und hygienischen Verhältnisse verheerend. In diesen menschenunwürdigen Verhältnissen litten die zwischenmenschlichen Beziehungen und das Sozialverhalten und kriminelle Handlungen verschärften das Lagerleben.

Andererseits durfte die Schweizer Krankenschwester aber nicht parteilich sein, um die Schweizer Neutralität nicht zu verletzen. Sie hielt sich nicht daran, wie auch angesichts des Elends. Neben Essensverteilungen und Kleidergaben pflegte sie die Kranken und versuchte, sie moralisch zu unterstützen. Um jüdische Menschen vor der Deportation zu schützen, verstieß sie immer wieder gegen die SRK-Richtlinien, fälschte Passierscheine, änderte Namen, stellte Taufbescheinigungen aus, schmuggelte Kinder aus dem Lager, die versteckt wurden. Doch im gesamten Horror konnte sie wenig ändern, musste oft genug hilflos bei den Deportationen und schreiendem Unrecht zusehen, etwas, was sie noch Jahre später belastete.

Sie hatte in Rivesaltes ein Tagebuch geführt, was 1995 unter dem Titel: "Vorhof der Vernichtung" veröffentlicht wurde. Es zeugt von ihrer harten Arbeit, Mut, kleinen Freuden und immer wieder bodenlosen Enttäuschungen und Verzweiflung in dieser Zeit ohne jegliche Selbstbeweihräucherung.

In ihrer Tagebucheintragung vom 13.12.1941 gibt sie Auskunft über ihre Triebfeder zu der Arbeit in Rivesaltes:

... Wenn ich all die Kinder mit ihren Säcklein und Päcklein sehe, kommt mir meine Auswanderung in die Schweiz in den Sinn. Wie viel, viel notwendiger ist es hier noch, Kinder in andere Verhältnisse zu bringen.

Ihre eigenen Erfahrungen als Kind, aus den schlimmen Lebensbedingungen in Wien in die Schweiz gekommen zu sein, war ganz offensichtlich ein gewichtiges Motiv, für ein Taschengeld und Aufwandsentschädigung die Arbeit in Rivesaltes anzunehmen.

Wie schwer es fiel, nicht aufzugeben, zeigt der Eintrag vom 22.2.1942:

... Oft erscheint es mir Wahnsinn. Man kämpft gegen den Hunger, gegen das Elend, und überall werden Hunderte aufs neue elend, heimatlos, erfrieren. Was ist unsere Hilfe? Ein Tropfen auf einen heißen Stein. Mir ist bange, ich spüre, dass ich mich nicht diesen Grübeleien hingeben darf. Es ist ja ebenso unnütz, wie es die Kräfte lähmt. Also weiter, nicht zurückschauen.

Immer wieder zeugt ihr Tagebuch von der gewaltigen Hilflosigkeit, mit der die Schweizer Helfer konfrontiert wurden, beispielsweise am 15.4.1942:

Im Lager hört man nichts anderes sprechen, als von Kommission. Hart kommen sie wieder, um Frauen und Mädchen zu holen. Wir stehen hier, machtlos. ...

Friedel Bohny-Reiter versuchte alles, um das Los der Menschen im Lager zu lindern, ertrug den immensen Druck, litt mit den Internierten mit. Umso bitterer musste das Erlebnis für die Krankenschwester sein, dass sie in einem Brief an die Daheimgebliebenen beschrieb:

Aufgebrachte Stimmen vor unserer Baracke ließen uns eines Morgens aufhorchen - es war im unruhigen Sommer 1942. - Wir waren gerade am Kochen der Mahlzeiten, und die Baracke war bis zur Essensverteilung geschlossen. Ich öffnete die Türe und verstand einige Sätze der aufgebrachten Menge - es müssen einige Dutzend gewesen sein: Voilá la Suisse, comm elle aide les réfugiés, comme elle refoule les femmes et les enfants!", und schon kamen Steine gegen die Barackenwände geflogen. Erschrocken schloss ich die Türe. Als es draußen etwas ruhiger geworden war, kamen zwei jüdische Männer, klopften an und meinten - sichtlich verlegen: Ach Schwester, es tut uns so leid, auch sie sind ja machtlos, aber sie müssen verstehen, unter den gestern Nacht Angekommenen waren Frauen und Kinder, welche versucht hatten, sich in die Schweiz zu retten, zurückgeschickt und anschließend in Frankreich aufgegriffen und ins Lager zurückgeschickt worden waren." Ein Gefühl der Ohnmacht befiel mich, wie immer wieder. Im übernächsten Transport fuhren auch diese Leute ostwärts ihrem Schicksal entgegen. Dass die Schweiz ihre Grenzen für Flüchtlinge geschlossen hatte, erfuhr ich erst später.

