Anwendungen mit natürlichen  Heilmitteln. Übersicht
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anwendungen mit natürlichen  Heilmitteln
 
Natürlichen Heilmitteln wird nachgesagt, dass sie sanft und nebenwirkungsfrei wirken. 
  • Nicht jeder kann natürliche Heilmittel nehmen. Wer beispielsweise ein Magengeschwür hat oder hatte, darf keine Magentees mit Bitterstoffen trinken. 
  • Pflanzliche Heilmittel sollten nie dauernd über lange Zeiträume eingenommen werden. Auch wenn das Mittel vielleicht wenig oder keine Nebenwirkungen hat, gewöhnt sich der Körper daran.
  • Allergien müssen beachtet werden. Zum Beispiel darf ein Quarkwickel nicht bei einer Milcheiweißallergie durchgeführt werden.

Besonders die Pharmaindustrie bemüht sich, natürliche Heilmittel als unwirksam oder schädlich darzustellen. Viele Untersuchungen zu alternativen Heilmethoden werden von der Pharmaindustrie in Auftrag gegeben und finanziert (Ein Schelm, wer Böses denkt). "Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker" - diese Berufsgruppen sind eng mit der Pharmaindustrie verbunden. Studien kommen meistens zu dem Schluss, dass derartige Mittel lediglich einen Placeboeffekt hätten.

Wer die Wahl hat zwischen einem Hustenlöser und Hustenstiller aus der Apotheke zum stattlichen Preis, deren Wirkung nicht unbedingt nachvollziehbar ist, und einem selbstzubereiteten Hustensaft aus Zwiebeln und Zucker, der nur ein Paar Cent kostet aber erstaunlich gut hilft, dann fällt die Entscheidung sehr leicht zum "Placeboeffekt".

 

Alle therapeutischen Maßnahmen müssen mit dem Arzt und Fachkraft abgesprochen sein, auch wenn sie auf ausdrücklichen Wunsch des Patienten geschehen.

 

 

 

Wärmetherapie

Die Wärmetherapie ist eine Form der Thermotherapie. Zur Thermotherapie gehört auch die Kältetherapie.

Es gibt Hinweise, dass bereits in der Steinzeit Wärme und Kälte therapeutisch genutzt wurden. In der traditionellen chinesischen Medizin wurde die Therapieform „Moxibustion“ angewendet. Dazu wurden Wärmequellen wie beispielsweise glimmendes Beifußkraut an den Akupunkturpunkten angebracht. Damit sollte Nässe und Kälte als gesundheitsschädigend aus dem Körper vertrieben werden. In der heutigen Medizin wird anerkannt, dass die Moxibustion die Gewebedurchblutung steigert und das Immunsystem stärkt.

In der Antike beispielsweise wurden Sandbäder eingesetzt zur Wärmebehandlung. Der durch die Sonne aufgeheizte Sand als Unterlage schmiegte sich an die Körperkonturen, lockerte die Muskeln und wirkte wohltuend bei Rücken- oder Gelenkproblemen.

Nordamerikanische Indianer verknüften die Inipi, Schwitzhütten, mit Zeremonien, um den Geist, Seele und Körper als Einheit zu reinigen und zu heilen. Dazu wurden auch ätherische Dämpfe durch bestimmte Kräuter genutzt, die die Wirkung verstärkten. Oft wurde vor der Inipi-Zeremonie gefastet.

Die Wikinger kannten bereits die Sauna, Thermalbäder gab es in Mitteleuropa schon im Mittelalter und auch für Sebastian Anton Kneipp (17.5.1821 - 17.6.1897) spielte Wärme in seiner Hydrotherapie eine wesentliche Rolle.

 

Wirkung

Wärme wird zur Behandlung von Schmerzen und nichtentzündlichen Erkrankungen eingesetzt. Die Muskulatur wird entspannt, die Durchblutung durch Weitung der Gefäße gefördert, Schmerzen gelindert, die Elastizität des Bindegewebes verbessert, der Stoffwechsel angeregt, der Sauerstofftransport erhöht, das Immunsystem gestärkt, das gefühlte Wohlbefinden gesteigert.

Die Wärmetherapie darf nicht bei Dyspnoe, Herzinsuffizienz, Entzündungen oder akuten Erkrankungen mit körpereigener Wärmeentwicklung wie Fieber angewendet werden.