Die Krankenschwester bekam so selber die Auswirkungen des doppelten Gesichtes der Schweiz in der NS-Zeit mit. Auf der einen Seite die Disziplinierungen und halbherzigen Hilfen der SRK-Führung, die inhumane Flüchtlingspolitik, Geldgier und Bereicherungen des Schweizer Kapitals am Elend der Juden, regelrechte Anbiederungen an die deutschen Nazis. Auf der anderen Seite standen große Teile des Schweizer Volkes. Die massenweise Hilfsgüter spendeten, obwohl sie selber wenig hatten. Die Patenschaften für internierte Kinder übernahmen. Ganze Schulklassen schrieben sich mit den Kindern in den Lagern, spendeten moralischen Rückhalt. Sammelten ihr Spielzeug und schickten es dorthin. "Der kleine Mann", "die kleine Frau" der Schweiz zeigten überwiegend eine bemerkenswerte Hilfsbereitschaft, ohne die die Helfer vor Ort wie Friedel Bohny-Reiter nichts hätten machen können.

Nach der Schließung des Lagers in Rivesaltes 1942 leitete sie ein Kinderheim in Le Chambon sur Lignon in den Nord-Cevennen. Im Dezember 1944 nach der Befreiung Frankreichs verließ sie mit August Bohny, den sie im März gleichen Jahres geheiratet hatte, endgültig Frankreich. Das Einleben in der Schweiz fiel ihr nach den Erlebnissen in Frankreich nicht leicht, zumal sich nun ihre Aktivitäten auf die eigene Familie beschränkte. Irgendwann begann sie wieder mit ihrem alten Hobby, der Malerei. Die Eindrücke aus Rivesaltes, die sie verdrängte, aber nie vergaß, nahmen nun in ihren Bildern Figur an. Die Worte einer jüdischen Frau im letzten abfahrenden Deportationszug hatten sich bei ihr eingebrannt:

Schwester, bitte, vergessen sie uns nicht!

Dieser Satz veranlasste sie schließlich dazu, Jahrzehnte später die Einwilligung zur Veröffentlichung ihres Tagebuches zu geben.

Friedel Bohny-Reiter wurde für ihr Wirken in Rivesaltes in Yad Vashém als "Gerechte der Völker" geehrt.

 

Siehe auch: Schweizerisches Rotes Kreuz: Von Rettern und Geretteten (ohne Datum) http://redcross.ch/mag/print_mag-de.php?id=29


 

Alida Bollegraf

Alida Bollegraf wurde am 3.3.1922 in Utrecht geboren. Die Krankenschwester wohnte in Appeldoorn. Die Zwanzigjährige wurde in Auschwitz ermordet. Ihr Todesdatum ist der 25.1.1943.

Quelle: Virtuelles Denkmal der Jüdischen Gemeinde der Niederlande: http://www.joodsmonument.nl/


 

Sophie Boroschek

Sophie Boroschek wurde am 29.1.1910 in Moschin (heute Mrocza) in Posen (Polen) geboren. Ihr Vater, Abraham Boroschek, geboren am 22.6. 1882 in Jaratschewo, war Destillateur, ihre Mutter hieß Lieschen Boroschek, geborene Hopp am 10.5.1886 in Moschin. Die Eltern zogen nach Berlin-Wedding, Bellermannstraße 1. Sophie hatte zwei jüngere Schwestern, Hildegard, geboren am 4.2.1912 in Moschin, und Else, geboren am 10.2.1914 in Moschin.

Es ist anzunehmen, dass Sophie eine Ausbildung als Krankenschwester besaß. Denn sie arbeitete in der sogenannten Privatpflege, also in der ambulanten Krankenpflege. So wohnte sie ab dem 1.5.1939 in Berlin-Pankow in der Berliner Straße 127 in der Villa des Zigarettenfabrikanten Josef Garbáty-Rosenthal und pflegte den alten Herrn bis zu seinem Tode 1939.

Ab dem 1.9.1942 arbeitete sie als Krankenschwester im Jüdischen Krankenhaus Berlin und wohnte in der Brunnenstraße 16 bei ihren Eltern. Am 17.5.1943 wurde sie mit dem 38. Osttransport nach Auschwitz deportiert. Ihr weiterer Leidensweg führte sie am 30.7.1943 in das KZ Natzweiler-Struthof. Dort trieb August Hirt sein Unwesen. Der Anatom plante eine Schausammlung von Skeletten für das anatomische Institut Straßburg. Dafür wurden vorsätzlich Menschen ermordet. Eins seiner Opfer war Sophie Boroschek, die am 11.8.1943 oder 13.8.1943 in der Gaskammer umgebracht wurde. Sie konnte später anhand ihrer KZ-Nummer von dem Tübinger Historiker Dr. Hans-Joachim Lang identifiziert werden. Ihr Mörder entzog sich seiner Verantwortung. Er floh nach Tübingen und verübte im Juni 1945 im Schwarzwald Selbstmord.