 

Anwendungsbereiche

In der Laienpflege wird Wärme schon immer in unterschiedlichsten Formen als Hausmittel eingesetzt, zum Beispiel Rotlicht, Kirschkern- oder andere Körnerkissen, heiße Steine, in Verbindung mit Wasser wie Wärmflasche, heiße Teil- oder Vollbäder, heiße Rolle, mit Heilmitteln wie Wickel, Auflagen, Kompressen, Dampfbäder, etc. Die Anwendungsgebiete sind zahlreich: von Bauchschmerzen über unreine Haut bis zu grippalen Infekten. Rotlicht wird auch gerne bei Bronchitis oder Nasennebenhöhlenentzündungen angewendet. Das sollte aber mit dem Arzt abgesprochen sein.

Die Wärmetherapie spielt in der Physiotherapie eine wichtige Rolle. Die Physiotherapie wendet äußerlich Heilmittel und Methoden nach ärztlicher Anordnung an, um die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Körpers zu erhalten oder zu fördern. Fangopackungen, Massagen mit Wärmeunterstützung, z.B. durch wärmende Salben, aber auch Ultraschall (Erwärmung durch mechanische Energie der Ultraschallwellen) oder Hochfrequenzen (Erwärmung durch elektromagnetische Felder) werden therapeutisch genutzt.

In der alternativen Medizin wird die Hyperthermie (griech. Überwärmung) eingesetzt zur Bekämpfung von Krebs oder Metastasen. Dazu wird der Körper überwärmt durch Infrarotstrahler (Lichtenergie), Mikro- oder Radiowellen. Die Schulmedizin bedient sich zunehmend ebenfalls der Hyperthermie als Ergänzung zur Strahlen- und Chemotherapie, besonders bei sogenannten „austherapierten“ Patienten.

 

Anwendungsgebiete

  • Chronische Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, beispielsweise Arthrose oder muskuläre Verspannungen, in Kombination mit anderen physikalischen Maßnahmen wie zum Beispiel Massage

  • Unruhe- und Erregungszustände

  • Erkältungskrankheiten, grippale Infekte

  • unreine Haut

  • Wundheilung (Infrarotstrahler)

  • chronische Atemwegserkrankungen

  • Krebserkrankungen

 

 

 

 

Kältetherapie / Anwendungen durch Kälte

Die therapeutische Anwendung von Kälte hat eine jahrhundertlange Tradition. Schon Hippokrates (460 - 370 v. Chr.) empfahl Eiswasser zur Fiebersenkung, bei Schmerzen und zur Blutstillung. In Deutschland entwickelte der Priester Sebastian Anton Kneipp (17.5.1821-17.6.1897) seine natürlichen Heilmethoden. Er soll 1849 an Tuberkulose erkrankt sein, dazumal ohne wirksame Medikamente ein sicheres Todesurteil. Zufällig entdeckte er das Buch „Unterricht von der Heilkraft des frischen Wassers“ von Johann Siegmund Hahn und badete daraufhin täglich mehrere Male einige Minuten in der eiskalten Donau und wurde gesund. Er sammelte nun bekannte derartige Methoden, entwickelte sie weiter und begründete die Kneippsche Lehre. Seine Lehre umfasst die Hydro-, Phyto-, Kinesio-, Ernährungs- und Ordnungstherapie und ist ein ganzheitliches Konzept.


Hydrotherapie: Waschungen, Güsse, Wickel, Bäder, Saunagänge mit unterschiedlichen oder abwechselnden Kalt- und Warmwasseranwendungen.

Phytotherapie: Heilpflanzen und ihre Verwendung in Tees, Säften, Packungen, Inhalationen, Bädern, Waschungen.

Kinesiotherapie: Bewegung zur therapeutischen Unterstützung, z. B. Wassertreten, Barfußlaufen oder Gymnastik.

Ernährungstherapie: Umstellung der Ernährung auf eine vielseitige, ausgewogene Vollwertkost.

Ordnungstherapie: Kneipp verstand darunter eine bewusste und gesunde Lebensführung, um das körperliche und seelische Wohlbefinden zu erhalten.

 

Referat Alin

Anwendungen für die Kältetherapie:

  • Güsse
  • Wechselbäder/Wechselduschen
  • Barfuß durch Tau oder Schnee laufen
  • Eispackungen (wenige Minuten auf der Haut, dafür vier bis fünf Mal hintereinander)
  • Gelkompressen
  • Kalte oder nasse Wickel

 

Wirkung der Kältetherapie:

  • Blutgefäße ziehen sich zusammen, Blutungen ins Gewebe werden reduziert
  • Muskeln werden angespannt und entspannen anschließend
  • Schmerzlinderung durch Verengung der Blutgefäße und Blockierung der Nervenbahnen
  • Verminderung von Schwellungen 
  • Entzündungsrisiko kann gesenkt werden, weil das Gewebe nicht optimal mit Sauerstoff versorgt wird durch Verlangsamung des Stoffwechsels. Das Gewebe kann einen zeitlich begrenzten Sauerstoffmangel überstehen und dadurch die Heilung begünstigen.

 

Kontraindikation:

  • Harnwegsinfektionen
  • Nieren-, Blasenbeschwerden
  • Ischiasbeschwerden (Ischiasnerv)
  • Rheuma (Entzündung)
  • Menstrutaionsbeschwerden
  • Bluthochdruck
  • Schwächezustände
  • Herzerkrankungen
  • Vergrößerung der Schilddrüse
  • Kälteallergie

 

Anwendungsformen:

Kühlspray, Eiseinreibungen, Eispackungen, Kältepackungen mit Kühlgelbeuteln, tiefgekühlte Luft, Stickstoff, nasskalte Wickel, Güsse, Waschungen, Bäder, Kompressen, Auflagen, Wassertreten, Barfußlaufen

 

 

Ganzkörperkältetherapie (GKKT)
 

Die Kryotherapie (griech. kryos = Kälte) als Ganzkörperkältetherapie wurde durch den japanischen Arzt Dr. Toshima Yamauchi 1978 in Europa vorgestellt. In einer Kühlkammer wird der Patient einer Temperatur von minus 110°-196°C zwei bis drei Minuten ausgesetzt. Dazu betreten die Patienten die Kühlkammer leicht bekleidet mit Stirnband, Holzschuhen, Handschuhen (Schutz der Akren) und Mundschutz und laufen in der Kammer im Kreis. Sie sollen flach durch die Nase atmen. Anschließend folgt die Behandlung einzelner Gelenke mit Stickstoffdampf oder heute meist flüssigen Sauerstoff. Danach folgt ein intensives Bewegungstraining.

 

Gemäßigtere Version

 

Die peripheren Nozizrezeptoren (Schmerzrezeptoren) werden bei der GKKT blockiert. Dadurch werden Schmerzen am Bewegungsapparat gelindert und entzündliche Prozesse gedämpft. Deshalb ist im Anschluss eine intensive Bewegungstherapie möglich, die normalerweise an den Schmerzen des Betroffenen scheitern würde.

Die GKKT wird beispielsweise bei Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen, chronischer Polyarthritis, Muskelerkrankungen, Rheuma, aber auch bei Hauterkrankungen angewendet. Kontraindikationen sind arterielle Durchblutungsstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Kälteallergie, akute Blasen-, Nierenentzündungen oder Raynaud-Syndrom („Leichenfinger“).

Mögliche Nebenwirkungen sind Blutungen, Rötungen, Blasenbildungen, kurzfristige Ödeme, Haarausfall oder Kopfschmerzen, die aber normalerweise gut zu kontrollieren und reparabel sind.

Die Kryotherapie kommt auch mit anderen Verfahren (beispielsweise Sonden) in unterschiedlichen Disziplinen der Medizin zum Einsatz (z.B. Chirurgie, Augenheilkunde, Dermatologie).

 

 

 

Schülerreferate: Wickel

Es folgen weitere Anwendungen durch Referate der Schüler

Wickel    Quarkwickel   Olivenölwickel   Kartoffelwickel   Ohrenwickel   Lavendelölwickel  Pulswickel                                                                   

 

 

Wickel
 
Wickel gehören in der professionellen Pflege zur alternativen Pflege, in der Laienpflege sind sie ein häufig angewendetes Hausmittel.  Beim Wickel werden ein oder mehrere Tücher mit einer Substanz (z.B. Flüssigkeit, Salbe, Quark, etc) bestrichen oder durchfeuchtet und um einen Körperteil (Teilwickel) oder dem gesamten Körper (Ganzkörperwickel) gewickelt. Neben den aufgetragenen Wirkstoffen wirkt ein Wickel durch Wärme oder Kälte. Deshalb wird über das Innentuch, je nach Anwendung, eventuell noch ein Zwischentuch gelegt. Ein trockenes, substanzfreies Außentuch schließt den Wickel ab. Bei Wickeln immer an einen Lakenschutz denken wie Gummi- oder Plastiktuch, um das Bett vor Nässe zu schützen.    