 

Quelle

Dr. Hans-Joachim Lang, DIE NAMEN DER NUMMERN, http://www.die-namen-der-nummern.de/html/sophie_boroschek.html

Siehe auch: Hans-Joachim Lang, "Die Namen der Nummern", Hoffmann & Campe September 2004, ISBN: 3455094643

haGalil.com, Jüdisches Leben in Pankow, http://de.juedisches-leben.org/gedenkliste.php3?id=84


 

Anna Boutelje

Anna Boutelje war Krankenschwester. Sie wurde am 21.6.1910 in Den Haag geboren. Ihre Mutter hieß Esther Boutelje-van Lier, geboren am 23.3.1884 ebenfalls in Den Haag. Ihr Vater Simon Boutelje, geboren 1881 in Amsterdam, verstarb im April 1941. Mutter und Tochter lebten zuletzt in den Haag im Harstenhoekweg 111. Anna Boutelje hatte noch einen Bruder Michel und eine Schwester Judikje, die eigene Familien hatten. Ihr Bruder und Schwager wurden von den Nazis 1945 ermordet. Ihre Schwester und Schwägerin wurden mit 5 Nichten und Neffen im Alter von ein bis sieben Jahren nach ihrer Ankunft in Ausschwitz am 8.10.1944 in der Gaskammer ermordet. Ihre Mutter und sie wurden nach Sobibor verschleppt. Ihre Mutter starb dort am 14.5.1943, die Krankenschwester war bereits am 26.3.1943 ermordet worden.

Quelle: Virtuelles Denkmal der Jüdischen Gemeinde der Niederlande: http://www.joodsmonument.nl/


 

Sieny Boutelje

Die Krankenschwester Sieny Boutelje wurde am 23.7.1922 in Den Haag geboren. Zuletzt lebte sie in der Vivienstraat 9 in Den Haag. Die Zwanzigjährige wurde am 30.9.1942 in Auschwitz ermordet.

Quelle: Virtuelles Denkmal der Jüdischen Gemeinde der Niederlande: http://www.joodsmonument.nl/


 

Sara Bouwman

Sara Bouwman wurde in Utrecht am 31.10.1910 geboren. Sie wohnte zuletzt in den Haag am Louise de Colignyplein 4. Die Krankenschwester wurde am 15.10.1942 im KZ Auschwitz ermordet.

Quelle: Virtuelles Denkmal der Jüdischen Gemeinde der Niederlande: http://www.joodsmonument.nl/


 

Hildegard Boy-Brandt

Über Hildegard Boy-Brandt ist leider bisher wenig bekannt. Sie kam aus Deutschland und gehörte der KPD an. Sie soll aktiv im Widerstand gewesen sein. Im Konzentrationslager arbeitete sie als Häftlingspflegerin im Revier. Nach Kriegsende sagte sie vor Gericht als Zeugin unter anderem über die medizinischen Versuche an überwiegend polnischen Frauen aus.

Besonders bitter war ihre Zeugenaussage gegen die Hebamme Gerda Ganzer, geborene Quernheim, die ebenfalls im Revier arbeitete. Diese war selber in Ravensbrück Häftling gewesen, obendrein mit dem roten Winkel. Sie wurde vermutlich wegen regimekritischer Äußerungen inhaftiert. Als Geliebte des SS-Arztes Dr. Rosenthal beteiligte sie sich an Zwangsabtreibungen, Tötungen von Neugeborenen, Euthanasieverbrechen an Mithäftlingen und blankem Zynismus und Sadismus gegenüber Mitgefangenen. Andererseits stahl sie wiederum Medikamente, um anderen Häftlingen zu helfen. Gerda Ganzer wurde zum Tode verurteilt. Später billigte man ihr eine gute Führung zu, die Tatsache, dass sie selber inhaftiert war und unter Zwang und eventuellen Einfluss ihres Geliebten gehandelt hatte und wandelte das Todesurteil in eine lebenslange Haftstrafe um, die man schließlich auf 12 Jahre verminderte. Es war nicht die einzige Pflegerin, die sich mit den Peinigern auf Kosten der Mithäftlinge arrangierte.

Für Hildegard Brandt muss es eine zusätzliche Härte im ohnehin bereits grausamen Haftalltag gewesen sein, zwangsweise mit "Politischen" zusammenzuarbeiten, die sich von dem Naziterror derart entmenschlichen ließen.

 

Siehe auch: SS-Frauen am Galgen: Elisabeth Marschall


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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