Kataplasma: ein Breiumschlag mit einer weichen Paste oder Salbe. Einsatz meist bei Schmerzen, Hauterkrankungen oder Entzündungen.

Peloid: Pastenumschläge aus Moor, Heil- oder Lehmerde, Torf, Schlick, Schlamm, Löss, Kreide oder Sand wirken entzündungshemmend, schmerzlindernd, entkrampfend und entspannend, da sie zumeist mit Wärme kombiniert sind. Einsatz beispielsweise bei Osteoporose, Rheuma, Nervenentzündungen oder Arthrose,

Feucht-heiße Wickel: die intensive Wärmeeinwirkung sorgt lokal für eine Gefäßerweiterung und regt die Durchblutung an. Dadurch wirken sie entkrampfend und entspannend.

Temperierte Wickel: die körperwarmen Wickel transferieren zugesetzte Wirkstoffe in die Haut und wirken entspannend.

Kalte Wickel: sie wirken gefäßverengend, abschwellend, wärmeableitend und schmerzlindernd. Wirkstoffe können den kühlenden Effekt verstärken, wenn sie schneller verdunsten als Wasser. Wadenwickel bei Fieber sind sehr häufig angewandte Wickel.
 


 

Marvin

 

Quarkwickel

Kalter Quarkwickel

  • Gelenkschmerzen
  • Gelenkentzündungen,
  • Prellungen
  • Verstauchungen,
  • Halsschmerzen,
  • Hauterkrankungen (zum Beispiel Sonnenbrand)
  • Schwellungen
  • Insektenstich
  • Kopfschmerzen

 
Zubereitung
Speisequark (Fettstufe unerheblich) auf ein Baumwoll- oder Leinentuch (Mullkompressen werden auch oft empfohlen, sind aber eher ungeeignet, da der Quark durchquillt) flächig streichen. Die Quarkschicht sollte eine Dicke von einem halben Zentimeter haben. Das Tuch falten. Den Wickel auf der betroffenen Hautstelle oder Gelenk fixieren. Bei Halsschmerzen keinen Wickel über der Halswirbelsäule. Nach etwa 30 bis 40 Minuten abnehmen. Kann mehrmals am Tag eingesetzt werden. 
 
 
Warmer Quarkwickel
  • Husten
  • starker Reizhusten
  • Bronchitis
  • Kiefernhöhlenentzündung
  • Halsschmerzen
  • Heiserkeit
  • Gelenkschmerzen
Den Quark auf Körpertemperatur erwärmen und wie beim kalten Quarkwickel zubereiten und auf der Brust mit einem Außentuch rings um den Brustkorb fixieren. Der Quarkwickel sollte so lange angelegt bleiben, bis der Quark zu trocknen beginnt (oder der Patient ihn als unangenehm empfindet). Anschließend die Haut gut abtrocknen, Patienten warm zudecken und 15 Minuten nachruhen. Anwendung einmal täglich. 
 

Zu beachten: zwischen Quark und Haut muss eine Stoffschicht liegen.

Nicht auf offene Wunden legen, Infektionsgefahr.
Quark nicht direkt auf die Haut auftragen, lässt sich schwer von den Körperhaaren lösen.
 
 
 
 
Olivenölwickel 
 
Husten (Wirkt schleimlösend, Hustenlöser)
 
Kaltgepresstes Olivenöl auf Körpertemperatur erwärmen. Auf Brust und Rücken einmassieren. Angewärmtes Baumwoll- oder Leinentuch um den Brustkorb wickeln, darüber ein warmes Frotteehandtuch, eine Wärmflasche auf die Brust legen und Patienten etwa eine Stunde gut zugedeckt im Bett ruhen lassen. Eine Reaktion mit kurzfristigem extremen Hustenreiz ist normal.
 
 
 
Kartoffelwickel


Der Kartoffelwickel hilft bei trockenem Husten, Halsscherzen, Bronchitis, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Nackenverspannungen, chronische Gelenkschmerzen oder bei Beginn einer Erkältung. Er wirkt stark erwärmend und wärmespeichernd. Dadurch hat er auch eine schmerzlindernde Wirkung.  

Zutaten: etwa drei bis vier Kartoffeln (variiert nach der zu bedeckenden Fläche), Küchenrolle, Innentuch, Außentuch, Lakenschutz
 
Für den Kartoffelwickel werden die ungeschälten Kartoffeln weichgekocht. Über den Lakenschutz, der das Bett vor Nässe und Verunreinigungen schützen soll, wird das Außentuch gelegt. Darüber kommt das Innentuch. Die heißen Kartoffeln werden zügig zwischen zwei Papierlagen der Küchenrolle zerquetscht und in das Innentuch gelegt und so eingeschlagen. dass die Kartoffelmasse nicht herausquellen kann. Es muss unbedingt auf die Temperatur der Kartoffeln geachtet werden, zumal sie innen heißer wie außen sein können. Das Innentuch mit der Kartoffelfüllung wird mittig auf Brust oder Rücken gelegt und anschließend das Außentuch darüber gewickelt.

Der Kartoffelwickel kann einmal täglich angewendet werden und verbleibt solange, wie es als angenehm empfunden wird, maximal eine Stunde. Danach sollte man mindestens 15 Minuten nachruhen.
 
Gegenanzeigen: Kleine Kinder, Menschen mit forgeschrittener Demenz oder geistiger Behinderung, Frischoperierte (eventuell gestörtes Temperaturempfinden oder nicht die Möglichkeit, sich mitzuteilen betreffs Temperatur), bei offenen Wunden (nicht steril) und unklaren Symptomen.
 
 
 
Ohrenwickel

Der Ohrenwickel hilft bei starken Ohrenschmerzen.

Zutaten:
Eine Zwiebel, Innentuch, meist ein Stofftaschentuch aus Baumwolle, Außentuch (kann auch eine  Mütze, Schal oder Halstuch sein), zwei Wärmflaschen, einen Faden.
 
Die Zwiebel wird in 1cm dicke Scheiben geschnitten und in das Stofftaschentuch gewickelt. Mit dem Faden bindet man das  Stofftaschentuch zu. Das Ganze legt man zwischen zwei Wärmflaschen zum Erwärmen. Dann legt man das Zwiebelpäckchen auf das Ohr (vorher Temperatur überprüfen) und schließt mit einem Außentuch ab. Die Anwendungszeit richtet sich danach, wie lange der Wickel als angenehm empfunden wird, meist 30 Minuten. Es kann zwei bis dreimal täglich angewendet werden.
 
 
Lavendelölwickel

Der Lavendelölwickel hilft bei Unruhe, Nervosität, Husten, Fieber oder Schmerzen. Lavendelöl ist ein sehr mildes Öl und durch seine beruhigende Wirkung auch für kleine Kinder geeignet.
 
Zutaten: 2%iges (Säuglinge) - 10%iges (Erwachsene) Lavendelöl, Innentuch (das in der Länge um den ganzen Oberkörper passt), Gefriebeutel, zwei Wärmflaschen, Außentuch, Lakenschutz.

Das Innentuch wird gleichmäßig mit dem Lavendelöl beträufelt und anschließend in einen Gefriebeutel gepackt. Der Beutel wird zum Erwärmen geschlossen, damit nicht die ätherischen Öle verloren gehen. Anschließend wird der Beutel zwischen zwei Wärmflaschen zum Erwärmen gepackt. Wenn er die als angenehm empfundene Temperatur erreicht hat, wird der Wickel um den Brustkorb gewickelt und mit dem Außentuch fixiert. Der Wickel kann mehrere Stunden angewendet werden, sogar über Nacht. Er wirkt schleimlösend und beruhigend.
 
 
Pulswickel

Der Pulswickel wird bei Fieber, Kreislaufproblemen oder Kopfschmerzen angewendet. Er ist fiebersenkend und kreislaufanregend.
 
Zutaten: etwa 100 ml Wasser, etwas Essig oder Zitronensaft, 2 Innentücher, die etwa dreimal um ein Hand- oder Fußgelenk gelegt werden können, aus Baumwolle, 2 Außentücher aus Wollstoff

Der Wickel sollte circa 3°C unterhalb der Körpertemperatur liegen.
 
Die Innentücher gut anfeuchten und auswringen und um Hand- oder Fußgelenke legen. Mit den Außentüchern befestigen. Den Klienten gut beobachten. Die Wickel etwa 10-20 Minuten belassen, bei hohem Fieber ist die Auflagezeit kürzer. Die Anwendung kann bis zu 3 mal täglich wiederholt werden.
 

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